DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Lohnschere bei Vollzeitarbeitenden hat sich weiter geöffnet



Liebe Frauen, ihr wollt den gleichen Lohn wie Männer? Dann Finger weg von diesen Branchen!
Ich finde das gewählte Bild zum Artikel auf der Startseite ziemlich blöde. Weil dieses Outfit sicher niemand zum Arbeiten trägt, und es auch noch so einen leicht sexistischen Touch hat. Wäre irgendein Artikel über Männer in irgendeinem Arbeitsumfeld mit einem Bild verknüpft, das auf die Hüfte des Mannes zentriert wäre und der dann auch noch körperbetonte Kleidung trägt? Sicher nicht. Aber für Clicks und weil es um Frauen geht muss man halt solche (in meinen Augen) Kotz-Bilder wählen... 
z.b.

Bild: comments://728982129/716630

Im Coronajahr 2020 haben die Arbeitnehmenden in der Schweiz mehr verdient als 2019. Dabei hat sich die Lohnschere zwischen Vollzeit arbeitenden Frauen und Männern weiter geöffnet. Das Gegenteil war in Teilzeitpensen der Fall.

Im Durchschnitt haben die Arbeitnehmenden beider Geschlechter im letzten Jahr 70'000 Franken verdient, wie die am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte Erhebung zu den Erwerbseinkommen zeigt. Das waren 1200 Franken mehr als im Vorjahr.

Mehr Lohn für Chefs und in Büros

Bei den Vollzeitangstellten mit einem Arbeitspensum von 90 Prozent und mehr nahmen die Einkommen im Durchschnitt um 900 Franken auf 82'900 Franken zu. Am höchsten waren da die Löhne der Führungskräfte und Akademiker, die 125'000 Franken (+2100 Fr.) beziehungsweise 104'000 Franken (+200 Fr.) verdienten.

Kaufmännische Angestellte (+2300 auf 76'600 Fr.), Handwerker (+600 auf 73'500 Fr.) oder Verkäufer (+100 auf 61'100 Fr.) verdienten ebenfalls mehr als im Vorjahr. Am unteren Ende der Statistik reihten sich die Hilfsarbeitskräfte mit einem Einkommen von 58'500 Franken ein. Sie verdienten gleich viel wie 2019.

Die Löhne der Teilzeitangestellten (unter 90%) erhöhten sich durchschnittlich um 1600 Franken auf 41'600 Franken, wie aus der Statistik weiter herauszulesen ist. Hier lagen die Einkommen der Hilfsarbeiter bei sehr tiefen 15'400 Franken.

Grosse Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau

Sowohl bei Vollzeit- als auch bei Teilzeitpensen verdienen Männer deutlich mehr als Frauen. Während sich der Lohnunterschied bei Vollzeitangestellten vergrössert hat, ist er aber in Teilzeitpensen kleiner geworden.

In einer Vollzeitanstellung verdienten die Männer im letzten Jahr im Durchschnitt 87'100 Franken und Frauen 73'500 Franken. Daraus ergibt sich eine Differenz von 13'600 Franken. Im Jahr 2019 waren es 400 Franken weniger gewesen.

In Teilzeitpensen lag der Lohn der Männer bei 48'800 Franken und jener der Frauen bei 40'000 Franken. Daraus errechnet sich ein Lohnunterschied von 8800 Franken nachdem dieser im Vorjahr mit 9600 deutlich grösser war.

Auch Selbständige verdienen mehr

Die Statistik zu den Erwerbseinkommen gibt auch Auskunft über die Entwicklung der Löhne von Selbstständigerwerbenden. Die nahmen im Berichtsjahr für Voll- und Teilzeitpensen zusammen um 1200 Franken auf 63'700 Franken zu. Vollzeit stiegen die Löhne um 300 auf 80'000 Franken.

Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind hier noch ausgeprägter. Ein Mann in der Selbständigkeit hat sich für ein Vollzeitpensum im Durchschnitt 85'000 Franken als Lohn ausbezahlt, eine Frau verdiente nur 60'000 Franken. Hier hat sich die Lohnschere von 21'000 Franken im Jahr 2019 auf 25'000 stark geöffnet. (aeg/sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Unser Lohnpolizist Michi (13) fragt nach

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

So stehen die Chancen einer Viertage-Woche in der Schweiz

Island hat die viertägige Arbeitswoche eingeführt, internationale Firmen testen sie, doch in der Schweiz bleibt sie scheinbar utopisch. Ein Wirtschaftsexperte sagt, wer den ersten Schritt machen sollte.

Vier Tage pro Woche arbeiten, Vollzeit bezahlt werden: Island führt nun die Viertage-Woche ein, nachdem ein Experiment den positiven Effekt des Modells untermauert hat. Gleiche Produktivität in kürzerer Zeit – eigentlich ein perfekter Match für die wirtschaftsorientierte Schweiz. Warum fasst das Modell hierzulande nicht Fuss?

Schweizer Arbeitgebende bieten die Viertage-Woche kaum an. Eine Ausnahme ist das Grafikunternehmen Büro a+o in Aarau. Sie hätten das Modell im Jahr 2017 eingeführt, …

Artikel lesen
Link zum Artikel