DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Polizisten vor Gericht

Luganeser Polizisten verprügelten Mann und setzten ihn im Wald aus

Bei einer Kontrolle im Bahnhof Lugano nahmen zwei Polizisten einen betrunkenen Mann fest und verprügelten ihn in einem abgelegenen Waldstück.



Zwei Stadtpolizisten von Lugano sollen am 27. März 2013 im Dienst einen Rumänen geschlagen und im abgelegen Grenzort Arogno TI ausgesetzt haben. Die beiden Tessiner im Alter von 28 und 29 Jahren müssen sich vor dem Strafgericht Lugano wegen Freiheitsberaubung, Entführung, Amtsmissbrauch, Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung verantworten.  

Gemäss Anklageschrift ereignete sich der Übergriff auf den 37-jährigen Rumänen im Rahmen einer Kontrolle am Bahnhof Lugano. Der Ausländer soll betrunken und in einen Streit verwickelt gewesen sein. Ein Fehlverhalten habe ihm aber nicht nachgewiesen werden können. Dennoch nahmen die beiden Polizisten den Mann im Auto mit und fuhren mit ihm rund 20 Minuten in den etwa 16 Kilometer entfernten, abgelegenen Grenzort Arogno TI oberhalb von Campione d'Italia (I). Dort brachten sie den Rumänen in ein Waldstück, schlugen mehrfach auf ihn ein und verschwanden daraufhin. 

Ein Autofahrer entdeckte später den bei nur knapp zwei Grad umherirrenden Rumänen und alarmierte die Kantonspolizei, die den Verletzten in ein Spital brachte. Die beiden Stadtpolizisten wurden vom Dienst suspendiert. Der Prozess wird von zahlreichen Zuschauern verfolgt, darunter vielen Polizisten. Der Termin der Urteilsverkündung ist noch nicht bekannt. (sda/whr)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Frauen der Geschichte

Goeie Mie – die nette Giftmischerin von nebenan

Das Urteil fiel am 1. Mai 1885 und lautete auf lebenslänglich. Die 45-jährige Maria Catharina Swanenburg, bekannt als «Goeie Mie» («Gute Mia»), sollte die restlichen knapp 30 Jahre bis zu ihrem Tod im Zuchthaus verbringen. Drei Giftmorde wurden ihr zur Last gelegt. Begangen hat sie bedeutend mehr – vermutlich vergiftete die Frau, die als schlimmste Giftmörderin im «Guinness-Buch der Rekorde» verzeichnet ist, mehr als hundert Leute, von denen 27 nachweislich starben.

Die berüchtigtste …

Artikel lesen
Link zum Artikel