Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Wohnungsmieten gehen weiter runter



ABD0033_20141117 - WIEN - ÖSTERREICH: THEMENBILD - Illustration zum Thema Miete / Wohnungen / Wohnbau / Mietpreise / Eigentum / Immobilien. Im Bild: Schlüsselübergabe für eine bezugsfertige Wohnung fotografiert am Mittwoch, 12. November 2014, in Wien (+++gestellte Szene+++). - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH

Wohnen für weniger Geld: Das ist die Prognose. Bild: APA

Da immer noch fleissig gebaut wird, die Nachfrage nach Wohnungen künftig aber eher sinken dürfte, erwarten die Immobilienexperten von Wüest Partner auch im nächsten Jahr fallende Wohnungsmieten. Eigentum hingegen bleibe gesucht und vor allem teuer.

Wer aktuell eine neue Bleibe sucht, hat laut der Immobilienberatungsfirma trotz oder gerade wegen der Coronakrise bessere Chancen als auch schon. «Die Zahl der inserierten Wohnungen ist in den letzten Zeit hoch geblieben», heisst es in der am Donnerstag veröffentlichten Herbstausgabe des «Immo-Monitoring».

Dies liege einerseits daran, dass die Bautätigkeit wegen den attraktiven Renditen immer noch hoch sei und die Leerstände – wenn auch weniger schnell als auch schon – weiter stiegen. Andererseits erwartet das Immobilienunternehmen ein geringeres Bevölkerungswachstum.

Mehr Wohnungen – weniger Nachfrage

Aktuell seien bereits «tiefe Bremsspuren» bei der Zuwanderung von Kurzarbeitern zu beobachten, heisst es in der Studie weiter. Dies wiederum dürfte sich verzögert in den Zahlen der ständigen Wohnbevölkerung niederschlagen.

Aufgrund dieser auseinandergehenden Schere zwischen intensiver Neubautätigkeit und stagnierender bis rückläufiger Nachfrage rechnen die Immobilienexperten von Wüest Partner mit im Durchschnitt sinkenden Mieten bei den inserierten Wohnungen. Konkret wird für das nächste Jahr von einem Rückgang von 1,2 Prozent ausgegangen.

Eigentum knapper und teurer

Im Gegensatz dazu habe die Suche und Nachfrage nach Wohneigentum aus mehreren Gründen stark zugenommen. Dazu zähle etwa der höhere Platzbedarf im Zuge der vermehrt zu Hause geleisteten Arbeit oder dem privat zu nutzenden Aussenraum bei Eigentumsobjekten.

Es werde aber auch aufgrund der Finanzierbarkeit immer schwieriger, Wohneigentum zu finden. «In der Nähe der hochpreisigen Zentren ist der Anteil der Objekte, die weniger als eine Million Franken kosten, stark beschränkt», heisst es im Bericht.

Als übergeordneter Faktor bestehen bleiben derweil – bei ausreichendem Budget – die tiefen Hypotheken. Da die Zinsen aufgrund der geldpolitischen Massnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin sehr tief ausfallen dürften, blieben die Finanzierungskosten für Wohneigentum vielerorts tiefer als die Mieten. (aeg/sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

37 Wohnungsinserate, die jeden Mieter abschrecken

Zürcher Genossenschaft vermietet Wohnungen an Nichtraucher

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

3 Hauptargumente der KVI-Gegner auf dem Prüfstand

Der Kampf um die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) tobt unerbittlich. Dabei argumentieren die Gegner auch mit Vorwürfen, die sich bei genauerer Betrachtung als falsch herausstellen. Drei Argumente im Prüfstand.

Im Abstimmungskampf zur KVI gehen die Wogen hoch. Ja-Fahnen zieren jeden zweiten innerstädtischen Balkon, die Initianten machten diese Abstimmung zur teuersten aller Zeiten. Auf der anderen Seite werden die Initianten auf Facebook in einer Verleumdungskampagne als «linke Krawallanten» verunglimpft und Ueli Maurer wird «bei der Arroganz, die hinter dieser Initiative steckt, fast schlecht».

So hart die Bandagen in diesem Kampf sind, so knapp wird wohl auch das Ergebnis werden. Momentan liegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel