Polizeirapport
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23 Jahre nach der Tat: Mann wegen Mord in Goldküsten-Villa angeklagt

Es war vor 23 Jahren: Im Juli 1997 wurde in einer Villa in Küsnacht (ZH) eine 86-jährige Frau tot aufgefunden. Die Polizei ging von einem Tötungsdelikt aus. Während der Spurensicherung stiess sie auf die DNA eines unbekannten Mannes. Doch die Spur verlief ins Leere. 2001 stellten die Behörden ihr Verfahren gegen Unbekannt ein.

Dann, im November 2016, plötzlich eine Übereinstimmung: Im Rahmen einer Ermittlung zu einem Raubüberfall in Thun sicherte die Kantonspolizei Bern eine DNA-Spur, die zum Tatort in Küsnacht passt. Der entsprechende Mann wurde in Spanien festgenommen, in die Schweiz ausgeliefert und 2018 im Kanton Bern wegen Raubs und wegen Nötigung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Im Moment sitzt er noch hinter Gittern.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich hat inzwischen Anklage gegen den 77-jährigen Mann erhoben, wie sie am Montag mitteilt. Ihm wird vorgeworfen, am 4. Juli 1997 in der Absicht, Geld und Wertgegenstände zu entwenden, in die Villa der zum Tatzeitpunkt 86-jährigen Frau in Küsnacht eingedrungen zu sein und sie ermordet zu haben. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Damit die Zürcher Staatsanwaltschaft ihr sistiertes Verfahren wieder aufnehmen konnte, musste das Bundesamt für Justiz zuerst bei den spanischen Behörden ein Nachtragsersuchen stellen, um die bereits erfolgte Auslieferung an die Schweiz auch für den Vorwurf des Mordes nachträglich bewilligen zu lassen. Der Beschuldigte wehrte sich dagegen durch alle Instanzen – erfolglos. (mlu)

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