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Weitere Klage gegen Aung San Suu Kyi – Anhörung per Videoschalte



Engineers hold posters with an image of deposed Myanmar leader Aung San Suu Kyi as they stage an anti-coup protest march in Mandalay, Myanmar, Monday, Feb. 15, 2021. The hopes of building a robust democracy in Myanmar were shattered when the powerful military toppled the elected government of Aung San Suu Kyi and her National League for Democracy party in the Feb. 1 coup. (AP Photo)

Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Aung San Suu Kyi Bild: keystone

Die Justiz in Myanmar will die vom Militär entmachtete und unter Hausarrest gestellte Regierungschefin Aung San Suu Kyi wegen eines dritten mutmasslichen Vergehens belangen.

Ihr werde nun vorgeworfen, den Frieden und die Ordnung in dem südostasiatischen Land gestört zu haben, berichtete die Nachrichtenorganisation «Mizzima News». Die frühere Freiheitsikone, die im Zuge des Putsches Anfang Februar festgesetzt worden war, wurde am Montag zum zweiten Mal per Videoschalte vor Gericht verhört.

Der 75-Jährigen werden bereits Vorstösse gegen das Import-Export-Gesetz sowie gegen das Katastrophenschutzgesetz vorgeworfen. Beobachter glauben, dass die Militärjunta die beim Volk sehr beliebte Politikerin langfristig von der politischen Bühne fernhalten will. Suu Kyi hatte in der Vergangenheit bereits insgesamt mehr als 15 Jahre unter Hausarrest gestanden. Der nächste Gerichtstermin sei für den 15. März angesetzt worden, hiess es.

In Myanmar waren am Sonntag bei landesweiten Protesten gegen den Militärputsch mindestens 18 Menschen getötet und mehr als 30 weitere Personen verletzt worden, wie die Vereinten Nationen bekannt gaben. Nach den Angaben der UN schossen Sicherheitskräfte in den beiden grössten Städten Rangun und Mandalay sowie in Dawei, Bag, Myeik und Pokokkuo mit scharfer Munition auf Menschenmassen. (sda/dpa)

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