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Das neue iPhone im Video.
YouTube/spiegeltv

Das taugen das iPhone 6S und iPhone 6S Plus im Alltag

Äusserlich kaum verändert, sind die iPhones 6S und 6S Plus technisch fast in jeder Hinsicht schneller geworden – aber das merkt man kaum. Dass die beiden jetzt auf Druck reagieren, dafür umso mehr.

matthias kremp / Spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Hinweis: Dieser Artikel ist ursprünglich am 22.09.2015 zum Start des iPhone 6S in Deutschland erschienen.

Ausgerechnet pink! Naja, meiner Tochter gefällt die Farbe meines iPhone-6S-Testgeräts. Apple nennt das Roségold. Ich greife lieber zum iPhone 6S Plus, das ich in dezentem Space-Grau zum Testen bekommen habe. Beide sind die Nachfolger der 2014 eingeführten iPhones, sehen, bis auf das Roségold, genau so aus wie ihre Vorgänger. Die Technik allerdings wurde komplett überarbeitet.

Apple betont immer wieder, um wie viel schneller die neuen Modelle geworden sind. Der A9-Prozessor beispielsweise sei 70 Prozent fixer als der A8 in den Vorgängern. Benchmark-Apps bestätigen diese Angaben weitestgehend. Im Alltag macht das aber kaum einen Unterschied. Schon das iPhone 6 ist so schnell, dass es mit keiner aktuellen App Probleme hat. Das 6S ist jetzt halt noch etwas schneller.

Vorerst heisst das nur: Der neue Prozessor hat mehr Zeit, sich zu langweilen. Derzeit bringen jedenfalls nicht mal grafisch anspruchsvolle Spiele wie «Real Racing 3» oder «Infinity Blade 3» das Gerät zum Keuchen.

Als ich es zehn Minuten lang 4K-Video aufzeichnen liess, erwärmte sich das Gehäuse des iPhone 6S Plus oberhalb des Prozessors gerade mal auf 38 Grad Celsius, von aufsteigender Hitze keine Spur.

iPhone 6S und 6S Plus im Praxistest

Angenehm bemerkbar machen sich im Alltag dagegen die höheren Datenübertragungsraten, die in in LTE-Netzen und per Gigabit-WLAN erreichbar sind. Aber darauf, die geniessen zu können, sollte man sich nicht verlassen.

Richtig schnelles WLAN bekommt man nur in der Nähe eines entsprechenden WLAN-Routers. Um die volle LTE-Leistung nutzen zu können, muss das Mobilfunknetz dafür ausgebaut sein und man braucht einen Mobilfunkvertrag, der schnelles LTE enthält. Meist ist dafür ein Aufpreis fällig.

Mehr-Pixel-Kameras

Mit zwölf Megapixeln bietet die Rückkamera der 6S-iPhones eine deutlich höhere Auflösung als die des Vorgängermodells, das nur acht Megapixel aufzeichnete. Bei unseren Vergleichsfotos zeigen sich die Unterschiede in der Detailtiefe. Die neue Kamera bildet feine Strukturen merklich genauer ab. Vor allem aber wirken Farben noch realistischer als zuvor.

Mashable hat «Live Photos» ausprobiert

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YouTube/Mashable

Noch deutlicher sind die Neuerungen bei der zum Anwender gerichteten 5-Megapixel-Selfie-Kamera. Gegenüber der 1,2-Megapixel-Knipse im iPhone 6 ermöglicht die neue Kamera viel bessere Selbstporträts. Insbesondere, wenn wenig Licht vorhanden ist und der Bildschirm als Blitzlicht-Ersatz kurz hell aufleuchtet. Da hierbei die Farbe des Bildschirms an das Umgebungslicht angepasst wird, kommen mit dieser Methode sehr natürliche Hauttöne zustande.

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Mit beiden Kameras kann man übrigens sogenannte Live Photos aufnehmen. Das sind Aufnahmen, bei denen zusätzlich zum Standbild noch die Augenblicke vor und nach der Aufnahme als eine Art Kurzvideo in der Bilddatei gespeichert werden. Diese Clips werden nur auf Wunsch sichtbar und laufen vorläufig nur auf Apple-Geräten. Eine Facebook-Anpassung ist geplant. Vor allem aber gilt: Damit solche Aufnahmen gut werden, muss man sich angewöhnen, die Kamera nach dem Auslösen noch ein paar Sekunden aufs Motiv zu richten.

Dass es jetzt die Möglichkeit gibt, 4K-Videos zu drehen, also Filmchen mit bis zu vierfacher Full-HD-Auflösung, ist vorerst ein nettes Gimmick. Wer hat schon einen zu dieser Auflösung passenden Fernseher zu Hause? Viel sinnvoller ist, dass es für Zeitrafferaufnahmen jetzt eine Bildstabilisierung gibt. So kann man solche Filme jetzt auch aus der Hand aufnehmen, ohne dass sie später für den Zuschauer anstrengende Wackelbilder zeigen. Vorgemacht hatten das schon Apps wie Hyperlapse.

Schön druckempfindlich

Die mit Abstand wichtigste und nützlichste Neuerung in den neuen iPhones ist 3D Touch. Gemeint ist damit, dass die Bildschirme von iPhone 6S und 6S Plus jetzt messen können, wie stark man mit den Fingern auf sie drückt. Fast könnte man das mit der rechten Maustaste vergleichen: Wenn man etwas stärker auf das Symbol einer App drückt, öffnet sich ein Menü, über das man bestimmte Funktionen aufrufen kann, ohne die App vorher zu öffnen.

3D Touch funktioniert auch in Apps. Im E-Mail-Client beispielsweise wird bei leichtem Druck eine Vorschau der Nachricht angezeigt, die man ausgewählt hat. Indem man die Nachricht nach links, rechts oder oben verschiebt, kann man sie beispielsweise löschen oder weiterleiten. Scheint der Inhalt interessant, drückt man etwas stärker, und die Nachricht wird ganz geöffnet.

Das funktioniert auf ähnliche Weise auch in anderen Apps. Vorerst allerdings nur in jenen von Apple. Entwickler können die Technik jedoch frei nutzen und in ihre Apps einbauen. Dropbox beispielsweise hat bereits ein entsprechendes Update angekündigt.

Das Fazit: «Gelungene Updates»

Die iPhones 6S und 6S Plus sind gelungene Upgrades. Dass der Prozessor schneller ist, ist nett, die Verbesserungen an den Kameras sehr schön. Aber das eigentliche Argument für die neuen Modelle ist 3D Touch. Diese Technologie macht nicht nur Spass, sie kann Zeit sparen, Dinge vereinfachen. Richtig spannend wird es zu sehen, was App-Entwickler damit anfangen werden.

Wie in den Jahren zuvor, sind die iPhones mit dem «s» im Namen also deutlich aufgewertete Versionen ihrer Vorgänger. Geblieben sind die hohen Preise.

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