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Zerbrochenes Sparschwein

Was ist mit dem Geld, wenn die Bank nicht mehr existiert? Bild: shutterstock.com

Money Matter

Sorgen wegen Negativzinsen: «Was passiert, wenn meine Bank Pleite geht?»

Reto (41): «Die gegenwärtige Situation im Finanzwesen mit Negativzinsen macht mir Angst. Was passiert mit meinem Geld, wenn meine Bank Pleite geht?»

Frédéric Papp / Comparis



Lieber Reto

Spareinlagen bei Banken sind grundsätzlich bis 100'000 Franken durch den so genannten Einlageschutz gesichert. Beachte aber: Der Einlageschutz gilt nur pro Kunde und nicht pro Konto. Der Einlageschutz ist auf 6 Milliarden Franken beschränkt.

Das klingt zwar nach viel. Faktisch ist es aber eher wenig, wenn es eine grössere Bank «lupft». Im Extremfall könntest du somit nicht dein ganzes Geld zurückbekommen. Tipp: Verteile dein Geld auf mehreren Konti bei verschiedenen Banken – besonders bei Ersparnissen über 100'000 Franken.

Schulden bleiben Schulden

Banken mit Staatsgarantie haften indes für sämtliche Einlagen. Die meisten Kantonalbanken kennen einen solchen umfassenden Schutz.

Allerdings: Die Banken der Kantone Bern, Genf und Waadt verfügen über keine oder eingeschränkte Staatsgarantie. Vorsicht ist auch bei bankähnlichen Instituten angezeigt. Die Coop Depositenkasse etwa ist die Betriebskasse der Coop-Gruppe Genossenschaft und daher keine Bank. Dein Vermögen ist dort nur so sicher wie die Firma selber.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Und wie sieht es mit Schulden wie Privatkredite oder Hypotheken aus? Diese lösen sich leider nicht in Luft auf, wenn die kreditgebende Bank verschwindet. Auch die Schuldzinsen sind weiter zu zahlen. Hypotheken oder Privatkredite werden im Konkursfall in der Regel an andere Banken weiterverkauft oder ausserordentlich gekündigt.

Gold besser physisch

Stecken Teile deines Vermögens in Wertschriften wie Aktien, Obligationen oder in Anlagefonds, besteht wenig Gefahr bei einer Bankenpleite. Die Bank agiert nur als Verwalterin derWertschriften. Geht sie bankrott, werden die Wertpapiere dem Eigentümer ausgehändigt oder etwa auf eine andere Bank übertragen. Aber Achtung: Hältst du beispielsweise Aktien der konkursiten Bank selber, sind diese nicht speziell geschützt.

Noch ein letztes Wort zu den sogenannten Metallkonten. Das sind Konten, auf denen statt Bargeld Edelmetalle wie Gold oder Silber verbucht werden. Im Konkursfall werden Metallkonten nicht privilegiert behandelt. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kauft Gold daher physisch und legt es in den Banksafe.

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