Eishockey
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Davos' Sportchef Raeto Raffainer, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und Geneve-Servette HC, am Samstag, 16. November 2019, im Eisstadion in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Raeto Raffainer wechselt von Davos nach Bern. Bild: KEYSTONE

HCD-Sportchef Raffainer verlässt Davos für ein «längerfristiges Projekt» beim SCB

Raeto Raffainer verlässt nach weniger als zwei Jahren als Sportchef den HC Davos und wechselt zum SC Bern. Als Gesamtverantwortlicher über den Sportbereich soll der Engadiner den ins Taumeln geratenen Grossklub wieder auf Vordermann bringen.



Eines muss man dem SC Bern lassen: Seine Personalentscheide auf Funktionärsebene sind seit dem letzten Jahr bedeutend spektakulärer als die Leistungen auf dem Eis. Im letzten Frühling verpflichtete der SCB als erster Verein auf diesem Niveau mit Florence Schelling eine Frau als Sportchefin, wenig später holte der Verein mit Mark Streit und Roman Josi zwei Eishockey-Schwergewichte als Verwaltungsratsmitglieder respektive Aktionäre an Bord und nun luchsten die Berner dem HCD den erfolgreichen Sportchef ab.

Raffainer wird in Bern allerdings nicht als Sportchef amten, sondern noch im Lauf dieser Saison der Vorgesetzte von Florence Schelling werden. Der 39-Jährige, der vor seinem Engagement in Davos als erfolgreicher Direktor der Schweizer Nationalmannschaften gewirkt hatte, nimmt im SCB in der neu geschaffenen Funktion «Chief Sport Officer» in der Geschäftsleitung Einsitz. Darin verantwortet er den gesamten Sport-Bereich, inklusive Nachwuchs.

Raffainer hatte während seiner Aktivkarriere drei Jahre (2005 bis 2008) für die Berner gespielt und soll nun (zusammen mit Schelling) die Berner aus der sportlichen Krise führen. Seit dem Gewinn des Meistertitels 2019 passt im SCB nicht mehr viel zusammen. Vor einem Jahr verpassten die Berner die Playoffs, derzeit sind sie sogar Tabellenletzter.

Sportchef Raeto Raffainer posiert im Sommertraining beim HC Davos, aufgenommen am Donnerstag, 18. Juni 2020, in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Wann genau Raffainer nach Bern wechselt, ist noch offen. Bild: keystone

Der Wechsel Raffainers kommt ebenso unerwartet wie überraschend. In den letzten Wochen war bei den Bernern vielmehr über ein Engagement von Chris McSorley in vermutlich dieser Funktion spekuliert worden. Wann genau Raffainer seinen neuen Job antritt, ist noch offen. Das werde in den kommenden Tagen zwischen den Parteien «einvernehmlich geklärt», teilten die beiden involvierten Klubs mit.

Für den HC Davos bedeutet der Abgang Raffainers einen herben Verlust. In seinen gut eineinhalb Jahren hatte er die Mannschaft der Bündner nach dem Abgang von Arno Del Curto erfolgreich erneuert. Aktuell ist der HCD auf Platz 6 klassiert. Er sei deshalb froh, hinterlasse er eine Organisation, die «fit für die Zukunft» ist, so Raffainer in einer Stellungnahme.

Raffainer verlässt Davos nicht unverrichteter Dinge:

In Bern wird sich Raffainer vorerst einmal auch um die Position des Cheftrainers kümmern müssen. Es ist gut möglich, dass er für diesen Posten den derzeitigen Davoser Assistenztrainer Johan Lundskog mit nach Bern nimmt. Gegenüber der «Südostschweiz» jedenfalls sagte HCD-CEO Marc Gianola, dass seines Wissens die Verhandlungen zwischen dem Schweden und dem SCB «weit fortgeschritten» seien.

Seit dem Rücktritt von Don Nachbaur am 1. Dezember leitet der frühere Juniorentrainer Mario Kogler die Mannschaft des SCB.

Die Stimmen zum Wechsel

«Florence Schelling bleibt Sportchefin des SCB. Raeto Raffainer ist unter anderem Sparringpartner für uns in der GL, ebenso wie für Florence Schelling. Darum ist nicht nur die neue Funktion wichtig, sondern auch, wer diese besetzt. Der CSO und die GM müssen gut miteinander funktionieren können.»

SCB-CEO Marc Lüthi

«Ich kenne Raeto Raffainer aus meiner Zeit in der Nationalmannschaft, wo wir gut zusammengearbeitet haben. Ich freue mich sehr, dass er bald zum SCB stossen wird.»

SCB-Sportchefin Florence Schelling

Berns Sportchefin Florence Schelling waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern, am Mittwoch, 30. Dezember 2020, im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

SCB-Sportchefin Florence Schelling kriegt Verstärkung aus Davos. Bild: keystone

«Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung. Für mich bedeutet dieser Wechsel eine neue persönliche Herausforderung und die Möglichkeit zur Weiterentwicklung. Ich bin dem HC Davos dankbar für die letzten zwei Jahre und freue mich eine Sport-Organisation zu hinterlassen, die nach der Neuausrichtung und Neustrukturierung fit ist für die Zukunft. Das Engagement beim SCB ist ein längerfristiges Projekt und es ist ein Team-Projekt, zusammen mit dem VR, der GL und dem operativen Sportstaff.»

Raeto Raffainer

«Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir mit der Planung der 1. Mannschaft für die nächste Saison, bis auf die Ausländerpositionen, schon sehr weit fortgeschritten sind. Deshalb stehen wir nicht unter Zeitdruck und können die Evaluation einer neuen Person für diese wichtige Position im Sportbereich mit der nötigen Sorgfalt angehen.»

HCD-CEO Marc Gianola

Mascotte Hitsch, back, and oc president Marc Gianola are pictured during the opening ceremony prior the game between Team Suisse and Dinamo Riga at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Tuesday, December 26, 2017. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

HCD-CEO Marc Gianola. Bild: SPENGLER CUP

(zap/sda)

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Der Brief, mit dem der SCB die Fans zum Verzicht aufruft

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