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iPhone 7, Oktober 2016

Da liegt es, das neue Apple-Handy. Nach dem Fotoshooting muss es zurück in die Hülle ... bild: watson

Mein erstes iPhone mit Schwänzchen 😂

Der watson-Redaktor hat das iPhone 7 seit mehreren Wochen im Dauereinsatz. Hier sind die persönlichen Eindrücke in (relativ wenig) Text und viel Bild.



Zuerst zwei Hinweise in eigener Sache:

1. Das ist kein iPhone-Review im herkömmlichen Sinn. Den Testbericht unseres Hardware-Spezialisten Matthias Kremp (von Spiegel Online) hat watson bereits vor dem Schweizer Verkaufsstart veröffentlicht. Der Link ist in der Story-Sammlung am Ende dieses Beitrags zu finden. Und ja, der deutsche Kollege konnte auch das iPhone 7 Plus ausgiebig testen, was mir verwehrt blieb ...

2. Transparenz ist wichtig, darum sollen die watson-Leserinnen und -Leser wissen: Apple stellt dem Redaktor ein iPhone 7 als Testgerät zur Verfügung. Es ist eine langfristige Leihgabe, das Gerät geht voraussichtlich in einem Jahr zurück.

Apple bezweckt mit solchen Leihgaben, dass die Tech-Journalisten kennen, worüber sie schreiben, und der Konzern gibt ihnen uns damit auch für spätere Berichte die neuste Hardware zur Hand.

Kauft sich der iPhone-Hersteller damit eine unkritische Berichterstattung? Sicher nicht. An die Abgabe sind keine Bedingungen geknüpft. Und auch nach negativen Berichten (wie zum Beispiel diesem hier) werden weiterhin Testgeräte abgegeben.

Ich wundere mich nur, warum es andere Smartphone-Hersteller Apple nicht längst gleichtun und ihre Flaggschiffe ebenfalls zwecks sachkundiger Berichterstattung langfristig abgeben. Das wären dann gleich lange «Spiesse» ...

Doch genug getratscht, hier nun sind meine Eindrücke und Praxis-Tipps nach mehrwöchigem Dauer-Einsatz.

Mein erstes iPhone mit Schwänzchen

Das iPhone 7 fühlt sich ganz so an wie das iPhone 6S vom letzten Jahr. Wenn der weisse «Fortsatz» nicht wäre ...

iPhone 7, Oktober 2016

Absolut dicht: Dem neuen iPhone machen Staub, Dreck und Sand nichts aus. Bild: watson

Apple hat die Kopfhörer-Buchse abgeschafft. Die gute Nachricht: Die Geräte-Unterseite ist nun perfekt für Adrian Monk ...

iPhone 7, Oktober 2016

Bild: watson

Und die schlechte Nachricht: Für herkömmliche Ohrstöpsel braucht's neuerdings diesen Adapter (Lightning/3,5-Millimeter-Klinkenstecker)

iPhone-Zubehör

Das Teil (9 Franken) liegt dem neuen iPhone bei, wie auch EarPods mit Lightning-Anschluss. Bild: watson

Resultat: Sieht komisch aus und fühlt sich auch merkwürdig an (vor allem in der Hosentasche)

iPhone 7, Oktober 2016

Man könnte das Teil natürlich auch an den Ohrstöpseln dranlassen, aber ... Bild: watson

Wenn man das Adapter-Kabel nicht am iPhone eingesteckt lässt, sucht man es wenig später mit an SICHERHEIT GRENZENDER WAHRSCHEINLICHKEIT!

Wichtig: Mit dem iPhone 7 sollte man (längere) Telefongespräche immer mit Headset führen, statt das Gerät ans Ohr zu halten! Die neuen Apple-Handys haben einen hohen SAR-Wert 😳

Bild

Die in Kopfnähe gemessene Strahlung ist höher als bei früheren iPhone-Modellen, liegt aber selbstverständlich noch unter dem gesetzlichen Grenzwert. bild: watson

Die Fachzeitschrift «Macwelt» relativiert den beunruhigenden Befund:

«Das klingt zuerst nach einem echten Problem für gesundheitsbewusste Apple-Kunden, allerdings haben die SAR-Werte einen Haken: Sie sind in der Praxis wenig aussagekräftig und werden aus guten Gründen nur noch selten in Smartphone-Tests genannt.»

quelle: macwelt.de

Und wenn man gleichzeitig telefonieren und den Akku aufladen will? Voilà.

Mit dem iPhone 7 ins Meer

Ein Wort zum Akku

Apple verspricht eine längere Akkulaufzeit im Vergleich zum iPhone 6S, davon habe ich in den letzten zwei Wochen allerdings wenig gemerkt. Auch wenn das iPhone 7 abends noch ein paar Prozentpunkte mehr angezeigt hat: Nach einem intensiven Tag muss das Gerät an die Steckdose. Ein ganzes Wochenende ohne «Auftanken» durchhalten? Das bleibt enttäuschenderweise (vorerst) ein Ideal, das Apples Chefdesigner Jony Ive (siehe weiter unten) dem Schlankheitswahn geopfert hat.

Das Ende ist nah

Hochgerechnet verbringen wir ein halbes Leben mit dem Entwirren von EarPod-Kabeln, doch damit ist bald Schluss ...

iPhone-Zubehör

Bild: watson

Die kabellosen AirPods (Bluetooth-Ohrstöpsel) verzögern sich. Was wir schon wissen: Sie kosten ein Gewehr 179 Franken.

People check out the new ear buds after an event to announce new Apple products, Wednesday, Sept. 7, 2016, in San Francisco. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

Apples weisse Ohrstöpsel ohne Kabel. Bild: Marcio Jose Sanchez/AP/KEYSTONE

Es wäre ein geschickter Schachzug der Kalifornier gewesen: Das interessanteste Zubehör wollten sie ein paar Wochen nach dem iPhone 7 lancieren und so mitten im Vorweihnachtsgeschäft wertvolle Publicity erhalten. Daraus wird nichts: Apples kabellose Ohrstöpsel, die «AirPods», kommen später. Irgendwann.

PS: Die neuen Bluetooth-Ohrstöpsel haben sich bei einem Hands-on-Test äusserst vielversprechend angefühlt und angehört. Ob sie bei ruckartigen Bewegungen (Joggen etc.) zuverlässig im Ohr bleiben, wird sich zeigen.

R.I.P. Homebutton

Das iPhone 7 besitzt keinen echten mehr.

Homebutton iPhone 7

bild: watson

Das ist gewöhnungsbedürftig, weil man sich in den ersten Tagen an die neue Druck-Intensität herantasten muss. Zu Beginn fällt es mir sogar schwer, durch einmaliges Drücken zum Home-Screen zurückzukehren, nicht zu sprechen vom «Doppel-Klick», um zwischen geöffneten Apps hin- und herzuwechseln.

Zwei Wochen später fühlt sich das sanfte Vibrieren, das von der neuen «Haptic Engine» ausgeht, völlig normal an. Ja, ich frage mich bereits, wie das früher mit dem Homebutton war.

Aus praktischer Sicht ist der Verzicht auf den physischen Knopf auf jeden Fall zu begrüssen. Das wohl am stärksten beanspruchte mechanische Element ist nun weg, das heisst, eine der häufigsten und kostspieligen Reparaturen bei älteren (und alten) iPhones gehört bald der Vergangenheit an.

Das Motörchen, das sich links unten im Gehäuse versteckt, ungefähr da, wo früher die Kopfhörerbuchse war, liefert auch für andere User-Interaktionen ein spürbares «Feedback». Wer sich nicht daran gewöhnt, schaltet das «Zucken» einfach ab.

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Pfad: > Einstellungen > Töne & Haptik.

Jonys Vermächtnis

Apples Design-Guru Jony Ive muss man nicht mehr vorstellen. Der Brite mit «Sir»-Titel zeichnet für die sanften Kurven des iPhones verantwortlich. Zwar ragt die Kamera immer noch aus der Geräterückseite hervor, doch immerhin ist es gelungen, die hässlichen Antennen-Streifen an den Rand zu verlegen. Aber genug der Worte, lassen wir Bilder sprechen ...

Die Gold-Weiss-Kombination (nicht meine erste Wahl)

iPhone 7, Oktober 2016

bild: watson

Das Gold sieht aber (zugegeben) nicht kitschig aus

iPhone 7, Oktober 2016

Bild: watson

Die weisse Vorderseite ist bei viel Sonne sehr hell

iPhone 7, Oktober 2016

Bild: watson

Die Kameralinse ragt weiterhin aus dem Gehäuse

iPhone 7, Oktober 2016

Bild: watson

Es gäbe das iPhone 7 auch noch in schwarzem Klavierlack («Jet Black»), aber offensichtlich bislang nicht in ausreichender Stückzahl. Apple hatte jedenfalls kein Testexemplar mehr übrig ...

Momoko Toyotake tries to use Apple's new iPhone 7 in the new jet black colour on display, after the new iPhone 7 went on sale at the Apple Store at Tokyo's Omotesando shopping district, Japan, September 16, 2016.    REUTERS/Issei Kato

Bild: ISSEI KATO/REUTERS

Ein brillantes Display, aber wann kommt endlich das unkaputtbare?

Der LCD-Bildschirm lässt bezüglich Farbdarstellung keine Wünsche offen. Das Spiegeln hält sich in Grenzen.

iPhone 7, Oktober 2016

Bild: watson

Die Bildschirm-Spezialisten des unabhängigen Online-Mediums Display Mate sind voll des Lobes für das iPhone-Display. Es sei der beste LCD-Bildschirm, den sie je getestet hätten. Die Apple-Ingenieure hätten Aussergewöhnliches geschafft ...

Im Testbericht wird aber auch erwähnt, dass die Zukunft der Smartphone-Displays der OLED-Technologie gehöre. Apples grösster Konkurrent Samsung setzt bereits darauf. Laut Gerüchteküche wird es beim iPhone 8 so weit sein.

Die neue Hülle ist genial

Ob Schaf, Kamel oder welche Tierhaut auch immer: Es ist ein Stück Leder, das 45 (!) Franken kostet, sich aber definitiv lohnt.

Bild

bild: watson

Im Vergleich mit der Vorjahres-Hülle erleichtern die neuen metallischen Knöpfe (Lautstärke & Power) die Bedienung

iPhone 7, Oktober 2016

Bild: watson

Noch glänzt das Leder und ist zu wenig abgegriffen ...

iPhone 7, Oktober 2016

Bild: watson

«Form follows function»: Das nach wie vor zerbrechliche iPhone-Display ist dank Lederrand relativ gut bei Stürzen geschützt

iPhone 7, Oktober 2016

Bild: watson

Die Kamera ist auf hohem Niveau eine Enttäuschung

Mit dem iPhone 7 gelingen Schnappschüsse einfach so

Fotografiert mit iPhone 7

bild: watson

Bei wenig Licht ist es erwartungsgemäss schwierig ...

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bild: watson

Bewegliche Ziele sind kaum «scharf» zu erwischen

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bild: watson

Dafür wirken die Farben extrem realistisch

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bild: watson

Optische Bildstabilisierung (= weniger wackeln) gibt's endlich auch beim kleineren iPhone-Modell

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Video: YouTube/Daniel Schurter

Mit diesen Apps holt man mehr aus Schnappschüssen raus

Ganz dicht, aber ...

Das iPhone 7 hält viel mehr als ein paar Tropfen aus, es erweist sich in der Praxis als wasserdicht und staubresistent

iPhone 7, Oktober 2016

Bild: watson

Genau von solchen «Aktionen» rät Apple ab ... Warum eigentlich?

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Video: YouTube/SquareTrade, Inc.

Im offiziellen iPhone-Handbuch steht Schwarz auf Weiss, was man mit dem Gerät NICHT tun soll: 

Wer es trotzdem tut, muss vielleicht zum Portemonnaie greifen.

Wasserschäden sind laut Apple nicht durch die Herstellergarantie gedeckt.

Wenn das Gerät richtig nass wird, soll man mindestens fünf Stunden warten bis zum nächsten Aufladen. Und vorher:

«Klopfen Sie das iPhone sanft gegen Ihre Hand, wobei der Lightning-Anschluss nach unten weist, um die restliche Flüssigkeit zu entfernen. Lassen Sie das Gerät in einer trockenen Umgebung mit genügend Luftzirkulation liegen. Der Trockenvorgang lässt sich möglicherweise beschleunigen, wenn das Gerät vor einem Ventilator platziert wird, der kühle Luft direkt in den Lightning-Anschluss bläst.»

Tipps vom Apple Support quelle: help.apple.com

Wissenswert für Wintersportler: Leider ist die neuste iPhone-Generation nicht wintersporttauglich. Die Betriebstemperatur des iPhone 7 liegt gemäss Apple zwischen 0 und 35 Grad Celsius. Ausserhalb dieser Temperaturen drohen angeblich Hardware-Schäden und die Batterielaufzeit kann sich verkürzen.

Mit 3D Touch werde ich einfach nicht warm

Als Apple im letzten Herbst mit dem iPhone 6S die druckempfindliche Display-Steuerung 3D Touch lancierte, war ich zuversichtlich. Die zusätzlichen Funktionen respektive Kontext-Menüs («Rechte Maustaste fürs iPhone») versprachen, den Smartphone-Alltag zu erleichtern.

Ein gutes Jahr später herrscht bei mir eine gewisse Ernüchterung. Ich weiss, dass 3D Touch bei vielen Apps auf dem Home-Screen verfügbar ist. Doch die Gewohnheit ist stärker. So öffne ich weiterhin die Anwendungen und scrolle und klicke mich bis zu der gewünschten Funktion durch. 

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screenshot: watson

Nervig ist das Löschen von Apps, weil man wegen 3D Touch nicht zu fest auf ein Symbol drücken darf. Da braucht es viel Fingerspitzengefühl, um die Apps «zittern» zu lassen.

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screenshots: watson

Das beste Handy der Welt?

Das iPhone 7 Plus ist derzeit das beste Smartphone der Welt, so viel ist nicht zuletzt dank der neuartigen Dual-Kamera sicher. Das von mir getestete kleinere iPhone 7 ist ebenfalls ein starkes Gerät, aber die Begeisterungsstürme bleiben aus. Die Konkurrenz hat aufgeholt, auch das ist erfreulich.

Der Spruch von der «Evolution statt Revolution» ist natürlich ziemlich ausgelutscht, aber er gilt mehr denn je. Mit der 2016er-Generation hat Apple solide Arbeit geleistet und das iPhone 6S in verschiedenen Belangen verbessert. Wer ein mittlerweile dreijähriges iPhone 5S oder sogar ein noch älteres Modell nutzt, kann das Upgrade getrost wagen.

Apples nächster grosser Hardware-Wurf lässt auf sich warten. Und wir wissen auch warum: Nächstes Jahr feiert das iPhone den 10. Geburtstag. Im Herbst 2017 wird man in Cupertino ein Feuerwerk an neuen Features zünden, jede Wette!

Mehr Wissenswertes zu den neuen iPhones?

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7 verblüffende Fakten zum iPhone 7 – zum Beispiel der Fake-Lautsprecher

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