Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05834710 (FILE) - A worker at the CIA sweeping the foyer clean at the CIA Headquarters, Langley, Virginia, USA, 03 March 2005 (reissued 07 March 2017). According to whistleblower website WikiLeaks on 07 March 2017, the organization has published documents codenamed 'Vault 7', allegedly originating from CIA's Center for Cyber Intelligence. Based on the documents, Wikileaks claims that the CIA hackers were able to hack into iPhones, Android phones and smart TV sets.  EPA/DENNIS BRACK / POOL *** Local Caption *** 00465857

Der Central Intelligence Agency sind streng geheime Unterlagen abhanden gekommen ... Bild: EPA/ISP POOL

iPhone und Android geknackt – Wikileaks veröffentlicht geheime CIA-Dokumente

#Vault7 offenbart ein Albtraum-Arsenal an Cyber-Waffen: Der US-Auslandsgeheimdienst kann (wie die NSA) praktisch alles knacken – von Linux bis hin zu Smart-TVs. Nun hat sich auch Edward Snowden zu Wort gemeldet.



Update: Apple schreibt in einer Stellungnahme, dass viele Sicherheitslücken bereits geschlossen worden seien.

Update 2: Auch Google hat mit einer beschwichtigenden Stellungnahme reagiert. Die in den von Wikileaks veröffentlichten CIA-Papieren angesprochenen Sicherheitslücken seien grösstenteils bereits gestopft worden, hiess es gegenüber Recode.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat am Dienstag tausende Dokumente veröffentlicht, die von dem US-Geheimdienst CIA stammen sollen. Das unter dem Titel «Vault 7» publizierte Material gibt Einblicke in die mutmassliche Cyber-Spionagepraxis der Central Intelligence Agency, des mächtigen Auslandsgeheimdiensts.

Ausserdem werden in den Dokumenten Schwachstellen von Smartphones, Computern und Elektronikgeräten beschrieben sowie Hacker-Werkzeuge vorgestellt.

Laut einer Pressemitteilung von Wikileaks soll der Geheimdienst auch Überwachungen vom US-Generalkonsulat in der deutschen Stadt Frankfurt durchgeführt haben. Zunächst hatte Spiegel Online über den Fall berichtet.

iPhones und Android-Geräte, aber auch Smart-TVs geknackt

Zum Hacking-Arsenal des CIA gehören laut Wikileaks Malware, Viren und Trojaner. Demnach können etwa iPhones, Android-Geräte oder Windows-Rechner ausspioniert werden.

Android- und Chrome-Sicherheitslücken ermöglichen Zugriff auf die populärste Handy- und Browser-Software

Zudem soll über eine spezielle Software mindestens ein populärer Flachbild-Fernseher von Samsung (F8000) in eine Wanze verwandelt worden sein. Demnach können die CIA-Spione das Mikrofon auch im Stand-by-Modus unbemerkt aktivieren.

Samsung-TV = Wanze

Schon 2015 gab es Berichte, wonach die CIA Apple-Geräte im Visier hatte

Wikileaks hat seine Informationen von anonymen Quellen bezogen. Erstmals hat die Enthüllungsplattform Dokumente vor Veröffentlichung bearbeitet und etwa Namen von CIA-Mitarbeitern oder andere Daten geschwärzt.

Die CIA kann offenbar auch Angriffe durch «fremde Mächte» vortäuschen – dies dürfte auf Barack Obama zurückfallen, weil die Cyber-Waffen während seiner Präsidentschaft entwickelt wurden

Edward Snowden bestätigt

Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hat sich mit mehreren Tweets zu den Wikileaks-Enthüllungen geäussert und unter anderem die Authentizität der Dokumente bestätigt.

«Eine grosse Sache»

Die US-Regierung bezahle dafür, US-Software unsicher zu halten

Sicherheitslücken würden absichtlich nicht geschlossen – dies sei unsäglich rücksichtslos ...

... und gefährlich. Zum Beispiel für alle iPhone-Besitzer weltweit.

Berichte, wonach die CIA die Verschlüsselung von Chat-Apps wie Signal und WhatsApp geknackt habe, seien nicht zutreffend. Die Dokumente zeigten ein viel grösseres Problem.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Drogen, Waffen, Menschenversuche – 7 spektakuläre Operationen der US-Geheimdienste

Die «Washington Post» nannte es den «Geheimdienst-Coup des Jahrhunderts»: Die CIA bespitzelte – in Zusammenarbeit mit dem BND – über manipulierte Verschlüsselungsgeräte der Schweizer Crypto AG mehr als 100 Staaten. Diese sogenannte «Operation Rubikon» mag «eine der erfolgreichsten nachrichtendienstlichen Unternehmungen der Nachkriegszeit» sein – sie ist bei weitem nicht die einzige. Das zeigt diese kleine und willkürliche Auswahl von sieben Operationen der CIA und des FBI.

Fake News ist keine …

Artikel lesen
Link zum Artikel