DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Illustration: FH SCHWEIZ/Flavia Korner

Work in progress

So funktioniert ein gutes Team

Gib's zu: Auch du sagst in jedem Bewerbungsgespräch, dass du ein toller Teamplayer bist. Was ja auch wichtig ist – gute Teamarbeit ist viel wert. Und ein gutes Team ist nicht gottgegeben, sondern kann sehr wohl «geformt» werden. Und zwar so.

Guy Studer



Einzelkämpfer sind von gestern. Oder netter gesagt: die berühmte Ausnahme, welche die Regel bestätigt. Wer heute etwas erreichen will, macht das am besten im Team. Motivierte Teammitglieder sind kreativer und effizienter. Das spart Kosten und Nerven. Wirklich neu ist diese Erkenntnis ja nicht. Doch was ist das Rezept?

Gemäss Astrid Hausherr Fischer, Head of Learning Campus der Siemens Schweiz, muss die Teamleitung sich bewusst sein, dass es sich lohnt, nicht nur in die Führung der einzelnen Mitarbeitenden, sondern auch in die Teamführung zu investieren. «Schliesslich profitieren alle davon, wenn eine gesunde Vertrauensbasis herrscht, man ermuntert wird, Verantwortung zu übernehmen, und gute Resultate erzielt werden», so Hausherr Fischer, die auch als Dozentin an der Kalaidos Fachhochschule Team-Leadership behandelt.

Contentpartnerschaft mit FH Schweiz

Die Beiträge dieses Blogs stammen vom Dachverband der Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen (FH Schweiz). Darin geht es um Arbeit, Karriere sowie Aus- und Weiterbildung. Es handelt sich nicht um bezahlten Content. (red)

Niemals auf sein Team verzichten würde auch der erfolgreiche Jungunternehmer Tobias Gunzenhauser. Zusammen mit zwei Freunden gründete er vor vier Jahren das Startup yamo, das Babybrei aus natürlichen Zutaten herstellt und seither auf gut 40 Mitarbeitende angewachsen ist. «Ich würde jedem abraten, eine Firma alleine zu gründen», sagt er. «Suche Leute, die genauso crazy sind wie du.» Das ist natürlich leicht gesagt. Deshalb hier ein 5-Punkte-Plan, auf was es ankommt, damit ein Team auch Erfolg hat.

Zusammensetzung

Bild

Astrid Hausherr Fischer, Head of Learning Campus der Siemens Schweiz. Bild: zvg

Diversität ist entscheidend, nicht nur bei den erlernten Fähigkeiten, «sondern auch zwischen Männern, Frauen, Nationalitäten, Alter, Persönlichkeiten», so Astrid Hausherr Fischer. Bei den Persönlichkeiten sollten drei Stärken im Team vertreten sein: Die Wissensorientierten, die Handlungsorientierten und die Kommunikationsorientierten. Speziell bei kleineren Unternehmen spielt auch der «Spirit» eine wichtige Rolle. «Wir wollen von Bewerbern spüren, ob sie ebenfalls mit uns etwas erreichen, etwas reissen wollen – ohne aber mit den Ellbogen zu kämpfen», so Gunzenhauser.

Gemeinsame Zielsetzung

Bild

Jungunternehmer Tobias Gunzenhauser bild: zvg

Absolut zentral. «Ein gemeinsamer Auftrag und die Ausrichtung müssen klar kommuniziert, gemeinsam diskutiert und interpretiert werden», so Hausherr Fischer. «Eine kurze Ansprache des Teamleiters oder eine Folie dazu reichen nicht.» Auch die Frage zum Sinn und Zweck der Ziele und des Auftrages soll gestellt werden, das ist für das Commitment und das «Wir-Gefühl» positiv.

Vertrauen

«Es ist eine Aufgabe der Führungsperson, psychologische Sicherheit zu vermitteln», sagt Hausherr Fischer. Vertrauen könne gezielt aufgebaut werden. So dass sich die Mitarbeitenden auch trauen, sich kritisch zu äussern und eine offene Kultur entsteht. Auch ein wichtiger Punkt untereinander im Team, wie Gunzenhauser anmerkt: «Man muss offen sein, auch mit den Gefühlen. Immer unverblümt, aber trotzdem anständig.»

Feedback

Vertrauen entsteht auch durch eine gute Feedback-Kultur. Hier ist wiederum die Führung gefragt, aber nicht nur. Feedback erteilt man per «Ich-Botschaft» («Ich erlebe das so …»), beschreibend und nicht bewertend. Kurz zusammengefasst wird nach folgendem Schema Feedback erteilt: Wahrnehmung-Wirkung-Wunsch. Doch auch Feedback anzunehmen will gelernt sein: Mit Verständnisfragen und nicht, indem man sich in den Verteidigungsgraben wirft.

Toleranz

«Verstehen, dass jemand anders tickt und wie er tickt», so Gunzenhauser, sei ein wichtiger Schlüssel. «Ich frage mich auch: Wie kann ich mit dem anderen umgehen, wo sind seine Stärken und Schwächen? Darauf muss ich mich einstellen.»

Und bei allen guten Ratschlägen gilt: Teamführung ist Arbeit. «Die Teamleitung muss verstehen und sich damit auseinandersetzen, wie ein Team funktioniert», so Hausherr Fischer. Wie schon erwähnt: Eine Folie reicht nicht. Es lohnt sich, Zeit und Arbeit zu investieren. Diese sind gut angelegt.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Dating-Tipps anno 1938

1 / 15
Dating-Tipps anno 1938
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Cambridge Analytica: Der Skandal einfach erklärt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emma Amour

Mein Fussball-Märchen mit Kathi-Kate-Cat und Pat

Shit, ist das krass! Die Schweizer Nati qualifiziert sich nicht nur für das Viertelfinale, nein, die Jungs hauen auch grad noch den Weltmeister aus dem Rennen. Was hab ich die Männer gefeiert. Auch wenn ich am Ende mit einer Frau rummachte.

Nicht nur, weil die Schweizer Nati Geschichte schrieb, geht der vergangene Montag in die Geschichte ein. Auch für mich war die Nacht nach dem Match gegen Frankreich so ereignisreich, dass ich nie, nie, nie meinen Enkel-Kartoffeln davon erzählen werde.

Aber von Anfang an. Ich gabs mir ja hart. Hab zuerst das Spiel Kroatien gegen Spanien geschaut. Und zwar beim Public Viewing. Ich war Team Kroatien. Obwohl ich diese Karo-Trikots unmöglich finde.

Aber da in dieser Gartenbeiz war ein Kroate, der es …

Artikel lesen
Link zum Artikel