DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

USA setzen Xiaomi und weitere chinesische Firmen auf Schwarze Liste



epa07382403 A security guard stands beside a logo of Xiaomi during the Xiaomi product launch ceremony in Beijing, China, 20 February 2019. Xiaomi releases its new mobile phone products 'Mi 9', 'Mi 9 Explorer Edition' and 'Mi 9 SE' on 20 February 2019.  EPA/WU HONG

Nachdem Huawei von der US-Regierung gebannt wurde, ist es dem chinesischen Hersteller untersagt, Dienste von Google zu nutzen. Davon profitierte bislang Xiaomi. Bild: EPA/EPA

Wenige Tage vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump haben die USA weitere Beschränkungen gegen chinesische Firmen verhängt.

So wurden unter anderem der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi am Donnerstag wegen angeblicher militärischer Verbindungen auf eine Schwarze Liste des US-Verteidigungsministeriums gesetzt. Die Aktien des Unternehmens sackten daraufhin an der Hongkonger Börse um mehr als zehn Prozent ab.

Ebenfalls neu auf der Schwarzen Liste, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte:

Peking droht mit Vergeltung

China verurteilte das Vorgehen der USA am Freitag. «Die chinesische Seite wird notwendige Massnahmen ergreifen, um die Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen», sagt ein Sprecher des Pekinger Aussenministeriums.

Insgesamt fügte das US-Verteidigungsministerium neun chinesische Firmen der Liste hinzu. US-Investoren müssen Anteile an den Unternehmen bis spätestens November abstossen.

Auch setzte das Handelsministerium in Washington Chinas drittgrösste staatliche Ölgesellschaft CNOOC auf eine Schwarze Liste, die es US-Firmen deutlich erschwert, mit dem Unternehmen Geschäfte zu machen.

Bereits im Dezember hatten die USA 60 weitere chinesische Firmen mit Beschränkungen belegt.

Weniger schlimm als bei Huawei?

Den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei hatte die US-Regierung im Mai 2019 auf eine Schwarze Liste gesetzt und damit schwere Wirtschaftssanktionen lanciert.

Die schwarze Liste, auf der Huawei steht, verbietet es US-amerikanischen Unternehmen wie Google oder Microsoft mit Huawei Geschäfte zu machen. Das ist laut Berichten nicht die gleiche Liste, auf der nun Xiaomi steht. Diese sehe offenbar nur vor, dass die US-Amerikaner nicht mehr in Xiaomi investieren dürfen, was also nur Aktionäre betreffen sollte.

Demnach droht nicht wie bei Huawei das Aus für Google-Dienste auf den Android-Smartphones, wie inside-digital.de berichtet. Sollten weitere Einzelheiten folgen und sich ein ähnliches Horror-Szenario wie bei Huawei abzeichnen, scheine Xiaomi vorbereitet. Um etwa von Qualcomm als Chip-Lieferanten unabhängiger zu werden, habe man in den letzten Monaten bei anderen Prozessor-Herstellern investiert.

(dsc/aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Xiaomi-Produkte

Wie spricht man das aus?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie Kinder ihre Eltern vor dem Verschwörungswahn retten wollen

In einem Online-Forum geben sich Angehörige Tipps, wie sie ihre Liebsten vom Verschwörungswahn wegbringen.

Wenn die eigenen Kinder eine Internetsperre für die Eltern verhängen, dann klingt das nach verkehrter Welt. Doch über solche und ähnliche Tricks diskutieren derzeit viele Jugendliche auf der Social-Media-Plattform Reddit. In der Gruppe «QAnonCasualties» tauschen sich über 100'000 Mitglieder darüber aus, was sie gegen den Verschwörungswahn ihrer Eltern tun können. Insbesondere wenn sie den Mythen der QAnon-Bewegung verfallen sind.

Die QAnon-Gläubigen sind davon überzeugt, dass es eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel