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Kunstsammler Urs E. Schwarzenbach zahlt im letzten Moment doch noch – Auktion abgesagt



ARCHIVBILD ZUR VERURTEILUNG VON URS SCHWARZENBACH DURCH DAS BEZIRKSGERICHT BUELACH WEGEN KUNSTSCHMUGGELS, AM MONTAG, 7. MAI 2018 - Urs E. Schwarzenbach, owner of the hotel, has a glass of wine at the reopening of the Dolder Grand Hotel in Zurich, Switzerland, pictured on April 24, 2008. The hotel was built in 1899 and was one of the premier hotels in Europe. The Dolder Grand Hotel reopens its doors as a luxury City Resort after a quadrennial refurbishment and reconstruction by British architect Lord Norman Foster, who restored its original form. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Hotelbesitzer Urs E. Schwarzenbach trinkt am 24. April 2008 waehrend der Neueroeffnung des Hotels Dolder Grand in Zuerich ein Glas Wein. Nach fast vierjaehrigem Umbau zeigt sich das Dolder Grand wieder in seiner alten Pracht. Nach den Plaenen des Architekten Norman Foster wurde es auf seine urspruengliche Form von 1899 zurueckgebaut. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Doch noch bezahlt: Schwarzenbach. Bild: KEYSTONE

Überraschung im Fall um den Kunstsammler Urs E. Schwarzenbach: Die für Dienstag angesetzte Zwangsauktion im Zürcher Auktionshaus Koller ist abgesagt. Schwarzenbach hat der Eidg. Zollverwaltung doch noch rund 6 Millionen Franken Nachsteuern gezahlt.

Das Geld sei am Montagmorgen eingetroffen, sagte ein Sprecher der Zollverwaltung gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die insgesamt 158 Kunstwerke werden damit nicht zwangsversteigert.

Darunter sind Werke von Gerhard Richter, Keith Haring und des russischen Gold- und Silberschmieds Fabergé. Die Zollverwaltung wird die Situation nun analysieren und dann entscheiden, was mit den Kunstgegenständen geschieht.

Kunstwerke aus dem Dolder-Hotel

Schwarzenbach schuldet der Eidg. Zollverwaltung Millionen, weil er Kunstwerke in die Schweiz gebracht hatte, ohne die entsprechenden Einfuhrsteuern zu bezahlen. Die Zollverwaltung liess, um ihre Forderungen abzusichern, zahlreiche Kunstgegenstände beschlagnahmen.

Dabei wurden im März 2017 auch rund 30 Kunstwerke aus den Räumen des Nobelhotels Dolder abtransportiert. Bereits im Dezember 2019 wollte die Zollverwaltung eine Zwangsversteigerung von Schwarzenbachs Kunstwerken durchführen. Der Milliardär hatte sich aber auf juristischem Weg erfolgreich dagegen gewehrt.

Mit der Zahlung der rund 6 Millionen Franken vom Montagmorgen sind aber noch nicht alle Forderungen gedeckt. Die eidg. Zollverwaltung hat rechtskräftige Forderungen in der Höhe von rund 20 Millionen. Zudem sind weitere Verfahren am Laufen. (aeg/sda)

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