DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

So bekämpft Huawei Gerüchte und Fehlinformationen

Seit den US-Sanktionen gegen den chinesischen Konzern fürchten viele Nutzer, dass ihre Android-Smartphones unbenutzbar sein werden. Nun versucht Huawei diese Befürchtungen zu entkräften.
17.06.2019, 12:29
Ein Artikel von
t-online
«Ich denke, wir können auf keinen Fall zu Tode geprügelt werden.»
Huawei-Chef Ren Zhengfei

Wird WhatsApp noch auf meinem Huawei -Gerät funktionieren? Werde ich weiterhin Android-Updates erhalten?

Solche Fragen beschäftigten gerade Nutzer von Huawei-Smartphones. Schuld daran sind die US-Sanktionen gegen den chinesischen Konzern – denn wegen dem haben viele US-Firmen wie Google derzeit die Geschäftsbeziehungen mit Huawei beendet.

Um Fragen der Nutzer zu klären und Gerüchten entgegenzuwirken, hat Huawei eine Website eingerichtet, auf der der Konzern zu sechs aktuellen Fragen Stellung nimmt.

screenshot: huaweiantwortet.de

WhatsApp auf Huawei-Geräten?

Unter anderem verneint Huawei, dass Nutzer bald auf Apps von Facebook wie WhatsApp oder Messenger verzichten müssen. Auf aktuellen Geräten sollen die Apps noch funktionieren oder heruntergeladen werden können. Wer sein Gerät zurücksetzt, soll zudem weiterhin Zugang zu Android-Services haben können. Zudem verspricht Huawei weiterhin Sicherheits- und Softwareupdates für Geräte, die «verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind».

Garantie für Huawei-Geräte?

Laut Huawei ist die Garantie für Geräte von der aktuellen Situation nicht betroffen. Der Konzern betont auch, dass Android von Huawei-Smartphones nicht automatisch gelöscht wird und garantiert, dass alle Funktionen weiter nutzbar sein sollen.

Als letzten Punkt schreibt Huawei, dass der Konzern «auch weiterhin Smartphones verkaufen» und in «Forschung und Entwicklung investieren» wird.

Wie schlimm ist es?

Tatsächlich leidet der chinesische Konzern derzeit unter den US-Sanktionen. Der Umsatz werde über die nächsten zwei Jahre 30 Milliarden Dollar unter den Vorhersagen liegen, sagte Huawei-Chef Ren Zhengfei am Montag im südchinesischen Shenzhen. Huawei werde in ein paar Jahren gestärkt aus seinen Schwierigkeiten hervorgehen, sagte Ren Zhengfei weiter: «Ich denke, wir können auf keinen Fall zu Tode geprügelt werden.»

Wegen den Sanktionen konnten US-Chiphersteller, die wichtige Zulieferer sind, kaum noch Geschäfte mit den Chinesen machen. Zudem erschweren die US-Massnahmen für Huawei den Zugang zum Google-System Android. Die Chinesen hatten deshalb angekündigt, ein eigenes Betriebssystem für Smartphones auf den Weg bringen zu wollen. Mehr dazu liest du hier.

Die USA hatten Huawei im Mai auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Trump begründete seine Schritte mit Sicherheitsbedenken gegen Technik aus China. Da die Vorwürfe bislang nicht konkret belegt wurden, sehen viele Experten die Sanktionen im Kontext des Handelskonflikts zwischen den USA und China.

(avr/t-online.de)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Proteste in Hongkong gegen China

1 / 28
Bilder des Protestes in Hongkong vom Sonntag, 16. Juni 2019:
quelle: epa/epa / jerome favre
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das Tiananmen-Massaker vom 4. Juni 1989

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel