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epa08548605 Protestors against the death penalty hold signs near the Federal Correctional Complex where the federal execution chamber is located in Terre Haute, Indiana, USA, 15 July 2020. As holds placed by federal judges work their way through the legal system, Wesley Ira Purkey waits to be put to death by lethal injection for the rape and murder of a 16 year old girl in 1998. Two more executions are scheduled for 17 July and 28 August as the US Justice Department resumed executions after more than 17 years with the execution of Daniel Lewis Lee on 14 July.  EPA/TANNEN MAURY

In den USA kämpfen Aktivisten für die Abschaffung der Todesstrafe – 17 Menschen wurden im letzten Jahr in den Staaten exekutiert. Bild: keystone

In diesen 18 Ländern gab es 2020 Hinrichtungen – in einem nimmt die Zahl sogar zu

Der jährliche Bericht von Amnesty International zeigt: Es gibt weltweit immer weniger Hinrichtungen. Doch leider zeigt der Trend nicht überall in die richtige Richtung.



Für das Jahr 2020 wurden mindestens 483 Hinrichtungen in 18 Ländern dokumentiert. Amnesty International geht davon aus, dass die allermeisten Todesurteile in China vollstreckt werden. Weil diese Auskunft als Staatsgeheimnis gilt, sind aber keine detaillierten Zahlen bekannt.

China ausgenommen, fanden fast 90 % der weltweiten Hinrichtungen alleine in den vier Ländern Ägypten, Irak, Iran und Saudi-Arabien statt.

In Europa wurde 2020 keine Hinrichtung dokumentiert, allerdings ist die Todesstrafe in Weissrussland noch erlaubt – 2019 wurde diese auch bei mindestens zwei Personen vollzogen.

Auf dem amerikanischen Kontinent richten seit Jahren nur noch die Vereinigten Staaten Menschen hin. Die US-Regierung unter Präsident Trump begann im Juli 2020 damit, wieder Hinrichtungen auf Bundesebene zu vollziehen, nachdem diese zuvor 17 Jahre lang ausgesetzt worden waren. In einem Zeitraum von nur sechs Monaten wurden zehn Männer exekutiert.

In Ägypten wurden 2020 sogar dreimal so viele Hinrichtungen vollzogen wie im Vorjahr – laut Amnesty International verloren mindestens 107 Menschen ihr Leben. 23 Menschen waren im Zusammenhang mit politischer Gewalt zum Tode verurteilt worden – in Gerichtsverfahren, die gemäss Amnesty International bei Weitem nicht den internationalen Standards für faire Verfahren entsprachen und erzwungene «Geständnisse» einsetzten. Sie waren laut dem Bericht von schweren Menschenrechtsverletzungen einschliesslich Folter und Verschwindenlassen gekennzeichnet.

Die erfreuliche Nachricht ist jedoch: Die Anzahl der weltweiten Hinrichtungen ging zum fünften Mal in Folge zurück. 2020 erreichten die Exekutionen den deutlichsten Tiefstand der letzten zehn Jahre.

Anzahl Hinrichtungen pro Jahr

Anzahl Hinrichtungen pro Jahr

Bild: amnesty international

Hingerichtet wurden vorwiegend Männer. Nur gerade 16 Frauen wurden im Jahr 2020 hingerichtet, das entspricht drei Prozent. Insgesamt kamen fünf Hinrichtungsmethoden zum Einsatz.

Erhängen

Erschiessen

Giftspritze

Elektrischer Stuhl

Enthauptung

In der Schweiz wurde im Jahr 1940 zum letzten Mal jemand zum Tode verurteilt und mittels Guillotine exekutiert. Es handelte sich um den mehrfach vorbestraften Hans Vollenweider, der innerhalb von zehn Tagen einen Chauffeur, einen Postboten und einen Polizisten erschoss.

Mehr zur Geschichte von Hans Vollenweider:

(lea)

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Die Guillotine von Luzern

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Die Guillotine von Luzern
quelle: keystone / urs flueeler
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Im US-Bundesstaat Arkansas werden 7 Männer hingerichtet

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