Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Ist es nur eine Zeichnung oder doch ein Videospiel? Findet es heraus ... bild: zvg

Review

Ein Traum wird wahr: Mit «Dreams» dürfen eigene Videospiele kreiert werden

Das jüngste Projekt der «LittleBigPlanet»-Macher bietet Zugang zu einer faszinierenden Welt, die nicht nur mit kreativen Inhalten gefüllt ist, sondern auch die Möglichkeit bietet, eigene Videospiele zu erschaffen. Bis es soweit ist, braucht es aber Geduld.



Eigene Levels kreieren und diese dann mit einer Online-Community teilen, diese Idee ist nicht neu. Die «LittleBigPlanet»- oder die «Super Mario Maker»-Reihe haben das Prinzip des digitalen Baukastens schon erfolgreich in die heimischen Wohnzimmer transportiert. Bereits mit diesen Videospielen war es möglich, eigene Levels zu bauen und online für Aufmerksamkeit zu sorgen.

Mit «Dreams» geht es jetzt aber einen grossen Schritt weiter nach vorne. Denn mit diesem Playstation-4-Titel gibt es schier unendlich viele Möglichkeiten seine eigenen Welten nach Lust und Laune zu konstruieren und diese einer engagierten Community zu präsentieren.

Der Launch-Trailer ...

abspielen

Video: YouTube/PlayStation Europe

Bauen, suchen, spielen

Was genau ist denn nun «Dreams»? «Dreams» ist ein Baukasten, mit dem sich eigene interaktive Inhalte erstellen lassen. Nebst Videospielen kann man auch animierte Kurzvideos, eigene Musikstücke oder Zeichnungen in diesem sogenannten Traumiversum erstellen und diese auch miteinander kombinieren, um so persönliche Kunstwerke und Auswüchse seiner eigenen Fantasie entstehen zu lassen.

Bild

Solche wunderschönen Zeichnungen sind mit «Dreams» möglich. bild: Zvg

«Dreams» besteht aus dem Gebiet Traumformen (hier wird gebastelt), Traumsurfen (hier kann man bereits erstellte Inhalte der Community suchen und spielen) und Arts Traum, ein kleiner Storymodus, der zeigt, was alles mit dem Baukasten-Spiel möglich ist. Hier geht es um einen Jazz-Bassisten, der unter Selbstzweifeln leidet, obwohl er durchaus viel Talent besitzt. Es beginnt eine kurze Reise, in der er zu seiner Kreativität und zu seinem wahren Ich wieder zurückfindet.

Es braucht Geduld und Ausdauer

Bis eigene Inhalte erstellt werden können, müssen diverse Tutorials und Quests absolviert werden, um sich mit der vielschichtigen Mechanik vertraut zu machen. Der Baukasten besteht aus so vielen Elementen und Möglichkeiten, dass einem schwindelig werden kann. Schritt für Schritt und mit viel Geduld tastet man sich vorwärts und gelangt immer tiefer in die Welt eines Spielemachers.

Bild

Schritt für Schritt wird man in die Mechanik eingeführt. bild: zvg

Die Steuerung des sogenannten Wichtels, der als Mauszeiger fungiert, frisst Zeit und auch Nerven. Es braucht anfangs ruhige Hände, um punktgenau navigieren und Befehle ausführen zu können. Wer nicht geduldig bleibt, wird mit Verzweiflung überschüttet. Besitzt man aber gute Nerven und quält sich durch die Übungen darf man stolz sein, wenn er oder sie dann endlich die ersten eigenen Ideen auf den Bildschirm zaubern kann.

Little Jumps   1 - 1

In diesem Spiel stecken viele Arbeitsstunden. bild: zvg

Der Baukasten ist wirklich riesig und bietet so viele Anwendungsmöglichkeiten, dass einem die Qual der Wahl regelmässig auf die Schulter klopft. Alleine wenn man nur eine Spielfigur erschaffen möchte, kann man damit Stunden verbringen. Geht es dann ans Eingemachte und wollen Spielwelt, Gameplay, Musik und vieles mehr erstellt werden, kann man sich gleich aus dem sozialen Leben verabschieden.

Von «Star Wars» bis «Silent Hills»

Wer also schon lange mal sein eigenes Level oder auch nur einen animierten Kurzfilm erstellen wollte, kommt voll auf seine Kosten. Wer keine Geduld und eine Fantasie auf Sparflamme hat, wechselt einfach zu den bereits vorhandenen Spielen und anderen Inhalten, die ein wunderschönes Sammelsurium an Kreativität und Überraschungen bieten. Denn dank einer Early-Access-Phase durften sich schon viele Designerinnen und Designer im Voraus austoben.

Bild

Auch eigenwillige Sportspiele kann man mit «Dreams» gestalten. bild: zvg

Dadurch verfügt «Dreams» schon kurz nach dem Verkaufsstart über eine Unmenge an Inhalten. Es gibt kunterbunte Plattformer, futuristische Rennspiele, kuriose Text-Adventures, herausfordernde Geschicklichkeitstests, interaktive Krimis und noch vieles, vieles mehr. Auch eigene Versionen von bekannten Videospiel-Marken sind zu finden. So stösst man bei der Suche auf eine eigene «Sonic»-Kreation oder findet auch schon mal kuriose «Final Fantasy»-Versionen.

Die besten «Final Fantasy»-Kreationen ...

abspielen

Video: YouTube/Cam Katarn

Auch Abwandlungen bekannter Marken der Populärkultur tauchen immer wieder auf. Unter dem Begriff «Star Wars» findet man u.a. nicht nur Minispiele, sondern auch sehr spezielle Film-Trailer. Auch eingestampfte Videospiele feiern in «Dreams» ihre Auferstehung. So kann man beispielsweise das nie erschienene «Silent Hills» nachspielen. Ein besonderer Genuss für Freunde der berühmten Horror-Reihe.

«Silent Hills» in der «Dreams»-Version (Achtung: Spoiler!)

abspielen

Video: YouTube/askjiir

Ein kreatives Netzwerk

Der Community-Gedanken in «Dreams» ist nicht nur wichtig, sondern wird auch intensiv gelebt. Wer denkt, er sei beim Bauen auf sich alleine gestellt, findet auch mal Hilfe und Ratschläge. Auch bereits erstellte Inhalte oder einzelne Objekte können teilweise von anderen übernommen übernommen werden, um sie in ein eigenes Projekt zu integrieren.

Bild

Es gibt viel zu entdecken und viel zu spielen. bild: zvg

Kreierte Inhalte dürfen natürlich von anderen Spielerinnen und Spielern bewertet werden und kommen bei vielen Likes in eine eigene Kategorie. Als zusätzlichen Ansporn gibt es Online-Wettbewerbe und weitere Auszeichnungen, die den Sportsgeist wecken und in diesem kreativen Netzwerk für noch mehr Bewegung sorgen.

Eine Spielebibliothek, die wächst und wächst

Fazit: Die unzähligen Möglichkeiten, die entdeckt und ausprobiert werden wollen, kosten Zeit und manchmal auch Nerven, wenn man nicht gerade der beste Freund der Geduld und der Kreativität ist. Doch wer keine Lust auf die Erschaffung von eigenen Welten hat, wird trotzdem staunen. Denn was die Community bereits an fantasievollen und cleveren Inhalten erstellt hat, ist sehr bemerkenswert.

Das Entwicklerstudio Media Molecule hat mit der «LittleBigPlanet»-Reihe bereits in den letzten Jahren angedeutet, wohin die Reise in Sachen Selfmade-Videospiel gehen wird. Den Spielerinnen und Spielern die Möglichkeiten zu geben, eigene Figuren und Welten zu kreieren, war schon immer ein Teil der Arbeitsphilosophie des englischen Studios. Nun haben sie mit «Dreams» den vorläufigen Höhepunkt erreicht und man darf gespannt sein, was für weitere Kreationen aus diesem Spiel noch hervorgehen werden.

«Dreams» ist exklusiv erhältlich für Playstation 4 und freigegeben ab 12 Jahren.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Von «Pong» bis «Assassin's Creed»: Die beeindruckende Grafik-Evolution von Spielen in 23 Bildern

Sport am Computer statt in der Turnhalle

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Review

11 Dinge, die jeder Android- und iPhone-Nutzer über das Fairphone 3 wissen sollte

Die dritte Auflage des Fairphones klingt nicht nur in der Theorie gut, das Android-Smartphone macht auch im Alltag Spass – wenn man über ein paar Schwächen hinwegsehen kann.

«Das Fairphone 3 ist da – und es ist das erste faire Handy, das wirklich gut ist», schrieb watson Ende August, als das Smartphone erstmals präsentiert wurde. Nach meinem mehrwöchigen Test kann ich dies ruhigen Gewissens unterschreiben.

Der niederländische Hersteller hat im dritten Anlauf vieles richtig gemacht. Wer mit dem neuen Fairphone liebäugelt, sollte aber auch dessen Schwächen kennen. Kommen wir also ohne weitere Umschweife zu den Erfahrungen meines Alltagstests.

Um es vorwegzunehmen: Das …

Artikel lesen
Link zum Artikel