Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In «Assassin's Creed Valhalla» geht’s im Winter 2020 auf Kaperfahrt.

In «Assassin's Creed Valhalla» geht’s im Winter 2020 auf Kaperfahrt. Bild: Ubisoft

Loading …

«Assassin's Creed Valhalla» überrascht uns nicht und das ist auch gut so!

Lange Bärte, breite Schwerter und trinkfest … bis zum Umfallen: Wieso Ubisofts Open-World-Abenteuer «Assassin's Creed Valhalla» Wikinger und «The Witcher 3» unter einen Helm bringen könnte.

Team Games.ch
Team Games.ch



Im Jahr 2020 sind Wikinger medial so präsent wie noch nie – TV-Serien wie «Vikings» oder «The Last Kingdom» sei dank. Wie so oft war die Video- und Computerspielindustrie aber mal wieder Vorreiter für diesen Trend. Titel wie «The Banner Saga», «Vikings: Wolves of Midgard» und natürlich der Playstation-Erfolgstitel «God of War» entführten Spieler bereits in den hohen Norden und jonglierten teils gekonnt mit der nordischen Mythologie.

Wikinger sind modern. Kein Wunder, dass Ubisoft in dem im Winter 2020 erscheinenden Action-Abenteuer «Assassin's Creed Valhalla» ebenfalls auf das populäre Mittelalter-Setting setzt. Nach Ägypten und dem alten Griechenland verschlägt es dich diesmal in das neunte Jahrhundert. Eine Zeit, in der die nordischen Stämme ihre Heimat verliessen und wortwörtlich zu neuen Ufern – nämlich den Küsten des angelsächsischen Englands – aufbrechen.

Die Schlacht ist geschlagen. Eivor und ihre Kameraden planen die Siegesfeier.

Die Schlacht ist geschlagen. Eivor und ihre Kameraden planen die Siegesfeier. Bild: Ubisoft

Seit jeher verknüpfte die Serie Realität und Fiktion miteinander und «Valhalla» bildet da keine Ausnahme. Frühe Trailer zeigten beispielsweise Alfred den Grossen, den König von Wessex, der seiner Zeit dem Ansturm der Wikinger lange Widerstand bot. Er wird vermutlich dein Gegenspieler sein. Du übernimmst Eivor – wahlweise als Mann oder als Frau – und mit ihm oder ihr die Verantwortung für deinen Stamm. In «Valhalla» wirst du kämpfen und brandschatzen, aber auch lieben und leben. Das zeigte bereits die erste Anspielrunde mit dem inzwischen zwölften Teil der «Assassin's Creed»-Reihe.

Rollenspiel trifft hohen Norden

Auf den ersten Blick aber erinnert das Spiel an «The Witcher 3: Wild Hunt», den letzten grossen Hit von CD Projekt Red, den Machern von «Cyberpunk 2077»: die gewaltige, offene Spielwelt, die Lichtstimmung und auch das Charakterdesign. Man könnte fast meinen, Hexer Geralt hätte hier Pate gestanden. Tatsächlich entwickelt sich «Assassin's Creed» immer weiter zum Action-Rollenspiel.

Rauben und brandschatzen – wie die Wikinger eben.

Rauben und brandschatzen – wie die Wikinger eben. Bild: Ubisoft

Dein Eivor baut im Spiel ein ganzes Dorf auf. Erbeutete Vorräte dienen der Erweiterung der Siedlung. Zudem knüpfst du Bande mit neuen Freunden und Verbündeten. In der Hands-On befreit Eivor Oswald, den künftigen König des östlichen Angelsachsens. Besonders spannend: Immer wieder entscheidest du, wie sich Eivor verhält. Willst du Rued, einen Feind Oswalds, ein für alle Mal ausschalten oder lässt du ihn laufen? Trittst du anstelle Oswalds in einem Kampf auf Leben und Tod an? Es sind diese kleinen Momente, die den Charakteren Tiefe geben.

Da kommt auch die Hochzeit zwischen Oswald und seiner Schildmaid Valdis gerade recht. Auch wenn die Zwischensequenzen längst nicht die Stimmung echter Wikingerfeierlichkeiten einfangen, so zeigt sich «Assassin's Creed Valhalla» von seiner humorigen Seite: Wetttrinken, besoffen auf Vasen schiessen und einen komatösen Kameraden von einem Dach befreien. All das gehört ebenso zu der Geschichte im Spiel wie die gelegentlichen Romanzen mit Spielcharakteren, die du entweder annehmen oder auch ablehnen kannst.

Wenn das Wetttrinken zum Mini-Spiel wird.

Wenn das Wetttrinken zum Mini-Spiel wird. Bild: Ubisoft

Aber natürlich ist «Valhalla» keine Lebenssimulation, sondern ein typisches Actionspiel ganz in der Open-World-Tradition der Serie. Die Parallelen zu CD Projekt REDs «The Witcher» kommen nicht von ungefähr. Bereits in den vergangenen Jahren näherte sich «Assassin's Creed» spielerisch dem Vorzeigetitel an.

Unterfüttert wird das Ganze von einem komplexen Charaktersystem: Die Fähigkeiten splitten sich in die drei Talentbäume Rabe, Bär und Wolf, sodass du frei neue passive Skills verteilen kannst. Dazu kommen freischaltbare Aktionen für Nah- und Fernkampf – vom Dreifach-Schuss mit Pfeil und Bogen bis hin zum finalen Stampfer auf am liegende Gegner. Im Kampf greift ihr auf jeweils vier Attacken gleichzeitig zu.

Das machst du in «Assassin's Creed Valhalla»

Wie eingangs erwähnt, verbindet auch «Assassin's Creed Valhalla» reale Geschichte und Mythologie. An Hafenpunkten rufst du dein Drachenboot und schipperst mit vollem Segel an dein Ziel. So erobert Eivor beispielsweise Kloster oder andere Posten. Gemeinsam mit einer Horde von Wikinger-Kameraden fallt ihr unter lautem Gebrüll über die Stätten her und müsst Soldaten ausschalten und Schätze plündern. Das Setting passt somit ausgezeichnet zu berüchtigten Ubisoft-Formel, die derartige Elemente schon immer aufwies.

In der Geschichte selbst beeindruckt das Spiel mit spannend inszenierten Belagerungen und damit verbundenen grossen Kämpfen. Wenn du dich mit Eivor durch Schwertkämpfer, Berserker und andere Gegner prügelst, dann fühlst du dich unweigerlich an Actionszenen aus «Vikings» erinnert. Die Kämpfe bauen auf dem Vorgänger auf: Blocken, ausweichen, zuschlagen. Das ist trotz neuem Ausdauerbalken bei den Computer-Soldaten altbekannt. Gleiches gilt auch für die Schleichpassagen, bei denen du Feinde weiter mit Pfiffen anlockst oder das Gebiet mit Hilfe eines Rabens ausspähst. Die vielerorts in Folge des Gameplay-Leaks kritisierte Angst vor Innovationen ist hier durchaus berechtigt.

Ein Hauch von «The Witcher»: Reist du lieber per Pferd oder doch mit dem Langboot?

Ein Hauch von «The Witcher»: Reist du lieber per Pferd oder doch mit dem Langboot? Bild: Ubisoft

Ein realistisches Spiel möchte «Assassin's Creed Valhalla» nicht sein und driftet daher immer wieder in die Sagenwelt. In der Spielwelt verteilt findest du mysteriöse Orte, an denen du auf ganz besondere Gegner triffst. In dem vorab spielbaren Abschnitt nimmt es Eivor etwa mit Geisterkriegerin Cordelia auf, die mit Doppelgängerangriffen und Warpattacken fordert.

Fazit:

Grosse Experimente geht Ubisoft mit «Assassin's Creed Valhalla» nicht ein: Eine offene Spielwelt garniert mit Kämpfen, Charaktersystem und Schleicherei. Gegenüber dem Vorgänger «Assassin's Creed Odyssey» bietet der im Winter für PC, Xbox One, Playstation 4, Playstation 5 und Xbox Series X erscheinende Nachfolger noch einen Tick freier und komplexer. Kurzum: Auch in «Valhalla» wirst du wieder 50+ Stunden versenken und wilde Abenteuer erleben. Ob diese genauso packend wie die in «Vikings» oder «The Last Kingdom» sein werden, dass muss Ubisofts Open-World-Paket noch unter Beweis stellen.

Wir sind für euch ins alte England gereist und wurden Zeuge einer Wikingerhochzeit:

Über das Team Games.ch

Die Redaktion der dienstältesten Schweizer Spiele-Website beschäftigen sichseit über 30 Jahren mit dem Thema Games. Angefangen hat alles in den 80er-Jahren mit einem Disc-Magazin für die Brotbox (C64), die der Plattformgründer, ein ehemaliger Bäcker, herausgegeben hat. Seither begleiten die elektronischen Spiele die Redakteure: Vom Sega-vs-Nintendo-Fanboykrieg der frühen 90er-Jahre über den Aufstieg der Playstation bis hin zum Einstieg der Xbox in den Konsolenmarkt. Die Erinnerungen an die Vergangenheit sind zahlreich – und die Freude auf die aktuellen Gaming-Hits weiterhin ungebrochen.

Bei watson kümmert sich das Games.ch-Team im Blog «Loading...» um exklusive Geschichten aus dem Gaming-Universum für Gamer, Fans, Nerds - und solche, die es noch werden wollen.

Stellvertretend für das Team: Katze Mia mit Kumpels.

Bild

PS: Mia verfügt selbstverständlich über einen eigenen Instagram-Account. bild: games.ch

Alle portablen Nintendo-Spielgeräte von 1982 bis 2015:

Die neusten Game-Reviews

Nintendo hat gerade «Mario Kart» neu erfunden

Link zum Artikel

London is calling! «Watch Dogs: Legion» hackt sich in die Herzen der Openworld-Fans

Link zum Artikel

«Star Wars: Squadrons» im Test – so gehen Weltraumschlachten!

Link zum Artikel

«Super Mario 3D All-Stars» weckt alte Game-Erinnerungen – gute und schlechte

Link zum Artikel

Ich habe «Tony Hawk» nie gespielt – heute hasst mich mein Vergangenheits-Ich dafür

Link zum Artikel

Warum das neue Marvel-Game nicht sooo übel ist, wie ich befürchtet habe

Link zum Artikel

«Tell Me Why» ist ein bewegendes Videospiel-Drama, das unter die Haut geht

Link zum Artikel

Zwischen Wutausbruch und Nostalgieflash: Das neue «Battletoads» weckt Emotionen

Link zum Artikel

In diesem Game steckt der Spieler in der Monster-Rolle – und das macht mächtig Spass

Link zum Artikel

So geht Open-World! Warum «Ghost of Tsushima» das bessere «Assassin’s Creed» geworden ist

Link zum Artikel

Horror-Fans aufgepasst! «Maid of Sker» ist ein kleiner Geheimtipp

Link zum Artikel

«Assassin's Creed Valhalla» überrascht uns nicht und das ist auch gut so!

Link zum Artikel

Liebe «Twin Peaks»-Fans, «Deadly Premonition 2» könnte euch gefallen

Link zum Artikel

«The Last of Us 2»: Das beste und vor allem wichtigste Spiel, das ich je gespielt habe

Link zum Artikel

Die grosse Game-Kritik: Warum «The Last of Us Part 2» Videospielgeschichte schreibt

Link zum Artikel

Es ist angerichtet: Kann sich das Trash-Game «Maneater» durchbeissen?

Link zum Artikel

Lust auf einen LSD-Trip? Dann spiel doch mal «80’s Overdrive»!

Link zum Artikel
Es ist angerichtet: Kann sich das Trash-Game «Maneater» durchbeissen?

Der Kult-Prügler «Streets of Rage» feiert nach 26 Jahren ein Comeback – aber was taugt es?

Link zum Artikel

Alkoholismus und Depressionen: Dieses Videospiel ist nichts für schwache Nerven

Link zum Artikel

Die teuerste Spielkonsole aller Zeiten feiert ihren 30. Geburtstag

Link zum Artikel

Dieses Game ist so schlecht, dass du es nicht mal im Corona-Lockdown spielen magst

Link zum Artikel

Corona-Koller? Mit diesem neuen Game wird's dir allein zu Haus garantiert nicht langweilig

Link zum Artikel

«Resident Evil 3» im Test: So gut ist das Horror-Remake

Link zum Artikel

«Doom Eternal» ist ein brutal witziger Egoshooter, der mich keine Sekunde enttäuscht hat

Link zum Artikel

Ein Traum wird wahr: Mit «Dreams» dürfen eigene Videospiele kreiert werden

Link zum Artikel

Ich habe Nintendos Gehirnjogging-Game getestet und wurde dabei dümmer

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 60+ Spiele dürfen wir uns 2020 freuen

Link zum Artikel

Das sind die 50 besten Games des Jahrzehnts

Link zum Artikel

Das neue Star Wars-Game «Jedi: Fallen Order» lässt Fan-Herzen höher schlagen

Link zum Artikel

Die Switch Lite ist der fast perfekte Game Boy, den ich mir als Kind gewünscht hätte

Link zum Artikel

Warum «Death Stranding» sehr viel Geduld braucht

Link zum Artikel

«Luigi’s Mansion 3» ist eines dieser Videospiele, die süchtig machen können

Link zum Artikel

Das neue Modern Warfare ist grossartig, aber ...

Link zum Artikel

Mit Fitnessübungen gegen Monster – Nintendo hat schon jetzt das schrägste Spiel das Jahres

Link zum Artikel

Liebe Eltern, lasst eure Kinder nicht alleine mit dem neuen Handy-Game «Mario Kart Tour»!

Link zum Artikel

Das neuste «Zelda»-Game ist ein Meisterwerk. Punkt.

Link zum Artikel

«Gears 5» hat eine kleine Open-World-Erkältung

Link zum Artikel

«Blair Witch» im Test: Ich war sieben Stunden im Wald und habe den puren Horror erlebt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Review

Lara Croft ist zurück, aber das neue «Tomb Raider»-Game hat ein Problem

Frau Croft ist zurück und zeigt sich in «Shadow of the Tomb Raider» von ihrer besonders harten und dreckigen Seite. Ihr neustes Abenteuer kann trotzdem nicht von A bis Z überzeugen.

Lara Croft ist eine Videospiel-Ikone und hat Gaming-Geschichte geschrieben. 2013 bekam die Franchise ein gelungenes Reboot. Die Geschichte von Frau Croft wurde neu erzählt, es gab Tiefgang und Fokus auf die Charakterentwicklung. Die Fortsetzung «Rise of the Tomb Raider» war 2015 konsequent und legte überall noch eine Schippe drauf. Dem derzeitigen Trilogieabschluss, wenn es denn wirklich ein Abschluss ist, fehlt es aber an narrativer Substanz. Doch der Reihe nach.

Nach den Ereignissen des …

Artikel lesen
Link zum Artikel