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Argentinische Staatschefin Kirchner wird nicht angeklagt



Die argentinische Justiz hat eine Anklage gegen Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner abgewiesen. Sie stand im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von 1994 gegen ein jüdisches Gemeindehaus.

Argentina's President Cristina Fernandez de Kirchner waves as she leaves after the opening session of the 133rd legislative term of Congress in Buenos Aires March 1, 2015.  REUTERS/Martin Acosta (ARGENTINA - Tags: POLITICS PROFILE)

Cristina Fernández de Kirchner winkt dem Volk zu. Bild: MARTIN ACOSTA/REUTERS

Das Berufungsgericht von Buenos Aires urteilte am Donnerstag, es bestehe kein Anlass für einen Prozess gegen Kirchner wegen mutmasslicher Vertuschungsmanöver zugunsten der iranischen Verdächtigen. Bei dem Attentat gegen das Gemeindehaus Amia in der argentinischen Hauptstadt wurden 85 Menschen getötet. Die Anklage lehnt das Urteil als «spekulativ» ab.

Die Beschuldigung war erstmals im Januar vom Sonderstaatsanwalt des Amia-Falles Alberto Nisman vorgetragen worden. Er wurde wenige Tage später in seiner Wohnung mit einem Kopfschuss tot aufgefunden. Die Justiz ermittelt noch, ob er Suizid beging oder ermordet wurde.

Weitere Staatsanwälte übernahmen die Anklage vor Gericht und legten nach der Abweisung in erster Instanz Berufung ein. Auch die zweite Ablehnung kann noch vor dem Kassationshof angefochten werden.

Argentinien und Iran hatten 2013 ein Memorandum unterzeichnet, nach dem eine gemeinsame Wahrheitskommission die Untersuchung des Attentats unterstützen sollte. Nisman hatte anhand von abgehörten Telefongesprächen der Regierung nahestehender Politiker und eines mutmasslichen iranischen Verbindungsmanns befunden, dass das Memorandum das Ziel verfolgte, die Fahndung via Interpol nach den verdächtigten Iranern einzustellen. Das Memorandum trat nie in Kraft, weil es das iranische Parlament nicht ratifizierte. (feb/sda/dpa)

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