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Rund um Gsund

Endlich habe ich *meine* Sportart gefunden – NOT!

Sport ist mir wichtig. Wenn es irgendwie geht, versuche ich, ihn täglich in meinen Alltag einzubauen. Zwischen Job und Familienleben ist da leider der Spielraum nicht riesig. Ausser Joggen, Krafttraining oder mal eine Runde über den Vitaparcours fällt mir nicht viel ein. Aber Google hat den ultimativen Tipp für mich: Triathlon!

Sandra Casalini
Sandra Casalini



Als ich jünger war, habe ich Tennis und Basketball gespielt. Einfach zum Spass, so richtig begabt war ich nicht. Als ich mich dann für einen Job mit total unberechenbaren Arbeitszeiten entschied, und später noch zwei total unberechenbare Kinder dazukamen, war's das erstmal mit den Sportarten, bei denen man Teamkolleginnen oder Gegner braucht. Es kam, wie es kommen musste: Ich landete beim Joggen und beim Krafttraining.

Ich will Killer-Training und Trend-Sportart!

Eigentlich mag ich beides. Vor allem, wenn ichs draussen machen kann. Aber immer, wenn ich höre oder lese oder beim Scrollen durch Social Media sehe, was diese Freundin wieder für ein Killer-Training entdeckt oder dieser Promi für eine Trend-Sportart macht, denke ich mir, da müsste doch irgendwie auch für mich noch mehr drin liegen.

Ich mache, was ich in solchen Situationen immer tue: Ich frage meine Freundin Google.

«Liebe Google, welche Sportart passt zu mir?»

Es ploppen Dutzende von Tests auf. Cool. Ich meine, die Möglichkeiten scheinen riesig – irgendeiner dieser Tests wird ja wohl irgendetwas finden, das zu mir passt.

Immer wieder Triathlon!

Bei Test eins wundere ich mich zwar ein bisschen über die Fragen. Da will man wissen, wie wichtig mir eine finanzielle Absicherung ist, ob ich bereit bin, meine Meinung zu ändern und ob ich mich beim Schlangestehen vordränge. Hmmm. Man sollte wohl ehrlich sein, wenn man denn tatsächlich ein brauchbares Resultat haben will. Nun ja, ich würd das nicht Vordrängen nennen. Eher optimale Platzausnützung …

Jedenfalls attestiert mir dieser erste Test, ich sei eine Mischung aus «Stimulanz- und Dominanztyp» und als solcher seien folgende Sportarten für mich geeignet:

  1. Aerobic
  2. Bowling
  3. Segelfliegen
  4. American Football
  5. Triathlon

Interessante Mischung. Als Jane-Fonda-Verschnitt durchs Wohnzimmer turnen? Naja. Über Bowling (im Ernst?), Segelfliegen und American Football müssen wir wohl gar nicht reden - obwohl letzteres zumindest outfitmässig recht interessant wäre. Bleibt Triathlon. Ich gebe zu, dass ich gewisse Vorteile in diesem Sport sehe.

Nur schon der Gedanke, sich während der Ausübung umzuziehen hat irgendwie was Glamouröses. Und mein grösstes Problem beim Joggen wäre auch gelöst – ich müsste einfach mit Pinkeln warten, bis ich im Wasser bin. Leider gibt es auch einige bestechende Facts, die gegen Triathlon sprechen: gewisse Körperteile von mir und Velosättel sind nicht kompatibel. Rennen, Schwimmen und Radfahren sind als Einzelsportarten nun nicht gerade der Burner. Warum sollte die Kombination von allem spannender sein? Und: Sorry, aber irgendwie muss man ja doch ziemlich schräg drauf sein, um sich das freiwillig anzutun.

«Test Nummer drei schlägt mir ‹etwas Aufregendes/Neues› vor. Hindernisläufe, Surfen, Wildwasser-Raften und – tataaaaaaaa! – Triathlon.»

Test zwei fragt mich, welche Sportart ich mir niemals antun würde. Triathlon ist nicht dabei. Soll ich den Aerobic-Kurs anklicken, einfach, um Test eins ans Bein zu pissen? Ich entscheide mich dann doch für die Meditationswanderung. Test zwei nennt mich den «unabhängigen Typen». Ich brauche Sport zum Stressabbau und um Abstand vom Alltag zu gewinnen. True Story. Leider sind die Vorschläge nicht besonders kreativ: Joggen, Radfahren, Schwimmen – und die Kombination davon. Triathlon.

Weiter. Test Nummer drei schlägt mir «etwas Aufregendes/Neues» vor. Hindernisläufe – ääh ja... Zählt das tägliche Stolpern über Sneaker und Turntaschen mit dem Versuch der Integration von möglichst elegantem Socken aufheben auch? –, Surfen, Wildwasser-Raften und – tataaaaaaaa! – Triathlon. Da Surfen und Wildwasser-Raften auf dem Zürichsee schwierig sind, scheine ich hier wieder irgendwie festzustecken. Ich mach noch einen. Ihr ahnt es. Number four meint, ich sei der «Kämpfer-Typ» und als solcher «perfekt geeignet» für Sportarten wie Klettern oder Triathlon. Ich mag Klettern. Es ist halt eher weniger ein Alltagssport als eine Wochenend-Beschäftigung. Bleibt ... ich mag es nicht mal mehr aufschreiben.

Es geht noch besser ...

Come on! Es muss doch noch einen Test geben, der mir was Vernünftiges vorschlagen kann. Oder zumindest nicht Triathlon. Test fünf ist meine Rettung. Here we go!

Uuuuuund ... Test fünf setzt noch einen drauf: «Dich faszinieren die verschiedensten Sportarten. Die ideale Sportart für dich wäre daher QUADRATHLON!!!!!!!

Die noch recht junge Sportart setzt sich aus Schwimmen, Radfahren, Kanufahren und Laufen zusammen.»

Danke, Google. Ich geh dann mal eine Runde rennen. Und zwar nur rennen.

Was ist euer liebster Sport? Teilt eure Tipps in der Kommentarspalte. Oder schaut mal, was bei all den Sporttests bei euch so rauskommt!

Sandra Casalini, bei sich zu Hause in Thalwil, am 04.12.2018, Foto Lucian Hunziker

bild: Lucia Hunziker

Über die Autorin:

Sandra Casalini schreibt über mehr oder weniger alle und alles, was ihr über den Weg läuft – immer gnadenlos ehrlich und mit viel Selbstironie. Genau so geht sie auch den Blog «Rund um Gsund» an, der ab sofort alle zwei Wochen auf watson erscheinen wird. Bei dem Thema Gesundheit verhält es sich bei Sandra gleich wie mit der Kindererziehung: Sie ist keine Expertin, aber kommt mit beidem irgendwie klar. Manchmal mit Hilfe, manchmal ohne.

Casalinis Texte erscheinen regelmässig im Elternmagazin «Fritz und Fränzi» und der «Schweizer Illustrierten». Bei der SI gewährt sie zudem wöchentlich Einblick in ihr Leben mit pubertierenden Kids im Blog «Der ganz normale Wahnsinn».

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