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Pallbearers holds aloft a white casket during the funeral ceremony for a 10-year-old girl who died while participating in a so-called

Die 10-Jährige wurde am 26. Januar in Palermo beerdigt. Sie war nach einer Tiktok-«Challenge» gestorben, bei der es darum ging, sich selbst bis kurz vor der Bewusstlosigkeit zu strangulieren und dabei mit dem Smartphone zu filmen. Bild: keystone

Nach Tod von Zehnjähriger in Italien: Tiktok verspricht Alterskontrolle, aber...



Die bei Jugendlichen beliebte Social-Media-Plattform Tiktok hat auf Druck der Behörden in Italien neue Alterskontrollen und den Rauswurf von Nutzern unter 13 Jahren zugesagt. Das berichtet die Datenschutzbehörde Garante in Rom.

Vor rund drei Wochen war eine Zehnjährige in Palermo vermutlich bei einer gefährlichen Internet-Mutprobe für die Kurzvideo-App gestorben. Die Behörde hatte daraufhin Tiktok ein Ultimatum gestellt.

Wie erkennt TikTok Unter-13-Jährige?

Das Soziale Netzwerk aus China werde ab 9. Februar den Zugang für alle Nutzer in Italien blockieren und ihn erst nach Eingabe der Geburtsdaten wieder freigeben, erläuterte die Behörde. Wer unter 13 Jahre sei, dessen Nutzerkonto werde gesperrt. Diese Altersgrenze gilt gemäss den Nutzungsbedingungen des Unternehmens eigentlich schon länger, sie wurde aber bislang nicht durchgesetzt, wie unter anderem die italienische Datenschutzbehörde moniert hatte.

Die Verantwortlichen hätten zugesagt, das Alter der aktiven Tiktok-Fans in Zukunft verstärkt mit künstlicher Intelligenz zu kontrollieren, heisst es nun. Denn viele junge Nutzer und Nutzerinnen machen sich bei der Anmeldung älter.

Experten gehen davon aus, dass Internetfirmen durch eine Analyse der hochgeladenen Videos und durch das Verhalten im Netz das ungefähre Alter erkennen können.

«Es ist ein sehr wichtiger Schritt: Zum ersten Mal in Europa erhält eine Datenschutz-Behörde konkrete Antworten von Tiktok, das unter anderem einen zentralen europäischen Sitz in Irland hat, zu einem so wichtigen Thema wie dem Zugang von Kindern unter 13 und zur Verwaltung ihrer Daten»

Ginevra Cerrina Feroni, Vize-Präsidentin der italienischen Datenschutzbehörde

Weitere Massnahmen müssten folgen, sagte sie. «Wir erwarten auch, dass Algorithmen verwendet werden, um das Alter der Kinder zu überprüfen.»

Die Plattform Tiktok ist weltweit erfolgreich. Sie wird von mehreren europäischen Datenschutzbehörden skeptisch beobachtet. Die Italiener hatten Tiktok schon im Dezember in einem anderen Fall abgemahnt.

(dsc/sda/dpa)

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