DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Geht es Polizeivorsteher Richard Wolff an den Kragen? Die Staatsanwaltschaft darf wegen Polizeikessel beim Zürcher Derby ermitteln



Die Zürcher Staatsanwaltschaft darf gegen die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes beim Fussball-Derby FCZ gegen GC ermitteln. Polizeivorsteher Richard Wolff (AL), Kommandant Daniel Blumer und diversen Polizisten wird Freiheitsberaubung und Nötigung vorgeworfen.

FCZ-Fans waren im Vorfeld des Fussballmatchs von der Polizei gestoppt, eingekesselt und einer Personenkontrolle unterzogen worden. Grund dafür war, dass beim Fanmarsch zahlreiche Pyros gezündet worden waren. Die rund 750 FCZ-Anhänger wurden daraufhin mehrere Stunden lang festgehalten.

1 / 9
Einkesselung vor Zürcher Derby
quelle: forms://13/13443
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Ermächtigung wurde am Freitag erteilt

Dagegen wehrten sie sich mit einer Strafanzeige. Sie werfen den Verantwortlichen des Polizeieinsatzes Freiheitsberaubung, Nötigung, Tätlichkeiten und andere Delikte vor. Wird gegen Beamte Strafanzeige eingereicht, muss das Obergericht die Staatsanwaltschaft von Gesetzes wegen ermächtigen, eine Ermittlung einzuleiten.

Diese Ermächtigung erteilte das Gericht am Freitag. Richard Wolff habe den Entscheid zur Kenntnis genommen, bestätigte ein Sprecher des Polizeidepartements am Samstag eine Meldung der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Er wolle nun das weitere Verfahren abwarten.

Die Staatsanwaltschaft muss nun klären, inwieweit Wolff und Blumer in den Polizeieinsatz involviert waren und ob ein Strafverfahren gegen sie eröffnet werden soll.

Stadtrat Richard Wolff spricht an der Medienkonferenz anlaesslich seiner 100 Tagen im Polizeivorstand der Stadt Zuerich am Dienstag, 17. September 2013, im Stadthaus in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Muss sich Polizeivorsteher Richard Wolff bald vor Gericht für den Polizeieinsatz verantworten? Bild: KEYSTONE

Polizei sucht Fussballrowdys im Netz

Auch gegen die Fans laufen im Zusammenhang mit dem Derby vom 21. Februar verschiedene Verfahren. So gaben die Zürcher Stadtpolizei und die Staatsanwaltschaft diese Woche bekannt, dass sie im Internet nach vier FCZ-Fans fahnden. Diese sollen während der Einkesselung die Polizisten von aussen mit Steinen, Pyros und Gegenständen beworfen und verletzt haben.

Weil die polizeilichen Ermittlungen bisher erfolglos waren, werden die Bilder der Verdächtigen am kommenden Montag verpixelt auf der Homepage der Stadtpolizei aufgeschaltet. Falls sich die Gesuchten dann immer noch nicht melden, sollen eine Woche später die unverpixelten Fotos veröffentlicht werden. (lhr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Raser-Kiddys, Drifter und zwei erfolglose Fluchten – strenge Nacht für die Kapo Zürich

Die Zürcher Kantonspolizei hat in der Nacht auf Auffahrt drei Raser verhaftet, darunter einen 14-jährigen Schweizer. Zwei von ihnen versuchten erfolglos zu flüchten. Der Lenker eines Fluchtfahrzeugs wurde leicht verletzt. Auch ein Polizeifahrzeug wurde beschädigt.

Ein 23-jähriger Schweizer beschleunigte sein leistungsstarkes Fahrzeug in Elgg aus dem Kreisverkehr heraus, wie die Zürcher Kantonspolizei mitteilte. Nach einigen Metern auf der Bahnhofstrasse habe der Lenker die Kontrolle über sein …

Artikel lesen
Link zum Artikel