DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Sehr schöne Nostalgie-Verpackung. Aber ob auch der Inhalt überzeugt? bild: zvg

Review

Der Game & Watch aus den 80ern ist zurück, aber die Neuauflage macht nicht alle froh

Zum 35. Geburtstag von «Super Mario Bros.» haut Nintendo reihenweise Produkte raus, die Fans glücklich machen sollen. Der jüngste Streich nennt sich «Game & Watch: Super Mario Bros.» und hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck.



Vor 35 Jahren erschien das Kultspiel «Super Mario Bros.», wurde zu einem globalen Hit und liess bei Nintendo die Kassen so richtig schön klingeln. Der Rest ist Videospielgeschichte. Zum Jubiläum hat sich Nintendo nun etwas ganz Ausgefallenes einfallen lassen, um dieses Spiel mit noch mehr Ehre zu überschütten. Um die Besonderheit dieses zeitlosen Videospiels zu unterstreichen, wurde es direkt auf eine eigene kleine Hardware kopiert und lässt damit vor allem bei den Nostalgikern die Herzen höher schlagen.

Game und was?

Als es noch keine Smartphones gab und der erste Game Boy noch nicht da war um seine Dienste zu verrichten, wurden elektronische Spiele auf einer besonderen LCD-Plattform konsumiert. Wenn in den 80er-Jahren eine Horde Kinder auf dem Pausenplatz um einen Schüler versammelt war, wurden entweder Panini-Bilder ausgetauscht oder es wurde einem Kind beim Spielen mit einem Game-&-Watch-Gerät über die Schultern zugeschaut.

Game & Watch war eine elektronische LCD-Spielserie von Nintendo. Das Spiel war dabei fest in das Gerät integriert und konnte nicht durch ein anderes ersetzt werden. Und ja, eine digitale Uhr war ebenso überall eingebaut. Das war damals halt das ganz grosse Ding.

Und so sah das aus...

abspielen

Video: YouTube/Jer V

Drei Spiele und eine Uhr

Für die Jubiläumsversion wurde nun das Äussere der berühmten Oldschool-Geräte verwendet, um «Super Mario Bros.» ein neues mobiles Zuhause zu spendieren. Will heissen, dass hier keine schwarzen Strichmännchen auf dem Bildschirm herumwuseln, sondern ein waschechtes «Super Mario Bros.» in Farbe in das portable Gerät verbaut wurde. Also: Altes Spiel in einem optisch alten Gerät, das aber unter der Oberfläche technisch ganz modern daherkommt.

Bild

Ein Kultspiel für ein Kultgerät. bild: zvg

Es gibt aber noch mehr: Nebst dem Kulttitel darf auch der Nachfolger «Super Mario Bros. 2», der damals nur in Japan erschien, gespielt werden. Bei uns hiess die Fortsetzung übrigens «The Lost Levels» und konnte erstmals in der Super NES-Spielsammlung «Super Mario All-Stars» konsumiert werden.

«Super Mario Bros. 2» respektiv «The Lost Levels» war gar nicht mal so einfach...

abspielen

Video: YouTube/TailsFan109

Oben drauf gibt es noch eine spezielle Super Mario-Version des Spiels «Ball». Dies ist ein sehr simples, aber durchaus herausforderndes Jonglier-Geschicklichkeitsspiel, das zu den allerersten Nintendo-Spielen gehört.

Und da die Game-&-Watch-Reihe auch als coole Taschenuhr gebraucht wurde, gibt es natürlich auch eine digitale Uhr-Funktion, die mit Super-Mario-typischen Animationen versehen wurde und das eine oder andere nette Easter Egg auf Lager hat.

Bild

Die Super-Mario-Version des Videospiels «Ball». bild: zvg

Viel zu klein und viel zu teuer

So herzig diese Idee ist und so sehr man sich in seine Kindheit zurückversetzt fühlt, wer grosse Hände hat, wird mit diesem Gerät nicht viel Spass haben. Die Bedienung wird wahrlich zum Krampf. B- und A-Knopf liegen viel zu nahe nebeneinander. Oder anders gesagt: Unsere Kinderhände, sprich die Daumen, wurden über die Jahre einfach grösser. Punktgenaues Hüpfen und Navigieren von Super Mario ist mit grossen Micky-Maus-Händen schlicht und einfach schwierig und kostet zu viele Nerven.

Bild

Der Eindruck täuscht: Wer grosse Hände hat, wird seine Probleme haben. bild: zvg

Um die 70 Franken kostet dieses Spielgerät und sind wir ehrlich: Das ist einfach viel zu viel. Drei Retro-Spiele plus eine Uhr-Funktion sind zu wenig Content, um diese hohe Summe zu rechtfertigen sprich auszugeben. Und Achtung: Im Lieferumfang ist zwar ein USB-Kabel zur Akkuaufladung dabei, aber ein Netzteil fehlt dann wiederum. Immerhin steht dieser Hinweis auf der Verpackung.

Für die Vitrine geboren

Fazit: Ganz ehrlich: Mehr als ein paar Stündchen wird man mit diesem Gerät aktiv nicht verbringen. Auch wenn «Super Mario Bros.» zeitlos ist, das Spielen auf dem viel zu kleinen Gerät macht nicht so viel Spass, wie es sollte. Auch die anderen beiden Titel binden nicht länger an den Minibildschirm.

«Game & Watch: Super Mario Bros.» ist ein Gerät für Sammler, das schnell in der Vitrine landet und dort dank der wirklich schicken Verpackung seine Blicke auf sich zieht. Auch als Geschenk für Kinder der 80er-Jahre mag das taugen und wird sicherlich für die eine oder andere Überraschung unter dem Weihnachtsbaum sorgen. Der Preis für dieses Stück Nostalgie ist aber einfach viel zu hoch.

«Game & Watch: Super Mario Bros.» ist für etwa 70 Franken im Handel erhältlich und freigegeben ab 3 Jahren.

Die neusten Game-Reviews

Das neue «Super Mario»-Game zeigt, dass Nintendo ein Problem hat

Link zum Artikel

Warum «Hitman 3» das perfekte Feierabend-Game geworden ist

Link zum Artikel

«Cyberpunk 2077»: Das faszinierendste Game des Jahres sorgt auch für Frust und Spott

Link zum Artikel

Das neue Zelda-Game ist ein Action-Traum für «Breath of the Wild»-Fans

Link zum Artikel

Warum unser Game-Kritiker «Assassin’s Creed Valhalla» entnervt abgebrochen hat

Link zum Artikel

Warum das neue Spider-Man-Game perfekt zum Start der Playstation 5 passt

Link zum Artikel

London is calling! «Watch Dogs: Legion» hackt sich in die Herzen der Openworld-Fans

Link zum Artikel

Der Game & Watch aus den 80ern ist zurück, aber die Neuauflage macht nicht alle froh

Link zum Artikel

Nintendo hat gerade «Mario Kart» neu erfunden

Link zum Artikel

«Star Wars: Squadrons» im Test – so gehen Weltraumschlachten!

Link zum Artikel

«Super Mario 3D All-Stars» weckt alte Game-Erinnerungen – gute und schlechte

Link zum Artikel

Ich habe «Tony Hawk» nie gespielt – heute hasst mich mein Vergangenheits-Ich dafür

Link zum Artikel

Warum das neue Marvel-Game nicht sooo übel ist, wie ich befürchtet habe

Link zum Artikel

«Tell Me Why» ist ein bewegendes Videospiel-Drama, das unter die Haut geht

Link zum Artikel

Zwischen Wutausbruch und Nostalgieflash: Das neue «Battletoads» weckt Emotionen

Link zum Artikel

In diesem Game steckt der Spieler in der Monster-Rolle – und das macht mächtig Spass

Link zum Artikel

So geht Open-World! Warum «Ghost of Tsushima» das bessere «Assassin’s Creed» geworden ist

Link zum Artikel

Horror-Fans aufgepasst! «Maid of Sker» ist ein kleiner Geheimtipp

Link zum Artikel

«Assassin's Creed Valhalla» überrascht uns nicht und das ist auch gut so!

Link zum Artikel

Liebe «Twin Peaks»-Fans, «Deadly Premonition 2» könnte euch gefallen

Link zum Artikel

«The Last of Us 2»: Das beste und vor allem wichtigste Spiel, das ich je gespielt habe

Link zum Artikel

Die grosse Game-Kritik: Warum «The Last of Us Part 2» Videospielgeschichte schreibt

Link zum Artikel

Es ist angerichtet: Kann sich das Trash-Game «Maneater» durchbeissen?

Link zum Artikel

Lust auf einen LSD-Trip? Dann spiel doch mal «80’s Overdrive»!

Link zum Artikel
Es ist angerichtet: Kann sich das Trash-Game «Maneater» durchbeissen?

Der Kult-Prügler «Streets of Rage» feiert nach 26 Jahren ein Comeback – aber was taugt es?

Link zum Artikel

Alkoholismus und Depressionen: Dieses Videospiel ist nichts für schwache Nerven

Link zum Artikel

Die teuerste Spielkonsole aller Zeiten feiert ihren 30. Geburtstag

Link zum Artikel

Dieses Game ist so schlecht, dass du es nicht mal im Corona-Lockdown spielen magst

Link zum Artikel

Corona-Koller? Mit diesem neuen Game wird's dir allein zu Haus garantiert nicht langweilig

Link zum Artikel

«Resident Evil 3» im Test: So gut ist das Horror-Remake

Link zum Artikel

«Doom Eternal» ist ein brutal witziger Egoshooter, der mich keine Sekunde enttäuscht hat

Link zum Artikel

Ein Traum wird wahr: Mit «Dreams» dürfen eigene Videospiele kreiert werden

Link zum Artikel

Ich habe Nintendos Gehirnjogging-Game getestet und wurde dabei dümmer

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 60+ Spiele dürfen wir uns 2020 freuen

Link zum Artikel

Das sind die 50 besten Games des Jahrzehnts

Link zum Artikel

Das neue Star Wars-Game «Jedi: Fallen Order» lässt Fan-Herzen höher schlagen

Link zum Artikel

Die Switch Lite ist der fast perfekte Game Boy, den ich mir als Kind gewünscht hätte

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Vor «Super Mario» und «Zelda»: Als Nintendo Liebestester und Lichttelefone baute

Kinder spielen Nintendo NES Mini

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Review

11 Dinge, die jeder Android- und iPhone-Nutzer über das Fairphone 3 wissen sollte

Die dritte Auflage des Fairphones klingt nicht nur in der Theorie gut, das Android-Smartphone macht auch im Alltag Spass – wenn man über ein paar Schwächen hinwegsehen kann.

«Das Fairphone 3 ist da – und es ist das erste faire Handy, das wirklich gut ist», schrieb watson Ende August, als das Smartphone erstmals präsentiert wurde. Nach meinem mehrwöchigen Test kann ich dies ruhigen Gewissens unterschreiben.

Der niederländische Hersteller hat im dritten Anlauf vieles richtig gemacht. Wer mit dem neuen Fairphone liebäugelt, sollte aber auch dessen Schwächen kennen. Kommen wir also ohne weitere Umschweife zu den Erfahrungen meines Alltagstests.

Um es vorwegzunehmen: Das …

Artikel lesen
Link zum Artikel