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Taylor Hall ist nicht mehr bei den Buffalo Sabres. bild: imago / icon smi

Die Trade-Deadline in der NHL ist vorbei – das waren die wichtigsten Deals

Gestern Nacht bot sich den NHL-Teams die letzte Möglichkeit, vor den Playoffs noch Trades zu tätigen. Viele Teams packten die Gelegenheit beim Schopf und schickten Spieler und Draft-Picks hin und her. Wir fassen die wichtigsten Deals vor der Trade-Deadline zusammen.



Taylor Hall zu Boston

Die Boston Bruins landen den grössten Fisch auf dem Trade-Markt. Taylor Hall spielt in dieser Saison auf den ersten Blick unterirdisch. Zwei Tore und 17 Assists in 37 Spielen sind nicht, was man sich vom ehemaligen Liga-MVP gewohnt ist.

Doch ein zweiter Blick zeigt: Hall bringt seinem Team immer noch extrem viel Zug nach vorne. Dieses Jahr ist der Kanadier, der noch nie ein herausragender Schütze war, einfach von extrem viel Abschlusspech verfolgt. Seine Schusseffizienz liegt bei 2,27 Prozent. Bei einem Karrieredurchschnitt von rund zehn Prozent darf man in dieser Sparte eine Steigerung erwarten. Zudem ist er immer noch herausragend darin, Tore vorzubereiten.

In Boston können sie nun etwas mit den Linien spielen. Taylor Hall an der Seite von Patrice Bergeron und David Pastrnak und dafür Brad Marchand gemeinsam mit David Krejci und Craig Smith? Das wären zwei extrem schlagkräftige Linien. Dass Boston nur die Hälfte der acht Millionen US-Dollar Jahresgehalt übernimmt, vereinfacht zudem das Jonglieren mit dem Salary-Cap.

Weniger gut sieht der Deal für die Buffalo Sabres und ihren General Manager Kevyn Adams aus. Ein Zweitrunden-Pick für den grössten Zuzug der letzten Off-Season? Das muss schmerzen.

Nick Foligno zu Toronto

Dieser Deal sorgte für viel Aufregung, vor allem weil er Toronto betrifft. Die Maple Leafs reissen sich den Captain der Columbus Blue Jackets unter den Nagel und müssen dafür nur 25 Prozent seines ursprünglichen Lohns bezahlen. Die Hälfte zahlt weiterhin Columbus, und weitere 25 Prozent übernimmt San Jose.

Für den Deal zahlt Torontos GM Kyle Dubas aber auch einen hohen Preis: Eine Erstrunden-Pick und ein Viertrunden-Pick geht nach Columbus, ein weiterer Viertrunden-Pick nach San Jose. Damit ist Foligno deutlich «teurer» als etwa Taylor Hall.

Der Zuzug ergibt für Toronto dennoch Sinn. Foligno ist kein Skorer, doch das brauchen die Leafs auch nicht, schliesslich haben sie schon Auston Matthews, Mitch Marner, John Tavares und William Nylander. Foligno dagegen bringt defensive Stabilität und auch etwas Härte ins Spiel. Toronto hat letztes Jahr am eigenen Leib erfahren, wie unangenehm Foligno in den Playoffs für seine Gegner sein kann. Nun hat ihn die Mannschaft auf ihrer Seite.

David Rittich zu Toronto

Noch ein Trade, der in Toronto für Schlagzeilen sorgt: Von Calgary kommt Goalie David Rittich. Auf der Position wären die Leafs eigentlich gut aufgestellt mit Jack Campbell, der bislang nur ein Spiel verloren hat, und Frederik Andersen. Doch letzterer ist seit Längerem verletzt und der Trade deutet darauf hin, dass der Däne auch nicht so bald wieder fit wird.

CALGARY, AB - APRIL 04: Calgary Flames Goalie David Rittich (33) catches the puck during the first period of an NHL, Eishockey Herren, USA game where the Calgary Flames hosted the Toronto Maple Leafs on April 4, 2021, at the Scotiabank Saddledome in Calgary, AB. (Photo by Brett Holmes/Icon Sportswire) NHL: APR 04 Maple Leafs at Flames Icon210404019

«Big Save Dave» ist jetzt Teil der Toronto Maple Leafs. Bild: IMAGO / Icon SMI

Anthony Mantha zu Washington

Einer der grössten Trades dieses Jahres, weil in beide Richtungen sehr gute Spieler gehen. Die Washington Capitals erhalten Flügelstürmer Anthony Mantha von Detroit. Die Produktion des 26-Jährigen blieb diese Saison bislang unter den Erwartungen zurück, letztes Jahr skorte er fast doppelt so viel. Dennoch ist der Kanadier ein sehr wertvoller Spieler. Er drückt das Geschehen in die gegnerische Zone und ist auch in der Defensive verlässlich.

Doch die Capitals geben für Mantha extrem viel her. Neben zwei (guten) Draft-Picks gehen auch die Stürmer Jakub Vrana und Richard Panik nach Detroit. Gerade Vrana ist ein ähnlich guter Spieler wie Mantha, wenn auch nicht ganz so komplett. Vermutlich hat Washington in diesem Fall überbezahlt – doch das ist egal, sollte es mit dem Gewinn des Stanley Cups klappen.

Carl Söderberg zu Colorado

Carl Söderberg ist zurück in Colorado, wo er zwischen 2015 und 2019 bereits gespielt hat. In dieser Saison ist sein Einfluss aufs Spiel etwas zurückgegangen, aber für die dritte oder vierte Linie ist er immer noch ein nützlicher Spieler. Vor allem war der Schwede für die Avalanche relativ günstig erhältlich: Josh Dickinson ist im besten Fall ein AHL-Spieler und Ryder Rolston ein 19-Jähriger, der letzten Sommer in der fünften Runde gezogen wurde.

Mattias Janmark zu Vegas

Der einzige Trade, den die Vegas Golden Knights am Deadline Day tätigen ist ein relativ komplizierter Drei-Weg-Deal. Am Ende ging es dem Team aus der Wüste aber vor allem darum, Mattias Janmark zu holen. Der Schwede ist ein defensiv verlässlicher Flügelstürmer und gibt dem bereits sehr starken Kader der Golden Knights noch etwas mehr Tiefe.

Chicago macht in diesem Trade einen guten Deal. Das Team erhält zwei wertvolle Draft-Picks für einen Spieler, auf den es gut verzichten kann. San Jose erhält noch einen Fünftrunden-Pick, weil es 50 Prozent von Janmarks Lohn übernimmt.

Jeff Carter zu Pittsburgh

Die sonst schon nicht besonders jungen Pittsburgh Penguins holen noch etwas mehr Routine an Bord. Von LA kommt Stümer Jeff Carter. Der 36-jährige Center hat sich im Vergleich zu den letzten beiden Jahren wieder gesteigert. In Pittsburgh dürfte er aber kaum eine grosse Rolle erhalten. Der Trade ist mehr eine Absicherung gegenüber möglichen Verletzungen.

Jonas Siegenthaler zu New Jersey

Nico Hischier erhält bei den New Jersey Devils den nächsten Schweizer Teamkollegen. Die Washington Capitals schicken Jonas Siegenthaler für einen Drittrunden-Pick nach Newark. Damit haben die Capitals keinen Verteidiger mehr im Kader, der jünger ist als 29 Jahre. Warum haben sie sich zu diesem Deal entschieden? Es gib zwei Theorien: Erstens, die Capitals verstärken sich vor der Deadline noch weiter und schaffen so Platz. Oder zweitens, die Capitals hätten Siegenthaler im Expansion Draft vom Sommer nicht beschützen können und ihn dann ohne Gegenwert verloren.

Für New Jersey scheint der Zürcher Verteidiger eine perfekte Ergänzung zu sein. In den letzten zwei Saisons hat er bei einer limitierten Rolle in Washington als hervorragender Defensiv-Verteidiger zu überzeugen gewusst. Einen solchen Spieler kann New Jersey gut gebrauchen.

David Savard zu Tampa Bay

Tampa Bay verstärkt die eigene Verteidigung mit David Savard. Der 30-jährige Kanadier ist ein Shutdown-Verteidiger, der im Spiel nach vorne kaum etwas bringt. Für die Lightning ist er vor allem eine Absicherung im Fall von Verletzungen.

Nikita Gusev zu den Panthers

Kein Trade aber eine Free-Agent-Verpflichtung: Nachdem Nikita Gusev seinen Vertrag mit den New Jersey Devils in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst hat, galt er als Unrestricted Free Agent und durfte überall unterschreiben. Der 28-jährige Stürmer einigte sich mit den Florida Panthers auf einen Vertrag für die restliche Saison bei einem Jahresgehalt von einer Million.

NEWARK, NJ - MARCH 20: New Jersey Devils left wing Nikita Gusev 97 skates during the second period of the National Hockey League game between the New Jersey Devils and the Pittsburgh Penguins on March 20,2021 at the Prudential Center in Newark, NJ. Photo by Rich Graessle/Icon Sportswire NHL, Eishockey Herren, USA MAR 20 Penguins at Devils Icon2103202778

Nikita Gusevs Zeit bei New Jersey ist vorbei. Bild: imago images/Icon SMI

Gusev zog in New Jersey eine äusserst schwache Saison ein. Doch letztes Jahr zeigte der Russe, was er eigentlich drauf hätte. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass er bei den Panthers seine Form wieder findet.

Erik Gudbranson zu Nashville

Eigentlich wäre dieser Trade kaum der Rede Wert: Ein Ergänzungsspieler, der für einen Siebtrunden-Pick das Team wechselt. Wäre nicht erneut ein Team Erik Gudbranson auf den Leim gegangen. Der Kanadier ist nun bereits bei seinem fünften Team in den letzten drei Jahren. Und überall waren die Fans froh, als er endlich wieder ging. Die Analytics lassen kein gutes Haar am 29-Jährigen. Was Nashville-GM David Poile in Gudbranson sieht, bleibt sein Geheimnis.

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