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Drück bei Netflix mal auf Pause. Wir haben 8 Buchtipps für dich



Eigentlich braucht man ja keinen speziellen Grund, um ein Buch zu lesen. Für alle, die sich aber trotzdem etwas schwer damit tun, gibt es jetzt gleich zwei gute Gründe:

1. Es ist endlich wieder schön warm, um sich draussen ein lauschiges Plätzchen zum Lesen zu suchen.

2. Am 23. April ist Welttag des Buches.

Als kleine Starthilfe für euch haben wir in der Redaktion nach Buchempfehlungen gefragt und acht tolle Tipps erhalten.

Sergio Minnig empfiehlt

«Eine kurze Geschichte der Menschheit» von Yuval Noah Harari

Bild

Bild: Panteon

«Ein Sachbuch von Yuval Noah Harari. Er beschreibt darin auf sehr interessante und verständliche Art, warum unsere Welt heute so ist, wie sie ist. Warum gibt es Religionen, Gesetze und Marken. Wirklich sehr interessante Ansätze, über welche man selber noch stundenlang nachdenken kann. Dinge, welche man bisher eigentlich noch nie hinterfragt hat.»

Helene Obrist empfiehlt

«Komplett Gänsehaut» von Sophie Passmann

Komplett Gänsehaut von Sophie Passmann

Bild: Kiepenheuer & Witsch

«Ein sehr lustiger und sehr entwaffnender Rant über unsere Generation. Passmann erklärt, warum es ziemlich lächerlich ist, dass wir alle so krass auf Fischgrätenparkett stehen. Für Liebhaber:innen von Schachtelsätzen und perfekt als Badi- und Balkonlektüre.»

Oliver Baroni empfiehlt

«Wassermusik» von T.C. Boyle

Wassermusik von T.C. Boyle

Bild: dtv

«Eventuell der beste Roman von T. Coraghessan Boyle, enthält er alle typischen Konstanten des Autors, die sich auch in anderen Romanen wie etwa ‹Tortilla Curtain› oder ‹East Is East› (beide auch sehr gut) finden: Parallelgeschichten einzelner Protagonisten, die am Schluss alle zusammenlaufen – diese dabei mit dem sozialen Aufstieg von niedrig gestellten Charakteren sowie dem Abstieg von sozial privilegierten; kulturelle Entwurzelung; die Arroganz des weissen Mannes, die zu dessen Niedergang führt – alles mit einer deftigen Portion Humor.

Die Story dreht sich um die historische Figur des schottischen Entdeckers Mungo Park (1771-1806), der die Quelle des Nigers entdecken will. Dessen Geschichte kreuzt sich mit dem vom Pechvogel Ned Rise aus der Londoner Gosse. Weitere notable Figuren sind der Afrikaner Johnson, der in London eine erfolgreiche Karriere hingelegt hat, sowie Dassoud, Stammesoberhaupt der kriegerischen Mauren, die Parks Bestrebungen immer wieder zunichtemachen. Alles sehr blumig und grafisch. Genial.»

Jara Helmi empfiehlt

«Provenzhauptstadt» von Béla Rothenbühler

Provenzhauptstadt von Béla Rothenbühler

Bild: Menschenversand

«Wie es der Titel erahnen lässt, ist das Buch auf Luzerndeutsch geschrieben und war selbst für mich als Luzernerin zunächst gewöhnungsbedürftig. Aber nach ein paar Zeilen ein echt neues und erfrischendes Leseerlebnis. Die Geschichte spielt von einem Mittzwanziger, der während eines WM-Sommers unglaubliche Dinge erlebt, die eben wortwörtlich schon fast zu unglaublich sind. Genialer Twist und mit extrem viel Witz geschrieben. Es ist Netflix-Binge-Watching-Feeling einfach in Form eines Buchs und passt nun thematisch auch perfekt zum Frühling/Sommer. Lesen, hopp!»

Philipp Löpfe empfiehlt

«Die Verlockung des Autoritären» von Anne Applebaum

Die Verlockung des Autoritären

Bild: Siedler

Anne Applebaum ist polnisch-amerikanische Doppelbürgerin, ist mit einem ehemaligen hohen Tier der liberalen Regierung Polens verheiratet und eine führende Historikerin in Sachen stalinistischer Gräuel. In diesem im Stil eines Essays geschriebenen Buch erzählt sie, wie sie von einem konservativ-bürgerlichen Ausgangspunkt immer mehr in die linksliberale Ecke gedrängt wird. Sie schildert dies anhand ihrer polnischen, ungarischen, britischen und amerikanischen Freunde, die sie zuerst meiden und danach später offen bekämpfen.

Applebaum ist nicht nur anerkannte Historikerin, sie ist auch eine renommierte Journalistin. So hat sie unter anderem im konservativen britischen Magazin «Spectator» gewirkt, zusammen mit einem gewissen Boris Johnson.
Heute schreibt sie regelmässig im linksliberalen US.Magazin «The Atlantic».

Applebaum zeigt auf, wie dünn die Schicht ist, die eine demokratische Zivilisation zusammenhält und wie schnell sich Menschen entfremden können. Sie tut dies in einer verständlichen Sprache und mit einer Warnung: «Unter den richtigen Bedingungen kann sich jede Gesellschaft gegen die Demokratie wenden. Ja, wenn die Geschichte Recht behalten sollte, werden es alle Gesellschaften letztendlich tun.

Vanessa Hann empfiehlt

«Der Professor» von Amélie Nothomb

Der Professor

Bild: Diogenes

«Ein grossartig geschriebener Psycho-Thriller, der mit viel Humor verpackt ist und zuerst sehr harmlos daherkommt: Es geht um ein pensioniertes, intellektuelles Ehepaar, das aus der Grossstadt aufs ruhige, idyllische Land zieht, um dort ihren Lebensabend zu geniessen. Leider gelingt das nicht ganz: Ein nerviger Nachbar macht den beiden die Tage sauer. Er nervt sie, indem er sich täglich selber bei ihnen zum Nachmittags-Kaffee einlädt. Und sie dann anschweigt. Jeden Tag. Das Ehepaar versucht, die unangenehme Stille mit Monologen zu überbrücken. Denn die antrainierte Höflichkeit verbietet es ihnen, den Typen einfach nicht mehr ins Haus zu lassen. Bis ihnen irgendwann der Kragen platzt.»

Leo Helfenberger empfiehlt

«Die Kathedrale des Meeres» von Ildefonso Falcones

Die Kathedrale des Meeres

Bild: Penguin

«Corona vermiest dir das Reisen? Mit diesem Buch reist du nach Barcelona – und auch noch gleich in der Zeit zurück ins 14. Jahrhundert. Die Generationen-Geschichte zeigt wunderschön die Höhen und Tiefen des Lebens im Mittelalter auf. Und ein weiterer Bonus: Du kannst dir die unsägliche Netflix-Adaption sparen. Und bei deinem nächsten, tatsächlichen Trip nach Barcelona willst du tatsächlich freiwillig eine Kirche anschauen gehen, nämlich die Kathedrale des Meeres.»

Pascal Scherrer empfiehlt

«Paradox»-Trilogie von Phillip P. Peterson

Paradox-Trilogie von Phillip P. Peterson

Bild: Phillip P. Peterson

«Alle, die Science-Fiction mögen, sollten sich unbedingt diese Trilogie geben. Aber Achtung: Paradox ist keine Weltraumoper à la ‹Star Wars›. ‹Paradox› legt viel Wert auf wissenschaftliche Genauigkeit und ist damit etwas für Leute, die das Subgenre ‹Hard Science Fiction› mögen. In der Geschichte geht es um die Besatzung der ersten bemannten Mission zum Rande unseres Sonnensystems. Die Crew soll den Verbleib von drei Raumsonden untersuchen, zu denen der Kontakt unter ungewöhnlichen Umständen abgebrochen ist. So viel sei gesagt: Wer jetzt denkt, das sei wieder nur so eine Aliens-greifen-die-Erde-an-Geschichte, irrt. Es ist stellenweise ein ziemlicher Mindfuck und lässt tief in die menschliche Seele blicken.»

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