DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bernhard Burgener, Praesident FC Basel, links, Roland Heri, rechts, CEO FC Basel nach dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Nach Bernhard Burgener (l.) gibt auch Roland Heri seine Verantwortung beim FC Basel ab. Bild: KEYSTONE

Der Vielkritisierte tritt ab: Roland Heri verlässt den FC Basel per sofort

Roland Heri ist nicht länger CEO des FC Basel. Er tritt auf «eigenen Wunsch» ab, erfüllt damit aber auch den Wunsch der Fans.

Jakob Weber / ch media



Als David Degen im September 2019 beim FCB einstieg, wurde er in der Medienrunde von Roland Heri begleitet. Wurde es zu heikel, antwortete der CEO anstelle des aufbrausenden Degen. Zum Beispiel als es um eine mögliche Abhängigkeit des FCB zur Spieleragentur der Degen-Brüder ging, aus der David Degen kurz zuvor ausgetreten war.

Knapp zwei Jahre später gehört Degen der Klub und Roland Heri ist Geschichte. Am Montag vermeldete der FC Basel, dass der 61-Jährige den Verein auf eigenen Wunsch per sofort verlassen habe. Dass Degen in seinem neuen FCB keinen Platz für den vielkritisierten Heri hat, war eigentlich allen klar. Die Meldung war nur der Vollzug.

Die Szene mit Heri und Degen steht exemplarisch für das Wirken des CEOs, der seit April 2018 erst als COO und später als CEO die Geschäftsstelle des FCB leitete. Heri hatte während seiner Amtszeit quasi überall seine Finger im Spiel. Er tauchte nicht nur spontan an Pressekonferenzen auf. Er war im Januar 2019 auch in Indien, um die Partnerschaft mit Chennai City klarzumachen. Er hatte auch im Sommertheater 2019 mit Streller, Koller und Rahmen als Einflüsterer eine gewichtige Rolle. Er brachte den Lohnstreit während des ersten Lockdowns zum Eskalieren und machte sich damit bei den Spielern unbeliebt. Er vermittelte zwischen Klub und Stadiongenossenschaft, als die Miete 2020 nicht gezahlt wurde. Und er war zuletzt immer häufiger auch in Vertragsverhandlungen eingebunden, die eigentlich ein Sportchef hätte führen sollen.

Heri polarisierte. Weil er überall mitredete und viele Entscheidungen und deren Kommunikation von der Basis nicht nachvollzogen werden konnten, stand er mehr und mehr in der Kritik. Weil auch Spieler und Mitarbeiter der Geschäftsstelle gerne über den Chef motzten, Heri aber trotz aller Kritik an seinem Posten festhielt, akzentuierte sich die Wut zuletzt. Aus kreativen Titanic-Plakaten wurde ein Schweinekopf. Auch wenn Heri auch gute Arbeit geleistet und beispielsweise die Digitalisierung vorangebracht hat, werden ihn nur wenige vermissen.

epa08690102 A banner with an inscription inviting FC Basel's CEO Roland Heri and President Bernhard Burgener to leave hangs on a railing in front of the stadium in Basel, Switzerland, 23 September 2020. Switzerland's FC Basel 1893 will face Cyprus' Anorthosis Famagusta FC in the UEFA Europa League third qualifying round soccer match on 24 September.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Ähnlich wie Bernhard Burgener war auch Roland Heri bei den FCB-Fans unbeliebt. Bild: keystone

Beim FC Basel wird Heri interimistisch bis maximal Ende Jahr durch Mirko Brudermann ersetzt, der bis dato als Direktor Finanzen amtete. Brudermann wird in der Übergangszeit von einem Beraterteam und von den designierten Verwaltungsräten unterstützt. (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener

1 / 38
Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener
quelle: keystone / georgios kefalas
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie sich Querdenker an der Fussball-EM (vermutlich) verhalten werden

Dass es trotz Corona letztlich doch noch zur Austragung der Fussball-EM 2020 kommt, ist natürlich erfreulich. Dass aber auch ein Typ Mensch dabei sein wird, den wir erst seit dieser Pandemie wahrgenommen haben, hingegen weniger.

Eigentlich hätte die Fussball-Europameisterschaft vor einem Jahr beginnen sollen. Dann kam das Coronavirus und der Rest dürfte uns allen ja bestens präsent sein. Dieses Jahr wird die Fussball-EM nun nachgeholt und somit kehrt (zumindest für Sportfans) ein Stück Normalität zurück in unser Leben.

Die Ausgangslage an der EM ist für viele Teams ähnlich wie vor Jahresfrist. Für die Fans hingegen nicht wirklich. Denn neben all den anderen, bereits gängigen Fan-Typen – von den Besserwissenden …

Artikel lesen
Link zum Artikel