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Und NUN: 7 Metal-Bands mit tierischen Frontsängern. Also, Tiere als Sänger. Echt, jetzt

Bild: youtube
Hunde, Katzen, Papageien ... gibt's alles. Metal-Bands mit Lead-... Tieren – it's a thing.
13.06.2021, 05:5014.06.2021, 06:46

Mag sich jemand an dieses Video erinnern?

Es hat nichts mit Musik zu tun. Aber nun stellt euch mal den Soundtrack des Chihuahuas in einem musikalischen Kontext vor!

Wie bitte? Ihr könnt euch das nicht vorstellen?
Okay, dann hört mal hier rein:

Das, verehrte Damen und Herren ist die Band Psychostick aus Tempe, Arizona ... und ihr Hündli, das sein Spielzeug nicht hergeben will. Der Musikstil von Psychostick wird gerne als humorcore bezeichnet und beinhaltet auch meistens den Gesang eines zweibeinigen, sehr wohl humanoiden Wesens. Womit Psychostick streng genommen nicht zu der Handvoll Bands gehört, um die es in dieser Story geht. Um solche, nämlich, welche ausschliesslich die sonoren Organe aus dem Tierreich als Lead Vocals einsetzen.

Frei nach dem Motto, «Es gibt kein Metal-Subgenre, das es nicht gibt», ist das Fachmagazin Metal Injection jüngst auf der Suche nach «Animal-Fronted Metal Bands» gegangen ... und wurde fündig: Papageien, Schweine, Katzen – sie alle sind erfolgreiche Frontmänner Frontfrauen Fronttiere. Keine schwache Leistung – vor allem, wenn man bedenkt, dass Heavy Metal in der Vergangenheit ein – sagen wir mal – nicht immer unproblematisches Verhältnis zum Tierwohl hatte. Da war doch die Chose mit Ozzy Osbourne und der Fledermaus, nicht? Und wie war das noch mit gewissen norwegischen Black-Metal-Acts, die ihre Bühnen so gerne mit Schafsköpfe und dergleichen zierten? Höchste Zeit, dass die Tiere in diesem Genre selbst zum Mikro greifen! Hier kommen sieben der lautstärksten unter ihnen:

Hatebeak

(Kongo-Graupapagei)

Bird Seeds of Vengeance.

Hatebeak aus Baltimore, Maryland, wird angeführt von einem afrikanischen Graupapagei namens Waldo, und kann bereits fünf Releases ihr eigen zählen. Obiger Track «Bird Seeds of Vengeance» ist vom 2015er Album «Number of the Beak». Die Band versteht sich als reines Studioprojekt und geht nie auf Tour, um ihren gefiederten Sänger nicht zu traumatisieren. Das Online-Magazin The Daily Beast bezeichnete Hatebeak als «die beste Black-Metal-Band, von der man noch nie gehört hat» und hielt fest, dass «Waldos fauchender Gesang selbst eine durchschnittliche Garagenband in Cannibal Corpse verwandeln» würde. Interessant: Afrikanische Graupapageien können bis zu 100 Jahre alt werden, was bedeutet, dass Waldo noch Musik machen könnte, lange nachdem seine Besitzer Blake Harrison und Mark Sloan verstorben sind.

Pugtopsy

(Mops)

Pupcake Lövbacken schnaubt und schnarcht seit 2013 den Leadgesang für Black-Metal-Kapelle Pugtopsy. Sämtliche Profite der Einnahmen gehen dabei an die gemeinnützige Tierrettungsorganisation Neuterhead: Ace of Spays (Motto: «Helping animals is METAL!»), die streunende Tiere kastriert, um Überpopulationen zu verhindern.

Cattera

(Strassenkatzen)

«Ich hörte sein emotionsgeladenes Miauen und wusste: Dieser Kater muss Frontkatze einer Metal-Band werden» – hier spricht Fearless Records Produktmanagerin Anna Mrzyglocki und Gründungsmitglied von Cattera. Die Band, die von einer wechselnden Besetzung von New Yorker Strassenkatzen angeführt wird, veröffentlichte Anfang Jahr ihr Debut «Hunger of the Beast». Leadkatze auf diesem klassischen Groove-Metal-Track ist der oben genannter Kater, der auf den klingenden Namen Roope-Shakir hört.

Insect Grinder

(Grillen)

Der Stoff, aus dem Albträume sind: Das russische experimentelle Grindcore-Projekt Insect Grinder fängt die Geräusche eines Grillenschwarms ein, der in einem Glas gefangen ist, während heavy Musik um sie herum dröhnt. Das so eingefangene Zirpen, Rascheln und Zischen ergibt die vielleicht beunruhigendste Musik auf dieser Liste. Jeder, der sich die EPs «Global Kill Panic» und «Moment of Torment» reinzieht, wird nachher zum Insektengift greifen wollen.

Pig Cage

(Farmschweine)

Metal-Kenner sind vertraut mit dem Konzept des pig squeal, einer Gesangstechnik, die sich im Deathcore-Genre Beliebtheit erfreut. Pig Cage aus China wollten aber keine schlappen (menschlichen) Nachahmer und gingen deshalb auf die örtliche Schweinefarm, um ihre Aufnahmen zu machen. Offenbar passt dies der chinesischen Internet-Zensur ganz und gar nicht, weshalb die Band ihre Musik nicht auf YouTube hochladen kann (und weshalb wir nun den Umweg über einen Bandcamp-Link über Twitter machen mussten).

Böar Glüe

(Meerschweinchen)

Als Haustiere des ehemaligen Drummers der legendären Band Death haben die Meerschweinchen Tico, Taco und Sugar mehr Street Cred als die meisten der heute tätigen Metal-Bands. Death Metal aus der stinkigsten Ecke der Tierhandlung – das ist Böar Glüe. Übrigens ist «boar glue» die Bezeichnung für Meerschweinchen-Sperma, das Meerschweinchen in derart grossen Mengen ausscheiden, dass ihre Besitzer es regelmässig aus dem Fell rausbürsten müssen. Googelt es mal.

Caninus

(Pitbull-Terrier)

Traurigerweise sind Budgie und Basil, die beiden Pitbulls, die Caninus anführten, von dieser Welt gegangen. Doch während ihrer kurzen Schaffensperiode veröffentlichten sie drei Releases – mitunter das 2004er Album «Now the Albums Have a Voice», das Tracks wie «Bite The Hand That Feeds You», «No Dogs, No Masters» oder oben stehendes «Fear of Dog (Religious Myths)» enthält.

(Via metalinjection.net)

Musik

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