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Mobilfunk-Antennenanlage auf einem Dach: Vom 5G-Ausbau profitiert der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson wirtschaftlich.
Mobilfunk-Antennenanlage auf einem Dach: Vom 5G-Ausbau profitiert der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson wirtschaftlich.
archivBild: sda

So steht es laut 5G-Ausrüster Ericsson um den 5G-Ausbau in Europa, Nordamerika und Asien

Spoiler: 3G soll angeblich fast komplett verschwinden.
16.06.2021, 07:42

Beim Ausbau der fünften Mobilfunkgeneration (5G) liefern sich Nordamerika, Nordostasien und die Golf-Staaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, während Westeuropa einen langsamen Start hinlegt. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Ericsson Mobility Report, der am Mittwoch in Stockholm veröffentlicht wurde.

Asien prescht vor

In Nordostasien (inklusive China und Südkorea) seien Ende 2020 bereits neun Prozent aller Mobilfunkverträge auf 5G umgestellt worden. In Westeuropa liege dieser Wert bei einem Prozent.

In absoluten Zahlen liegen die Asiaten mit 1.4 Milliarden 5G-Verträgen weit vorn.

So läufts in Nordamerika

Bis zum Jahr 2026 sagt die Studie vor allem ein dynamisches Wachstum in Nordamerika voraus. Dort werde der 5G-Anteil von 4 Prozent (2020) auf 84 Prozent steigen.

In Nordostasien würden dagegen bis 2026 nur zwei Drittel (65 Prozent) aller Mobilfunkverträge 5G nutzen.

Für Nordamerika erwartet die Studie 340 Millionen 5G-Verträge.

Apple verbaut seit 2020 in neuen iPads und iPhones 5G-Chips und ist damit zu einem Treiber für den neuen Mobilfunk-Standard geworden.
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Bild: keystone

In Westeuropa dominiert noch 4G

In Westeuropa ist derzeit 4G (LTE) die dominierende Zugangstechnologie und macht 78 Prozent aller Verträge aus. Ericsson prognostiziert, dass 4G im Jahr 2026 auf 27 Prozent wegen des Umstiegs auf 5G zurückgehen wird. Ältere Standards wie UMTS (3G) verschwinden fast komplett.

Die Verschiebung von einigen Frequenzversteigerungen habe dabei Auswirkungen auf den Einsatz und die Abdeckung von 5G in der Region. Die 5G-Durchdringung werde aber trotz des Startrückstandes bis Ende 2026 rund 69 Prozent erreichen.

Und die Araber?

Zielstrebiger als die Europäer sind die arabischen Golf-Staaten. In den Ländern des Golf-Kooperationsrates (GCC) würden digitale Initiativen staatlich gefördert, womit auch die 5G-Einführung beschleunigt werde. Im Jahr 2019 gehörten die GCC-Märkte demnach zu den ersten der Welt, die kommerzielle 5G-Dienste einführten.

2026 würden die Golf-Staaten mit einer 5G-Anteil von 73 Prozent hinter Nordamerika auf Platz zwei liegen.

Glasfaser statt Mobilfunk

Der schwedische Netzwerkausrüster prognostiziert, dass die Zahl der kabellosen Festnetzverbindungen (Fixed Wireless Access, FWA) voraussichtlich bis Ende 2026 fast 180 Millionen erreichen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt werde der Mobilfunk für die eigenen vier Wände rund 20 Prozent des weltweiten mobilen Netzdatenverkehrs ausmachen.

Die kabellosen Festnetzverbindungen über 4G oder 5G konkurrieren mit klassischen Breitbandverbindungen wie DSL, Kabel-Internet oder Glasfaserverbindungen. Sie sind vor allem in der Bereitstellung auf der «letzten Meile» günstiger, weil man dafür keine Leitungen vom Verteilerkasten in die Wohnungen oder Büros legen muss.

Allerdings regt sich in Zusammenhang mit dem Ausbau der Mobilfunknetze Widerstand in der Bevölkerung, wie etwa die Einsprachen gegen Antennen-Baugesuche zeigen.

Quellen

Der Ericsson Mobility Report 2021 kann über die Website des schwedischen Techkonzerns heruntergeladen werden.

(dsc/sda/awp/dpa)

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