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LANGZEITBELICHTUNG - Ein Gewitter mit zahlreichen Blitzen zieht ueber die Stadt Zuerich in der Nacht auf Freitag, 24. August 2012. Fotografiert von der

In Ermangelung eines Bildes von Gewittertierchen: Ein Gewitter mit zahlreichen Blitzen über Zürich. Bild: KEYSTONE

Eine wichtige Frage: Kündigen Gewittertierchen wirklich ein Gewitter an?

Sobald es draussen schwül und heiss ist, tummeln sich plötzlich zahlreiche kleine, schwarze Tierchen auf unserer Haut: Gewittertierchen. Warum heissen die Insekten so? Und kündigen Sie wirklich ein Gewitter an?

Jennifer Buchholz / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Bei den sogenannten Gewittertierchen oder Gewitterfliegen handelt es sich um Fransenflügler beziehungsweise Thripse (Bilder dazu findest Du hier). Sie sind bis zu drei Millimetern gross und haben lange Haarfransen an ihren Flügeln.

Auch wenn es ihr Name anders vermuten lässt, können die Insekten nicht fliegen. Stattdessen werden sie vom Wind weitergetragen. 

1. Warum landen bei schwüler Luft Gewittertierchen auf uns?

Sobald die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit steigen, erhöht sich auch die Schweissproduktion vieler Menschen. Hiervon werden Gewittertierchen angezogen. Sie landen auf der Hautoberfläche, um das salzige Sekret aufzusaugen. 

Ein weiterer Grund, weshalb Thirpse Menschen vermehrt aufsuchen, ist die Kleidung. Besonders von hellen oder knalligen Farben werden die Insekten angelockt.

2. Sind Gewittertierchen gefährlich für den Menschen?

Die meisten Thirspe-Arten ernähren sich hauptsächlich pflanzlich. Dennoch kann es vorkommen, dass sowohl die pflanzenfressenden als auch die räuberischen Gewittertierchen den Menschen stechen.

Dabei durchbohren die Insekten mit ihrem Mundwerkzeug die oberste Hautschicht. Anschliessend geben sie Speichel in die Schnittstelle. Die Wunde schwillt an. Blut saugen die Lästlinge hingegen nicht. Experten gehen davon aus, dass sie versuchen, mit ihren Mundwerkzeugen die Flüssigkeit – also den Schweiss – aufzunehmen und dabei zustechen.

Die Stiche von Gewittertierchen sind vom Aussehen her teilweise mit denen einer Mücke gleichzusetzen. Sie hinterlassen eine kleine Schwellung und lösen einen starken Juckreiz aus. Die Hautirritationen sind allerdings meist sehr kurzweilig, da der Speichel der Insekten nur in die obere Hautschicht gelangt. 

3. Gewittertierchen auf der Haut: Wie wird man sie los?

Mit einfachen Mitteln können Sie vermeiden (oder zumindest verringern), dass Gewittertierchen sich auf Ihrer Haut sammeln.

4. Sind Gewittertierchen schädlich für Pflanzen?

Viele Fransenflügler sind Pflanzensauger. Das bedeutet, dass sie mit ihren Mundwerkzeugen in die Blätter einer Pflanze stechen und anschliessend den Saft heraussaugen. Infolgedessen verfärben sich die Blätter oder Teile – wie bei einem Spinnenmilbenbefall – hell. Teilweise glänzen die Blattoberflächen silberfarben. Aufgrund dieser Vorgehensweise zählen die Fransenflügler zu den Pflanzenschädlingen. 

In Deutschland sind bisher 26 für Pflanzen schädliche, heimische Thirpse-Arten bekannt. Hierzu zählen beispielsweise

Häufig überstehen die betroffenen Pflanzen den Befall unbeschadet. Der Einsatz von Insektiziden ist daher nicht notwendig, erklären verschiedene Pflanzenschutzämter. Um die Ausbreitung einzudämmen, können Sie die Tiere mit einem Wasserstrahl aus der Sprühflasche von den Pflanzen entfernen.

Erst, wenn sich die Ausbreitung der Gewittertierchen nicht mehr eindämmen lässt und sie einen zu grossen Schaden an den Gewächsen anrichten, sollten Sie zu chemischen Mitteln greifen. Denn bei einer Thirps-Plage kann die Pflanze vertrocknen und eingehen.

AchtungDamit Gewittertierchen nicht Ihren Pflanzen schaden, sollten Sie bei schwül-warmen Wetter die Fenster geschlossen lassen. So verhindern Sie, dass die Schädlinge in Ihre Wohnung gelangen. 

Teilweise werden bestimmte Thirpse-Arten als Nützlinge eingesetzt. Dabei bekämpfen sie gezielt andere Fransenflügler-Arten, die beispielsweise Pflanzen in Gewächshäusern befallen haben.

Verwendete Quellen:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans Jürg 12.08.2020 13:34
    Highlight Highlight Als Stadtkinde kommt man wohl weniger mit Insekten in Kontakt.

    Ich habe noch nie von Gewittertierchen gehört und bewusst wohl auch noch nie welche gesehen.
  • moimoimoi 12.08.2020 12:54
    Highlight Highlight Im Artikel findet sich die Bezeichnung Thirpse, Thrispe und Thripse. Hat das Lektorat schon hitzefrei? ;-)
  • Zwiebeln haben Schichten 12.08.2020 10:12
    Highlight Highlight Weil die Titelfrage nicht beantwortet wurde:

    Auf Generalanzeiger.de gibt es einen Artikel mit dem dem gleichen Titel. Dort schreiben sie allerdings "Laut Biologen gibt es aber auch einen direkten Zusammenhang zwischen Gewittertierchen und Gewitter. Wimmelt es plötzlich von Fransenflüglern, kann das daran liegen, dass sich die Atmosphäre aufgrund elektrisch geladener Wolken verändert hat. Die Insekten sinken dann (...) zu Boden"
  • Anna Landmann 12.08.2020 09:36
    Highlight Highlight „Die Hautirritationen sind allerdings meist sehr kurzweilig“ – gute Unterhaltung, besser als Netflix?
  • Trajane 12.08.2020 07:25
    Highlight Highlight Wenn die Tierchen nicht selber fliegen können, wie können sie von Schweiss und hellen Farben angezogen werden? 🤔
  • Sharkdiver 12.08.2020 05:27
    Highlight Highlight April April? Noch nie solche gesehen oder davon gehört. Gibt es die in der Schweiz?
    • DanielaK 12.08.2020 11:53
      Highlight Highlight Thrips gibt es, ja. Mir allerdings nur als Pflanzenschädling bekannt. Andere sind mir noch nie begegnet.
  • Butschina 12.08.2020 01:17
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Endlich weiss ich was mich da zwischendurch sticht.
  • Pana 12.08.2020 00:06
    Highlight Highlight Noch nie davon gehört.
  • Darkside 11.08.2020 23:43
    Highlight Highlight Laut Wiki können die Tierchen sehr wohl fliegen.
  • lilas 11.08.2020 23:35
    Highlight Highlight Gewittertierchen? Noch nie gehört.
    Ein Bild wäre noch interessant.
  • Macrönli 11.08.2020 23:20
    Highlight Highlight Kündigen Sie nun Gewitter an?

    Bin ich die einzige, die diese Tiere nicht kennt?
    • lilie 12.08.2020 00:06
      Highlight Highlight @Macrönli: Ich bin auch nicht ganz sicher, welche Tierchen gemeint sind. Wenigstens ein Bild wer schon nett gewesen...
    • DanielaK 12.08.2020 05:24
      Highlight Highlight Ich kenne Thrips als Pflanzenschädling. Bin auch viel draussen, aber so etwas wie hier beschrieben ist mir echt noch nie begegnet. Weiss noch nicht was ich davon halten soll, die Links hab ich noch nicht durch.
    • Lord Grizzly 12.08.2020 07:48
      Highlight Highlight Nein, definitiv nicht, hab auch nie von denen gehört. Ich dachte beim Titel daher zuerst es handle sich um einen Scherzartikel ;D
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nutshell 11.08.2020 22:44
    Highlight Highlight "Kündigen Gewittertierchen wirklich ein Gewitter an?"

    Ihr beantwortet die Titel- und Einleitungsfrage im Text nicht.

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