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UPC kontert Swisscom und Co. mit neuen Handy-Abos – der Vergleich zeigt, wer günstiger ist

UPC hat per sofort vier neue Handy-Abos am Start. Was sich ändert und ob sich nun ein Wechsel lohnt, zeigt der Abo-Vergleich.



Bei UPC (ehemals Cablecom) geht es Anfang Jahr Schlag auf Schlag: Seit wenigen Tagen surfen und telefonieren UPC-Kunden im Mobilfunknetz von Swisscom – zuvor nutzte UPC das Salt-Netz. Und seit heute werden neue Handyabos angeboten.

Statt sechs wurde das Portfolio auf vier Abos reduziert: Neben den beiden neuen Schweizer-Abos sind nach wie vor zwei Abos mit EU-Roaming erhältlich. Ein Novum für UPC sind die Flatrate-Abos mit unbegrenztem Datenvolumen, bei denen die Geschwindigkeit nicht mehr nach einer bestimmten Datenmenge gedrosselt wird.

Die vier neuen Handy-Abos von UPC im Vergleich:

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* Das im Abo enthaltene Datenvolumen ist die Summe, die in der Schweiz und/oder in der EU genutzt werden kann. Voraussetzung für den Rabatt ist ein Internet-Abo von UPC.  grafik: lea senn / quelle: dschungelkompass

«Ein grosser Vorteil der beiden Europe-Abos ist, dass sie innerhalb der EU gleich genutzt werden können, wie man es sich in der Schweiz gewohnt ist (max. 10 GB/Monat in der EU).»

Oliver Zadori Dschungelkompass

Die relativ günstigen Flex-Abos bieten auch bei hoher Nutzung eine Kostensicherheit, da die monatlichen Maximalkosten fix sind.

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Werden die 2 GB aufgebraucht, wird automatisch ein weiteres Gigabyte für 10 Franken gelöst, bis maximal 40 Franken Zusatzkosten.  bild: upc

Und der Haken? Die Abos werden nach wie vor ohne Mindestvertragsdauer, aber mit einer Kündigungsfrist von 30 Tagen angeboten. Kommt hinzu: Weitere Datenpakete können bei den Flex-Abos zwar per SMS abbestellt werden. «Das hat aber zur Folge, dass der Internet-Zugang bis Ende Monat blockiert ist – nur das Surfen über WLAN ist noch möglich», schreibt der Preisvergleichsdienst Moneyland.

Der Abo-Vergleichsdienst Dschungelkompass hat die neuen Angebote auch mit der Konkurrenz verglichen.

UPC im Vergleich mit Swisscom, Sunrise, Salt und Co.

Die Tabelle zeigt die Durchschnittskosten, die über die nächsten 24 Monate entstehen (teils ist das erste Jahr günstiger als die folgenden).

Abo-Vergleich mit mindestens 2 GB und 60 Minuten inklusive

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Die Abos von UPC und Quickline sind 10 Franken günstiger als hier angegeben, wenn der Nutzer auch Internet-Kunde ist. grafik: lea senn / quelle: dschungelkompass

Was schnell klar wird: Für die Nutzung in der Schweiz gibt es günstigere Anbieter, wenn man nicht zusätzlich Internet-Kunde bei UPC ist. Wer mit zwei bis drei GB Daten leben kann, findet bei Lycamobile, Quickline und TalkTalk für 19 bis 25 Franken die günstigsten Angebote. Bei der Swisscom-Tochter Wingo kostet das Abo über die nächsten 2 Jahre gerechnet 27.50 Franken pro Monat (1. Jahr 25 Franken, 2. Jahr 30 Franken).

Bei UPC kostet das Abo regulär 29 Franken. Wer auch Internet-Kunde ist, zahlt nur 19 Franken. Für UPC-Kunden, die vom Kombi-Rabatt profitieren können, ist der Preis somit sehr attraktiv.

Vergleich unlimitierte Abos für die Schweiz inklusive Roaming

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Die Tabelle zeigt die günstigsten Abos (Durchschnittskosten über 24 Monate gerechnet), die neben unlimitierten Gesprächen und Datenvolumen innerhalb der Schweiz auch Roamingguthaben beinhalten. (Nicht berücksichtigt sind die Kombirabatte bei UPC und Quickline: Internet-Nutzer erhalten 10 Franken Rabatt.)  grafik: lea senn / quelle: dschungelkompass

Das derzeit günstigste Flatrate-Abo mit EU-Roaming stammt von Yallo für 29 Franken (anstatt regulär 58 Franken) gefolgt von Wingo für 40 Franken (1 Jahr für 25 statt 55 Franken) und Salt für 49 Franken (statt regulär 59 Franken).

Die neuen Angebote von UPC punkten vor allem beim Roaming innerhalb der EU», sagt Zadori von dschungelkompass.ch. Es gibt zwar günstigere Flatrate-Abos mit EU-Roaming, aber nur UPC bietet monatlich 10 GB im Ausland sowie unlimitierte Anrufe. Insofern eignet sich das Europe-Abo von UPC für Kunden, die sich regelmässig im EU-Ausland aufhalten. Wer eher selten im Ausland ist, findet weitaus günstigere Alternativen.

Lohnt sich ein Wechsel für bestehende UPC-Kunden?

Bestehende UPC-Kunden bleiben bei ihren aktuellen Konditionen, für einen Wechsel müssen sie selbst aktiv werden. Aber für wen lohnt sich der Wechsel überhaupt?

Profil 1: Wenignutzer

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* Das im Abo enthaltene Datenvolumen ist die Summe, die in der Schweiz und/oder in der EU genutzt werden kann. Die bisherigen Abos stehen neuen Kunden nicht mehr zur Verfügung 
grafik: lea senn / quelle: dschungelkompass

UPC-Kunden, die derzeit das Abo Swiss 1000 Flat oder Europe 1000 Flat abonniert haben, können mit einem Wechsel auf die neuen Flex-Abos günstiger fahren. Die neuen Abos enthalten mit 2 GB das doppelte Datenvolumen und Internet-Kunden erhalten einen Kombirabatt. Ohne diesen Rabatt ist das neue Angebot gleich teuer (Flex Swiss) oder gar vier Franken teurer (Flex Europe).

Profil 2: Mittelnutzer

Mittelnutzer

Das neue Abo ist günstiger, hat aber nur noch 2 statt 4 GB im Basispreis. UPC-Nutzer, die weiterhin 4 GB Datenvolumen nutzen möchten, bleiben besser beim bisherigen Abo. grafik: lea senn / quelle: dschungelkompass

Die neuen Abos enthalten nur noch 2 statt 4 GB Datenvolumen, dafür wird das Abo Flex Swiss 10 Franken und das Abo Flex Europe 6 Franken günstiger. UPC-Nutzer, die weiterhin 4 GB Datenvolumen nutzen möchten, bleiben daher besser beim bisherigen Abo, denn das neue wäre teurer. «Im Gegenzug ist das neue Abo flexibler und die Zusatzkosten sind günstiger, wenn einmal in einem Monat viel mehr Datenvolumen in der Schweiz und/oder in der EU genutzt werden», sagt Zadori. 

Profil 3: Vielnutzer

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Für Vielnutzer gibt es neu eine Flatrate für Daten und Telefonie in der Schweiz. 10 GB Daten-Roaming in der EU sind im Vergleich mit der Konkurrenz sehr viel. grafik: lea senn / quelle: dschungelkompass

Die bisherigen Abos Swiss und Europe 10’000 sind auf 10 GB Datenvolumen begrenzt. Wer sein Datenvolumen aufgebraucht hat, kann innerhalb der Schweiz gratis weitersurfen, jedoch mit einer stark reduzierten Geschwindigkeit. Die neuen unlimitierten Abos enthalten innerhalb der Schweiz keine Begrenzung mehr. Dafür steigt die Grundgebühr des Unlimited Swiss um 10 Franken und die des Unlimited Europe um 14 Franken an.

«Wem die 10 GB Daten bisher nicht ausreichten, könnte diesbezüglich bei einem Wechsel profitieren, bezahlt aber auch mehr», sagt Zadori. Ein Vorteil des neuen Abos Mobile Unlimited Europe sei, dass die monatlichen 10 GB nicht mehr mit der Nutzung innerhalb der Schweiz geteilt sind, sondern ausschliesslich für Roaming genutzt werden.

Das Fazit

UPC bietet sehr attraktive Abos für Kunden, die sich oft in der EU aufhalten. Wer sein Abo nur in der Schweiz nutzt oder oft ausserhalb der EU unterwegs ist, findet bei anderen Anbietern günstigere Abos.

«Wie der Vergleich zwischen den bisherigen und neuen Abos zeigt, sind die neuen Abos für Wenignutzer attraktiver geworden. Für die Mittelnutzer kann es mit den neuen Abos teurer werden, wenn gleich viel Datenvolumen genutzt wird. Auch die Abos für Vielnutzer werden teurer als bisher, beinhalten dafür mit unlimitierten Daten innerhalb der Schweiz und 10 GB separatem Roaming-Datenvolumen mehr Leistung.»

Oliver Zadori Dschungelkompass

Welches Abo oder Prepaid-Angebot zu einem passt, ist natürlich sehr individuell. Es kann mit den Tarifrechnern von Anbietern wie Dschungelkompass oder Moneyland individuell berechnet werden.

So würde es aussehen, wenn wir am Telefon ehrlich wären

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

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