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Samsung's President and Chief Executive JK Shin walks on stage during the presentation of the Galaxy S6 smartphone at the Samsung Galaxy Unpacked event before the Mobile World Congress in Barcelona March 1, 2015. Samsung unveiled its latest Galaxy S smartphones featuring a slim body made from aircraft-grade metal, in a bid to reclaim its throne as undisputed global smartphone leader from Apple.  REUTERS/Albert Gea (SPAIN  - Tags: BUSINESS TELECOMS SCIENCE TECHNOLOGY)

Das Galaxy S6 Edge und das Galaxy S6. Bild: ALBERT GEA/REUTERS

Galaktisch gut? Das taugt Samsungs Galaxy S6 wirklich

Für das neue Galaxy S6 liess sich Samsung wohl von Apple inspirieren: Viele Details erinnern ans iPhone 6. Eine Kopie ist das Android-Smartphone trotzdem nicht. Der Test. 

Matthias Kremp



Ein Artikel von

Spiegel Online

Das Galaxy S6 kann ab sofort in diversen Shops von Swisscom, Sunrise, Orange sowie Detail- und Fachhändlern ausprobiert werden. Wir konnten das S6 bereits ausführlich testen, kaufen kann man es ab dem 10. April. 

Kaum hatte Samsung das Galaxy S6 der Öffentlichkeit präsentiert, ging die Debatte los. Ein eindeutiger iPhone-Klon, schimpften die einen. Das beste Samsung-Gerät aller Zeiten, jubelten die anderen.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Bild

Das Galaxy S6

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Das Galaxy S6 Edge

Tatsächlich erinnert einiges am Galaxy S6 an die aktuellen iPhones - und das ist gut so. War das Vorgängermodell S5 noch eine Ode an Plastik und wirkte deshalb für ein Oberklasse-Smartphone billig, trumpft das S6 mit einem massiven Metallrahmen auf. Ober- und Unterseite bestehen aus hochfesten Glasflächen, die sanft abgerundet in den Rahmen übergehen.

Abgesehen von dieses Ähnlichkeiten hat das Galaxy S6 ein typisches Samsung-Design, wie auch der direkte Vergleich mit einem iPhone 6 zeigt. Eine Besonderheit der verschiedenen S6-Varianten sind die stark schimmernden Lackierungen - ein Optik-Pluspunkt, der bei unserem schwarzen Testgerät leider kaum zum Tragen kam. Die gläserne Unterseite ist sehr anfällig für Fingerschmutz. Auffällig ist die Anordnung der Anschlüsse an der Unterseite, die fast deckungsgleich mit der des iPhones ist (siehe Fotoslideshow).

Viel schneller als der Vorgänger

Damit hat es sich aber auch mit den Ähnlichkeiten. Schon der Prozessor des S6 nutzt andere Technik als das iPhone. Er stammt aus Samsungs eigener Fertigung und verfügt über acht Rechenkerne. Vier davon arbeiten mit 2.1 GHz, die übrigen mit 1.5 GHz. Das Ergebnis ist eine enorme Leistung. In Testprogrammen erreicht das Galaxy S6 um bis zu 50 Prozent höhere Werte als das S5.

Im Alltag macht sich das darin bemerkbar, dass man eigentlich nie auf das Handy warten muss. Jeder Fingerwisch, jedes Tippen und jede Eingabe wird sofort umgesetzt. Manche Apps starten spürbar schneller als auf anderen Smartphones. Ganz gleich, welche Spiele man auf dem S6 spielen will, man bekommt stets die beste Bildqualität.

Galaxy S6 im Test: Samsungs neues Top-Smartphone

Display: Fast schon zu scharf

Mit 2560 x 1440 Pixeln bietet der Bildschirm laut Samsung die derzeit höchste Pixeldichte (577 Pixel pro Zoll). Es darf jedoch bezweifelt werden, dass irgendjemand in der Lage ist, den Unterschied etwa zum Full-HD-Display eines iPhone 6 Plus zu erkennen. Trotzdem sieht es natürlich gut aus. Auch, weil der Bildschirm sowohl sehr kräftige Farben als auch weiche Pastelltöne sauber darstellt. Weil der Bildschirm extrem hell aufleuchten kann, lässt er sich auch im Freien meist gut ablesen.

Kamera: 16 Megapixel für gute Fotos

Zu diesem Display passen die beiden Kameras. Vor allem die rückwärtige 16-Megapixel-Knipse konnte bei unseren Testaufnahmen überzeugen. Sowohl bei gutem Licht als auch in schwach beleuchteter Umgebung macht sie Fotos, die deutlich über Schnappschussniveau liegen. Der optische Bildstabilisator dürfte dazu deutlich beitragen.

Spass macht das Fotografieren mit dem Galaxy S6 aber auch, weil es so mühelos ist. Nachdem man das App-Symbol angetippt hat, ist die Foto-App quasi augenblicklich knipsbereit. Im Ruhezustand des Handys genügt ein Doppelklick auf die Home-Taste, um die Fotofunktion zu aktivieren.

Akku: Turbolader oder lieber kabelloses Aufladen?

Aber nicht nur beim Fotografieren ist das Galaxy S6 besonders schnell. Auch das Aufladen des Akkus geht schneller, als man es gewöhnt ist. Samsung verspricht: «Nur zehn Minuten Laden mit dem Schnellladeadapter ermöglichen eine Nutzung über viele Stunden.» Das stimmt teilweise. Im Test liess sich der Akku in zehn Minuten von fünf Prozent Restkapazität auf 15 Prozent aufladen.

Das ist schon beachtlich, dürfte aber nur für mehrere Stunden Erreichbarkeit ausreichen. Wenn man das Telefon normal nutzt, mit E-Mail, Web und Chat, reichen 15 Prozent Akkuladung höchstens zwei Stunden. Trotzdem lässt sich der Akku enorm schnell betanken. Von fast leer bis ganz voll dauerte es bei uns rund eineinhalb Stunden.

Etwa ein Drittel länger dauerte der Vorgang mit der drahtlosen Ladefunktion. Den Zeitnachteil gleicht diese Technik allerdings mit einem deutlichen Komfortplus aus: Statt zu Hause erst das Netzteil zu suchen, legt man das Handy einfach auf ein Lade-Pad. Hat man sich daran gewöhnt, fragt man sich, wie man es so lange mit den lästigen USB-Ladekabeln ausgehalten hat.

akku drahtloses laden kabellos kabelloses aufladen

Wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat, mag man keine Ladekabel mehr verwenden: Das Galaxy S6 kann auch kabellos aufgeladen werden, etwa mit dieser Ladematte.  Bild: spiegel online

Das wird Samsung-Fans ärgern

Bis hierhin sammelt das Galaxy S6 fast nur Pluspunkte. Aber es gibt auch zwei Neuerungen, die treuen Kunden sauer aufstossen dürften. Die erste ist das fest verschlossene Gehäuse. Ein Akkutausch bleibt zwar grundsätzlich möglich, darf aber nur vom Fachmann durchgeführt werden. Wer es selbst versucht, riskiert seine Garantie.

Ausserdem hat das S6 keinen Speicherkartensteckplatz. Beim Kauf muss man also gleich ein Modell mit ausreichend Speicher kaufen, Samsung bietet bis zu 128 GB an. Bei der Preisgestaltung orientiert sich der Konzern an Apple: Jede Verdopplung des Massenspeichers kostet 100 Franken.

Das Fazit

Gelungenes Design
Hochwertige Verarbeitung
Sehr hohe Leistung
Sehr gutes Display
Sehr gute Kamera
Drahtlose Ladefunktion
Kurze Ladezeit

Speicher nicht erweiterbar
Hoher Preis​

Dass Samsung jedes Jahr aufs Neue ein Smartphone herausbringt, in dem die beste verfügbare Technik steckt, ist nicht neu. Dass sie diese Technik auch in ein entsprechend wertig anmutendes Gehäuse stecken, schon. Die Option zum drahtlosen Aufladen ist ein Extra, das Samsung hoffentlich beibehalten wird.

Die Preisgestaltung dagegen ist mutig: In Samsungs Onlineshop bewegt sich das S6 preislich nur knapp unter dem Niveau des iPhone 6. Im Handel dürfte das Galaxy indes günstiger zu haben sein, als es die offiziellen Preisangaben jetzt vermuten lassen.

Preise des Galaxy S6
CHF 699.00 (UVP, 32 GB)
CHF 799.00 (UVP, 64 GB)
CHF 899.00 (UVP, 128 GB)

Preise des Galaxy S6 Edge (noch nicht getestet)
CHF 849.00 (UVP, 32 GB)
CHF 949.00 (UVP, 64 GB)
CHF 1‘049.00 (UVP, 128 GB)

Ab dem 10. April im Handel

Das Samsung Galaxy S6 (und das Galaxy S6 Edge) sind in der Schweiz ab dem 10. April in den Farben Weiss, Schwarz und Gold verfügbar. Weitere Farben folgen später. Die Geräte können bereits jetzt vorbestellt und in ausgewählten Shops ausprobiert werden. Die Standorte der entsprechenden Läden findest du hier.

Technische Daten
Hersteller Samsung
Modell Galaxy S6
Masse (Millimeter) 143 x 71 x 7
Gewicht 138 Gramm
Sprechzeit k.A.
Standby k.A.
Display-Diagonale 5,1 Zoll
Display-Auflösung 2560 x 1440
Prozessor 2,1 GHz Octacore
Arbeitsspeicher 3 GB
Massenspeicher 32/64/128 GB
Speichererweiterung Nein
Kamera (hinten/vorne) 16 MPx / 5 MPx
Mobilfunktechnik LTE
W-Lan 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth 4.1
Betriebssystem Android 5.0
Besonderheiten Drahtlose Ladefunktion (PMA, WPC), Optischer Bildstabilisator, Infrarotsender, Fingerabdrucksensor, Pulsmesser
Preis 699/799/899
Alle Daten sind Herstellerangaben

Das Galaxy S6 Edge

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