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David Degen Burgener

Degen und Burgener treffen sich morgen vor Gericht – oder doch nicht? bild: keystone/ch media

Showdown im FCB-Machtkampf – Klub vermeldet Einigung zwischen Degen und Burgener

Der Machtkampf um den FC Basel geht in den Endspurt: Wie der Klub vermeldet, haben sich Bernhard Burgener und David Degen aussergerichtlich geeinigt.



Bernhard Burgener und David Degen erzielen im Streit um die Besitzverhältnisse am FC Basel eine einvernehmliche Einigung. Die Differenzen um die Übertragung der Aktien an der FC Basel Holding AG von Klubpräsident Burgener an Degen sollen damit bereinigt sein.

Die Parteien hätten sich «nach zahlreichen konstruktiven Gesprächen» aussergerichtlich geeinigt, teilte der FCB mit. Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass der morgige Gerichtstermin vor dem Basler Zivilgericht nicht stattfinden wird.

Wie es mit dem FCB weiter geht und ob Degen oder Burgener den Machtkampf gewonnen hat, wird nicht kommuniziert. Allerdings ist aus unterschiedlichen Quellen zu vernehmen, dass die Einigung zu Gunsten Degens ausgefallen ist und sich Burgener zurückzieht. Man werde am Dienstagnachmittag um 15.00 Uhr über die Zukunft informieren.

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David Degen könnte beim FCB bald das Sagen haben. bild: instagram/david_degen

Wochenlange Schlammschlacht

Der Machtkampf um den Verein, der sich längst zu einer öffentlichen Schlammschlacht entwickelt hat, tobt bereits seit Wochen: Auf der einen Seite steht Präsident Bernhard Burgener, der den FCB 2017 übernommen hat und momentan 80,6 Prozent der Aktien der FC Basel Holding AG besitzt. Er will Anteile des Klubs an Investoren – mutmasslich 30 Prozent der Klubaktien an die britische Investmentfirma Centricus – verkaufen. 200 Millionen Franken will Centricus künftig in der Region Basel investieren, davon sollen 20 Millionen für den FCB reserviert sein.

Auf der anderen Seite steht David Degen. Der ehemalige FCB-Fussballer ist seit 2019 FCB-Minderheitsaktionär und hält 10 Prozent der Holding-Aktien. Er will den Verkauf an ausländische Investoren verhindern und gleichzeitig die Macht im Klub übernehmen. Der Ex-Nationalspieler besitzt nach eigenen Angaben ein Vorkaufsrecht für Burgeners Aktien. Im März erwirkte Degen vor Gericht eine superprovisorische Verfügung und verhinderte so vorläufig den Verkauf der FCB-Anteile an Centricus.

ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DAVID DEGENS KAUFANGEBOT FUER DEN FC BASEL --- Bernhard Burgener, Praesident des Verwaltungsrats, spricht an der Medienkonferenz zum Geschaeftsjahr 2020/2021 der FC Basel 1893 AG in Basel, am Freitag, 26. Maerz 2021. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bernhard Burgener kämpft mit David Degen um die FCB-Vorherrschaft. Bild: keystone

Mitte April schlug Burgener zurück: Via FCB-Kanäle teilte er mit, dass er das im Aktionärsbindungsvertrag mit Degen ebenfalls vorgesehene «Mitverkaufsrecht» (Drag-Along-Recht) ausgeübt habe und sein Kontrahent dadurch verpflichtet sei, sein 10-Prozent-Paket der Basel Dream & Vision AG, die Burgener zusammen mit Centricus gegründet hat, zu verkaufen.

Morgen hätte es vor dem Zivilgericht Basel zum grossen Showdown kommen sollen, der nun aber in der Schwebe steht. (pre/sda)

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Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener

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Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener
quelle: keystone / georgios kefalas
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