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Nach Blutbad mit fast 80 Toten: Neue Krawalle in Ecuadors Gefängnissen



Nach heftigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden in mehreren Gefängnissen in Ecuador mit fast 80 Todesopfern ist es in einer Haftanstalt erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.

«In diesem Moment gibt es wieder Krawalle im Gefängnis von Guayaquil. Die Polizei geht erneut hinein mit der notwendigen, rationalen Gewaltanwendung. Gott schütze unsere Mitarbeiter», schrieb Polizeichef Patricio Carrillo am Mittwochabend (Ortszeit) auf Twitter.

epa09034698 Soldiers guard the Zonal 8 Deprivation of Liberty Center, one of the four Ecuadorian prisons where riots took place a day earlier, in Guayaquil, Ecuador, 24 February 2021. The number of deaths rose to 79 in a chain of violent clashes in multiple prisons in Ecuador, attributed by the authorities to a dispute between gangs for control of prisons, while not ruling out drug trafficking.  EPA/Marcos Pin

Soldaten haben die Zufahrt zum Gefängnis in Guayaquil abgeriegelt. Bild: keystone

Zuvor waren bei blutigen Auseinandersetzungen in vier Strafanstalten in Guayaquil, Cuenca und Latacunga mindestens 79 Menschen getötet worden. Schwerbewaffnete Polizisten stürmten die Gefängnisse schliesslich und brachten die Haftanstalten wieder unter Kontrolle. Dabei wurden Schusswaffen, Macheten und Messer sichergestellt.

epaselect epa09032631 View of the El Turi jail, in the city of Cuenca, Ecuador, 23 February 2021. More than 50 inmates died in a series of riots that occurred in three prisons in various cities in Ecuador, the National Police confirmed.  EPA/Robert Puglla

Randale im Gefängnis von Cuenca, am 23. Februar 2021. Bild: keystone

Auslöser der Auseinandersetzungen war offenbar ein interner Machtkampf innerhalb der Bande Los Choneros, nachdem deren oberster Anführer José Luis Zambrano alias «Rasquiña» im Dezember getötet worden war. Mehrere Fraktionen innerhalb der Gang versuchten nun, das Machtvakuum zu füllen. (sda/dpa)

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