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epa09287105 Alvaro Morata (R) of Spain in action against Poland's goalkeeper Wojciech Szczesny (L) during the UEFA EURO 2020 group E preliminary round soccer match between Spain and Poland in Seville, Spain, 19 June 2021.  EPA/Marcel Del Pozo / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)

Das grösste Problem der Spanier: Die Chancenverwertung. Auch dieser Schuss findet das Ziel nicht. Bild: keystone

Kane, Sancho, Sané und Co. – diese Stars bereiten den grossen EM-Nationen derzeit Sorgen

Während grossen Turnieren liegt der Fokus in den einzelnen Ländern rund um die Uhr auf ihren Vertretern auf dem Fussballplatz. Vor allem, wenn die Mannschaften nicht so abliefern wie erwartet, gibt es Spekulationen um potenzielle Probleme. Womit sich die grossen Fussballnationen wie England, Spanien oder Frankreich derzeit beschäftigen, erfährst du hier.



England: Problematische Personalien

«Du hast jemanden wie Jadon Sancho auf der Bank, der letzte Saison 16 Tore und 20 Assists gemacht hat – und er wird noch nicht einmal eingewechselt», sagte Ian Wright nach Englands 0:0 gegen Schottland. Die Personalie Sancho sorgt im Mutterland des Fussballs für Aufregung. An der Europameisterschaft durfte er noch kein Spiel absolvieren. Die Angriffsstärke der «Three Lions» überzeugte trotz Stars wie Harry Kane und Phil Foden noch nicht.

«Irgendwas muss hinter den Kulissen vorgefallen sein.»

Rio Ferdinand über Jadon Sancho

England's Jadon Sancho during a training session at St George's Park, Burton upon Trent, England, Thursday June 17, 2021. (Nick Potts/PA via AP)

Jadon Sancho durfte sich bisher nur im Training zeigen. Bild: keystone

Die Ex-Nationalspieler Wayne Rooney und Rio Ferdinand forderten einen Einsatz des 21-Jährigen. Nun wird spekuliert, dass die Transferverhandlungen um Sancho Trainer Gareth Southgate sauer aufstossen und er den BVB-Star deshalb nicht aufstellt. «Was hat er getan? Irgendwas muss hinter den Kulissen vorgefallen sein», vermutet Ferdinand.

Der Rechtsaussen steht angeblich kurz vor einem Wechsel zu Manchester United. Ob das ein Grund für die Nichtberücksichtigung seitens des Nationaltrainers ist, beantwortet weder der Betroffene selbst noch der Entscheidungsträger. Die nächste Chance für einen Einsatz hat Sancho am Dienstagabend im entscheidenden Gruppenspiel gegen Tschechien.

Definitiv spielen wird dort Harry Kane, wie England-Trainer Southgate bereits bestätigte. Damit werden nicht alle englischen Fans und Experten zufrieden sein. Der ehemalige Verteidiger von Manchester United und der englischen Nationalmannschaft Gary Neville findet die Diskussion, die in England losgetreten wurde, absurd: «Man lässt seinen Kapitän und wichtigsten Torschützen nach zwei Spielen nicht einfach fallen.» Auch um den Stürmer der Tottenham Hotspur gibt es heisse Wechselgerüchte – davon lasse Kane sich aber nicht beeinflussen, wie er nach dem 0:0 gegen Schottland sagte.

England's Harry Kane, right, shakes hands with his coach Gareth Southgate as he leaves the pitch during the Euro 2020 soccer championship group D match between England and Scotland, at Wembley stadium, in London, Friday, June 18, 2021. (Facundo Arrizabalaga/Pool via AP)

Harry Kanes EM verlief bisher enttäuschend – dennoch hält Southgate an ihm fest. Bild: keystone

Deutschland: Schmollender Sané

Nach dem 4:2-Sieg gegen Portugal ist bei den Deutschen wieder alles gut – zumindest fast. Das Teamgefüge leidet an der grossen Talentdichte in der Offensive. Die Leidtragenden sind bisher vor allem Timo Werner und Leroy Sané. Beide kamen bisher nur zu Kurzeinsätzen, was für die Spieler, die in ihren Klubs so gut wie gesetzt sind, sehr frustrierend ist.

Wie «Sport1» berichtet, soll Sané im Spiel gegen Portugal negativ aufgefallen sein. Bei den Toren seiner Teamkollegen soll er als einziger Ersatzspieler sitzen geblieben sein und nur verhalten gejubelt haben. Bereits in der Vorbereitung machte er mit seiner fehlenden Körpersprache auf sich aufmerksam. An der letzten WM wurde der 25-Jährige überraschend nicht für den Kader berücksichtigt – Löw musste dafür nach dem Vorrundenaus scharfe Kritik einstecken. Der Flügelspieler hätte wichtige Impulse im schwachen Offensivspiel bringen können. Bisher fiel er aber eher durch sein Verhalten neben als auf dem Platz auf.

epa09274887 Leroy Sane of Germany in action during the UEFA EURO 2020 group F preliminary round soccer match between France and Germany in Munich, Germany, 15 June 2021.  EPA/Matthias Hangst / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)

Ein an dieser EM bisher seltenes Bild: Leroy Sané am Ball. Bild: keystone

Frankreich: Rassistische Gegner

Nach dem 1:1 gegen Ungarn gab es am französischen Team einiges auszusetzen. Der ehemalige Nationalspieler Willy Sagnol bezeichnete sie als selbstgefällig und mutmasste: «Vielleicht haben sie nach dem Sieg gegen Deutschland in der Presse zu viel gelesen und gehört.» Während der Partie waren es aber die Fans, die sich negativ bemerkbar machten.

Gemäss «L'Équipe» waren aus einem ungarischen Fanblock Affenlaute zu hören, wenn N'Golo Kanté oder Paul Pogba am Ball waren. Auch Kylian Mbappé sei rassistisch beleidigt worden. Die UEFA hat nun ein Disziplinarverfahren eröffnet, um «potenzielle diskriminierende Vorfälle in Budapest» aufzuklären.

epa09285630 Fans of Hungary attend the UEFA EURO 2020 group F preliminary round soccer match between Hungary and France in Budapest, Hungary, 19 June 2021.  EPA/Darko Bandic / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)

Die ungarischen Fans fielen bereits im Spiel gegen Portugal mit homophoben Beleidigungen gegenüber Cristiano Ronaldo auf. Bild: keystone

Niederlande: Fliegende Fans

Die Niederländer und Flugbanner – das scheint eine untrennbare Kombination zu sein. Wie schon vor dem ersten Spiel, als die Fans der «Oranje» nicht mit Frank De Boers Abkehr vom gewohnten 4-3-3 zufrieden waren, flog auch vor der letzten Partie in der Gruppe ein Flugzeug mit einem Banner über das Trainingsgelände.

Das neue Anliegen: Der «Bondscoach» soll Donyell Malen spielen lassen. Der Stürmer von der PSV Eindhoven wurde im zweiten Gruppenspiel für Wout Weghorst eingewechselt und bereitete das 2:0 vor. De Boer deutete nun an, dass er etwas rotieren werde und gegen Nordmazedonien vielleicht sogar zum 4-3-3 zurückkehren würde. Dennoch wolle er die Mannschaft nicht komplett umkrempeln.

«Bist du jetzt so schlau Frank? Bleib bei Malen.»

Spanien: Fehlende Effizienz

Das Turnier verlief aus spanischer Sicht bisher sehr enttäuschend. Das grösste Problem ist die mangelnde Chancenverwertung der Offensivspieler, allen voran von Alvaro Morata. Dieser vergab in den beiden Spielen mehrere gute Chancen und war mitverantwortlich für die ausbleibenden Erfolge gegen Schweden und Polen.

Wenn Alvaro Morata versucht, sein Handy zu laden.

Bereits vor dem Turnier hatte Spanien aufgrund der Corona-Erkrankung von Sergio Busquets und den kurzfristigen Impfungen der Nationalspieler Unruhe im Team. Dies dürfte jetzt nicht weniger geworden sein. In den spanischen Medien wird bereits davon geschrieben, dass die Mannschaft «nah am Abgrund» («Sport») sei und nicht zum Optimismus einlade («El Mundo deportivo»). Die Euphorie ist in Spanien verflogen. Am Mittwoch kann die «Furia Roja» mit einem Sieg dennoch die Achtelfinal-Qualifikation klarmachen.

Italien: Auf dem Platz läuft es zu gut

An den letzten grossen Turnieren, an denen man dabei war, sorgte Italien selbst für genügend Gesprächsstoff in den Medien. Nun da die «Squadra Azzurra» mit drei Siegen in die Achtelfinals eingezogen ist und die Aufreger ausbleiben, müssen solche ausserhalb des Platzes gesucht werden.

Einige Fernsehzuschauer beim Spiel der Italiener gegen die Schweiz glaubten, bei Fernsehmoderatorin Paola Ferrari einen solchen entdeckt zu haben. Moderiert die 60-Jährige ohne Unterwäsche? Ferrari verneint dies und scherzt: «Für die Szene wurde der VAR ja öfter eingesetzt als auf dem Feld.»

Bild

Hier hat Paola Ferrari die Beine verschränkt. bild: screenshot

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Die besten Bilder der EM 2020

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Wenn im Büro nur noch die EM regiert

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