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Nachhaltigkeit, Die Nachhalterin

Mehr Karotte für weniger Geld. Bild: Jennifer Zimmermann

Die Nachhalterin

Nachhaltigkeit muss nicht teuer sein! So sparst du sogar Geld

Ein nachhaltiges Leben können sich nur Reiche leisten, oder? Falsch gedacht. Je nach Lebensbereich kannst du sogar Geld sparen, wenn du die klimafreundliche Route fährst (mit dem Fahrrad versteht sich). Du wirst nicht gleich in Geld schwimmen, aber auf lange Sicht doch einiges günstiger wegkommen. Ich verrate dir meine Tipps und freue mich auf deine!



Beauty & Hygiene

Frauen aufgepasst: Bekennt ihr euch auch schuldig, die WC-Papierrolle wie eine tollwütige Katze anzugreifen und Unmengen von Klopapier zu verschwenden? Ich werde euch nicht sagen, ob ihr das Papier knüllen oder falten sollt – obwohl falten bekanntlich weniger Papier braucht – aber mit ein wenig Achtsamkeit könnt ihr euren Verbrauch bestimmt reduzieren und damit auf Dauer Geld sparen. Dasselbe gilt für Haushaltspapier, Watte-Pads und Taschentücher, von denen ihr natürlich ebenso wiederverwendbare Versionen brauchen könnt, die dann in die Waschmaschine statt in den Müll wandern. Wiederverwendbare Ohrstäbchen hören sich eklig an, will ich aber demnächst ausprobieren.

Contentpartnerschaft mit WWF

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit WWF. Die Beiträge werden von der freischaffenden Journalistin Jennifer Zimmermann verfasst.

Jennifer lebt (meist) vegetarisch, duscht (zu) oft (zu) lange und wühlt zum Unbehagen mancher Familienmitglieder (fast) immer in den «Gratis zum Mitnehmen»-Kisten am Strassenrand. Als «Die Nachhalterin» schreibt sie in Zukunft für den WWF über Themen, die uns alle etwas angehen (sollten). Wer herausfinden möchte, wo er/sie in Sachen Nachhaltigkeit steht, dem sei der Footprintrechner ans Herz gelegt.

Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.

Die Menstruation nervt nicht nur Menschen mit Uterus, sondern auch die Umwelt und unsere Portemonnaies. Durchschnittlich bluten wir sechseinhalb Jahre unseres Lebens (480 Perioden) und geben rund 18'000 Dollar für Periodenprodukte aus. Für den Schweizer Franken runden wir grosszügig auf 20'000 auf, heulen wütend in unsere Kissen – oder machen uns schlau, welche Alternativen es gibt. Die Menstruationstasse habe ich mir leider noch nicht angewöhnen können, aber ich kenne viele, die darauf schwören. Sie kostet im Schnitt 30 Franken und hält gemäss Angaben der Hersteller «jahrelang»; manche reden gar von bis zu zehn Jahren.

Alle oben genannten Produkte gibt’s in Reformhäusern, bei Alnatura oder mittlerweile auch bei grossen Migros oder Coop. Periodenunterwäsche der Marke Thinx habe ich schon mal getestet und darüber berichtet.

Leider hat sie mich mässig überzeugt. Zum Schlafen oder für den Sport kommt sie bei leichten Blutungen dennoch bei mir zum Einsatz. Denn eine zusammengebauschte Binde beim Yoga ist allemal nerviger, als eine Unterhose kurz in kaltem Wasser auszuwaschen.

Lifestyle & Shoppen

Eine meiner grössten nachhaltigen Freuden ist das Ergattern von kostenlosen Kleidern und anderen Alltagsgegenständen. Wenn ich nicht gerade Dinge von der Strasse heimschleppe, so geschehen bei dem Tisch, an dem ich gerade sitze, bin ich begeistert von der Plattform «Will öpper...». Hier findest vom alten iPad übers ausgediente Fahrrad bis hin zu Essen so ziemlich alles, was du dir erträumen kannst – und zwar gratis. Die Plattform, die die Zürcherin Carla Opetnik ins Leben gerufen hat, gibt es unter anderem für Zürich, Bern, Basel, Luzern, Winterthur und etliche andere Regionen.

Die Zeiten als Second Hand noch muffige Oma-Kleiderläden bedeutete, sind lange vorbei. In vielen Brockenhäusern findest du stylishe Kleidung und auf Facebook gibt es Unmengen Gruppen, wie etwa RE-USE!, wo du günstig fast neue Kleidung findest. Unterschätze zudem nicht, dass teure Kleidung oft viel länger hält als billige Wegwerfmode. Wenn ein teures und/oder geliebtes Kleidungsstück dann doch in die Jahre kommt, ziehe doch in Betracht, es reparieren zu lassen oder mach das gleich selbst. Und wenn auch das nicht mehr geht, degradiere ich meine Kleidung schrittweise runter: zuerst wird sie zum Sport getragen, dann zum Schlafen und zum Schluss gibt’s Putzlappen daraus.

Turnschuhe sind wahre Umweltsünder und wenn es dir geht wie mir, dann hängst du sehr am einen oder anderen Paar. Seit 2020 bietet das Zürcher Unternehmen Sneakers2ndlife einen Sneaker-Reparatur-Dienst, den ich bald testen werde.

Hoch im Kurs steht auch, Dinge zu mieten statt zu kaufen. Du brauchst einen Bohrer, einen Schlitten oder Eishockey-Ausrüstung, aber nur für ein paar Tage? Bei Sharely stehen die Chancen gut, dass du den Gegenstand mieten kannst.

Nachhaltigkeit, Die Nachhalterin

Des einen Mülltonne ist der anderen Schatztruhe. Bild: Jennifer Zimmermann

Essen & Trinken

Selbst kochen spart Geld, so viel ist klar. Wenn du keine Lust dazu hast, empfehle ich dir von Herzen das Unternehmen «Too good to go», das sich mit ihrer App gegen Foodwaste einsetzt. In rund 4000 Restaurants und Läden schweizweit kannst du kurz vor Ladenschluss Essen abholen, das sonst in der Tonne gelandet wäre. So gönne ich mir immer wieder mal ein üppiges Sushi-Abendessen für knapp 14 statt 40 Franken.

Bio boomt – seit Corona erst recht: Letztes Jahr wurden 19 Prozent mehr Bio-Produkte verkauft als im Vorjahr. Sie mögen durchaus teuer sein, aber gerade bei Gemüse und Obst lohnt es sich. Bio-Karotten schmecken beispielsweise viel intensiver und während die üblichen Rüebli nach zwei, drei Tagen völlig verschrumpelt sind, bleibt die Bio-Version bis zu einer Woche knackig. So spare ich entgegen meiner Erwartung Geld und verhindere Foodwaste. Tipp, damit Karotten noch länger frisch bleiben: ein wenig Haushaltspapier zu den Karotten in den Plastiksack geben, damit die überschüssige Feuchtigkeit aufgesaugt wird.

Und noch ein Bünzli-Tipp sondergleichen: Wenn du recycelst und kompostierst, sparst du Platz im Hausmüll und somit Geld für die gebührenpflichtigen Säcke.

Nur so: Gemüse und Früchte lassen sich bestens grillieren!

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Nur so: Gemüse und Früchte lassen sich bestens grillieren!
quelle: whatsgabycooking.com / matt armendariz
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Freizeit & Arbeit

Daran, dass ÖV, Fahrradfahren und zu Fuss gehen besser sind als mit dem Auto zu fahren, muss ich euch nicht erinnern. Dass ein Auto pro Monat rund 500 Franken kostet, wusste ich hingegen bis vor kurzem nicht. Da kommt man sogar mit einem Generalabo der SBB besser weg, das rund 322 Franken monatlich kostet.

Wenn es doch mal das Auto sein soll, gibt es nebst Mobility auch 2EM, das mir mehrfach empfohlen wurde und etliche ähnliche Dienste. Wenn du selbst nicht fahren kannst oder willst, kannst du (Post-Corona) via BlaBlaCar eine Mitfahrgelegenheit suchen.

In die Herstellung eines A4-Blattes fliessen rund zehn Liter Wasser. In meinem Arbeitsalltag habe ich mir angewöhnt jedes letzte Schnippselchen Papier für Notizen zu brauchen und statt Geschenkpapier verwende ich seit Langem alte Zeitungen und Zeitschriften.

Wie sparst du mit Nachhaltigkeit Geld?

Ich streite nicht ab, dass ein nachhaltigeres Leben teuer sein kann. Aber eben nicht immer. Schlussendlich ist es für mich eine Frage der Prioritäten, die ich setze. Wenn ich mir alle paar Tage teuren Take-away Kaffee leisten kann, dann kann ich mir beispielsweise auch ab und zu die teureren Bio-Produkte leisten.

Was sind deine Tipps und Tricks, um mit einem nachhaltigen Lebensstil Geld zu sparen?

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Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

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