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Mehr als 50 Tote bei Kampf um Wasserressourcen in Zentralasien



epa09178370 A Kyrgyz soldier patrols at the Golovnoy water intake on the Kyrgyz-Tajik border in the village of Kok-Tash, 1,200 km from Bishkek, Kyrgyzstan, 05 May 2021. Fighting broke out at the Tajik-Kyrgyz border on 28 April over the disputed water tanks at the border area, resulting in some 40 people being killed and more than 100 injured, according to Kyrgyz authorities. The two parties agreed on 01 May to withdraw troops from the border area.  EPA/IGOR KOVALENKO

Ein Soldat Kirgistans patroulliert an der Grenze zu Tadschikistan. Bild: keystone

Der jüngste Grenzstreit zwischen Kirgistan und Tadschikistan in Zentralasien hat laut offiziellen Angaben insgesamt 55 Menschen das Leben gekostet. Die tadschikische Seite berichtete am Donnerstag von 19 Toten und 89 Verletzten. Kirgistan hatte die Zahl der während des mehrtägigen Konflikts Getöteten mit 36 angegeben und von 189 Verletzten gesprochen. Die Regierungen beider Länder an der Grenze zu China gaben sich gegenseitig die Schuld dafür, dass der seit Jahrzehnten schwelende Konflikt um Wasserressourcen in der vergangenen Woche erneut aufflammte.

Seit einem neuen Anlauf für einen Waffenstillstand und einen Truppenrückzug am Wochenende hat sich die Lage in der Region wieder stabilisiert. Eskaliert war der Konflikt, als tadschikische Beamte eine Videokamera in der Nähe einer Wasserverteilerstation installieren wollten. Kirgisische Bürger wehrten sich dagegen. Sie warfen Medienberichten zufolge zunächst mit Steinen. Dann verstärkten beide Seiten ihre Grenztruppen, die dann aufeinander schossen.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatten die zentralasiatischen Republiken 1991 ihre Eigenständigkeit erlangt. Um fast die Hälfte der beinahe 1000 Kilometer langen Grenze gibt es aber seit Jahrzehnten Streit und auch immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen. (sda/dpa)

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