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Zuerichs Cheftrainer Massimo Rizzo im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und Servette FC im Letzigrund, am Sonntag, 11. April 2021, in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Dem FCZ unter Massimo Rizzo lief es zuletzt nicht nach Wunsch. Bild: keystone

Der FC Zürich kommt nicht vom Fleck: Droht der Abstieg in die Challenge League?

Verlieren die Zürcher in der Super League am Samstag beim Schlusslicht FC Sion, sind sie ein ernsthafter Abstiegskandidat. Trainer Massimo Rizzo aber hat Vertrauen in sein Team: «Es ist sich der heiklen Lage bewusst.»

Markus brütsch / ch media



Frage an Massimo Rizzo: Erkennen Sie Parallelen zwischen heute und 2016, als der FCZ in die Challenge League abstieg? «Nein, es gibt keine. Die jetzige Mannschaft tickt ganz anders.»

Cheftrainer Rizzo spricht aus Erfahrung. Vor fünf Jahren, als die Zürcher aus dem Nichts in der Zweitklassigkeit verschwanden, war er der Assistent von Trainer Sami Hyypiä gewesen und kannte das Innenleben des Teams bestens. Deshalb betont er: «Die aktuelle Equipe trainiert top seriös, und die Stimmung ist gut.»

Nachfrage: Befindet sich der FCZ im Abstiegskampf? Rizzo weicht aus, gebraucht stattdessen seine Lieblingsfloskel: «Ich denke nur von Spiel zu Spiel – und an den nächsten Gegner.»

Pikante Lage für sechs Teams im Abstiegskampf

Wenn Rizzo sagt, die Ausgangslagen der Jahre 2021 und 2016 könnten nicht verglichen werden, hat er insofern recht, als es vor fünf Jahren keine Barrage gab. Waren damals nach 28 Runden drei Teams (Vaduz, Lugano und der FCZ) abstiegsgefährdet, sind es dieses Mal sechs (Sion, Vaduz, Luzern, St. Gallen, der FCZ und Lausanne).

Das Hauen und Stechen geht am Wochenende so richtig los, wenn sich im Wallis der FC Sion und der FC Zürich sowie in der Ostschweiz der FC St. Gallen und der FC Luzern gegenüberstehen. Und der FC Vaduz würde mit einem Sieg in Lausanne bis auf zwei Punkte an die Waadtländer heranrücken. Der FCZ kann in der 29. Runde nur deshalb nicht auf Rang 9 fallen, weil sich St. Gallen und Luzern die Punkte wegnehmen. Was in einer Barrage passieren kann, ist seit letztem Jahr klar, als der formstarke Super-Ligist FC Thun das Duell mit dem Aussenseiter Vaduz verlor und abstieg.

Auffallend ist beim FCZ, wie viel erfolgreicher er vor Weihnachten performte als im neuen Kalenderjahr. In den elf Partien, die Rizzo nach der Ablösung von Ludovic Magnin als Interimstrainer bestritt, sammelte seine Mannschaft 18 Punkte. In den 14 Spielen als Cheftrainer holte er nur 15 Zähler. Der Punkteschnitt im Vergleich: 1,64:1,07. Im Schnitt holte der 47-Jährige in seinen 25 Partien als Verantwortlicher 1,32 Punkte. Was zwar die knapp bessere Bilanz ist als jene von Magnin (1,29) und Hyypiä (1,23), aber die schlechtere als die von Uli Forte (1,99) und Urs Meier (1,60).

Zuerichs Trainer Uli Forte beim Fussballspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Luzern, am Sonntag, 18. Februar 2018, im Stadion Letzigrund in Zuerich. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Uli Forte holte beim FCZ einen Punkteschnitt von 1,99. Bild: KEYSTONE

In der Jahrestabelle 2021 liegt der FCZ an drittletzter Stelle; Vaduz holte 10 Punkte mehr. Besonders ins Auge sticht: In den elf Rizzo-Spielen 2020 kassierte der FCZ ganze acht Gegentore (0,73 pro Spiel), in den vierzehn seit der Winterpause aber nicht weniger als 25 (1,79). Der Trainer erklärt: «Wir wollten im neuen Jahr den nächsten Schritt machen und offensiver spielen. Wir gewannen in Basel 4:1 und in St. Gallen 3:2, stellten aber bald fest, dass wir zu viele Gegentore einstecken und zurück zu den Basics müssen.»

Es ehrt Rizzo, dass er nicht auf den Ausfall von Lasse Sobiech hinweist. Fakt ist: In den neun Partien, die der bundesligaerprobte Deutsche unter Rizzo auf dem Platz stand, klingelte es bei Goalie Yanick Brecher nur sieben, in den übrigen 16 Partien jedoch 26 Mal. Bitter: Sobiech fällt bis zum Saisonende aus. Und vorne fehlt ein Knipser.

Rizzo: «Ich bin nach meinem Start als FCZ-Trainer mit drei Siegen nicht euphorisch geworden. Und genau gleich bewahre ich jetzt in einer schwierigeren Phase die Ruhe.» Auch wenn er es nicht ausspricht: Die Partie im Tourbillon wird wegweisend. Gewinnt der FCZ, hat er mit dem Direktabstieg nichts mehr zu tun und die Barragesorgen werden kleiner. Im Wallis fehlt aber der gesperrte Blerim Dzemaili. Rizzo sagt: «Schade, er ist nun bei fast 100 Prozent des Leistungsvermögens angelangt. Doch nun müssen eben andere mehr Verantwortung übernehmen. Im Herbst war Blerim ja auch nicht da.» Im bisherigen Saisonverlauf haben sich die Teams 2:2, 0:0 und 1:1 getrennt. «Sion wird alles tun, um die Situation zu verbessern und versuchen, uns den Schneid abzukaufen», sagt Rizzo.

Letzte Frage an den Trainer: Was stimmt Sie zuversichtlich, dass für den FCZ alles gut kommt? Rizzo: «Die Mannschaft! Sie weiss, in welcher Lage wir uns befinden. Und die Qualität unserer harten Arbeit.»

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