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Der Ford-Konzern hatte zuletzt für negative Schlagzeilen gesorgt, weil er einen Plan vorlegen muss, wie er die Probleme mit Millionen von Airbags in den Griff kriegt.
Der Ford-Konzern hatte zuletzt für negative Schlagzeilen gesorgt, weil er einen Plan vorlegen muss, wie er die Probleme mit Millionen von Airbags in den Griff kriegt.
Bild: sda

Der US-Autoriese Ford kooperiert eng mit Google – das musst du wissen

02.02.2021, 07:32

Ford wird ab 2023 standardmässig auf Google-Karten und den Sprachassistenten des Internet-Konzerns in seinen Fahrzeugen setzen. Das ist Teil einer am Montag angekündigten weitreichenden Kooperation.

Google soll zudem zum zentralen Anbieter von Cloud-Diensten für den US-Autoriesen werden – und die Infotainment-Systeme der Ford-Autos werden mit Android als Betriebssystem laufen.

Was ist daran speziell?

Die Rolle Googles beschränkt sich hauptsächlich auf die Interaktion der Insassen mit dem Fahrzeug. Die mit dem Internet-Konzern aufgebaute Infrastruktur will Ford aber unter anderem auch dafür nutzen, um Fahrzeugdaten zum Beispiel für Wartungsempfehlungen an Werkstätten zu übermitteln.

Mit Hilfe von Google will Ford aber auch seine Produktion und Lieferkette aktivieren. Der Autobauer verweist unter anderem auf Kompetenz des Internet-Konzerns beim maschinellen Lernen und der Erkennung von Objekten. Google bekomme keine Daten von Ford-Kunden zur eigenen Verwendung, betonte Ford-Manager David McClelland.

Was ist mit Apples CarPlay?

Apples CarPlay-Plattform, mit der man Apple-Dienste wie Karten und Musik von einem angeschlossenen iPhone auf den Bildschirm der Infotainment-Anlage bringen kann, soll weiter unterstützt werden. Auch Amazon Sprachassistentin Alexa werde weiter genutzt werden können, betonte McClelland.

  • Fords eigene Software Sync, mit der die Infotainment-Systeme bisher liefen, wird derweil mit dem Wechsel in Ruhestand geschickt.
  • Die verschiedenen Modellreihen der Marken Ford und Lincoln sollen von 2023 an schrittweise umgestellt werden.
  • China, wo Google-Dienste nicht verfügbar sind, sind ausgenommen.

Was hat das mit Android Automotive zu tun?

Branchenexperten rechnen schon seit Jahren damit, dass Autohersteller verstärkt zu Kooperationen mit Tech-Unternehmen greifen. Dabei steht die Interaktionen mit den Insassen im Fokus – denn die Nutzer wollen ihre vom Smartphone gewohnten Apps und Dienste auch im Auto nutzen.

Google bietet genauso wie Apple eine Software zum Einbinden von Smartphones mit dem Android-Betriebssystem des Konzerns an. Zugleich hat der Konzern aber auch mit Android Automotive ein spezielles Betriebssystem für Fahrzeuge im Angebot. Darauf greifen bereits zum Beispiel junge Marken wie Polestar von Volvo zurück – aber auch grosse Ford-Rivalen wie General Motors, Renault und Nissan, sowie Peugeot, Citroen, Fiat und Chrysler wollen auf Android Automotive setzen.

Rückrufaktion von Tesla-Autos: Situation in der Schweiz noch nicht klar
In der Schweiz ist ein Rückruf von Fahrzeugen des US-amerikanischen Autoherstellers Tesla bisher noch kein Thema. Nachdem die US-amerikanische Behörde NHTSA von Tesla einen Rückruf von knapp 160'000 Fahrzeugen gefordert hatte, sei in der Schweiz dazu noch keine Meldung eingegangen, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Strassen (Astra) am Montag.

Die ebenfalls eingeleitete Untersuchung des deutschen Kraftfahrbundesamtes (KBA) werde aber zeigen, inwiefern auch in der Schweiz verkaufte Teslas betroffen seien, sagte der Sprecher. Am 13. Januar hatte die NHTSA Tesla mittels eines Schreibens dazu aufgefordert, einen Rückruf einzuleiten und bis am 27. Januar dazu Stellung zu nehmen.

Konkret geht es um Speicherplatz-Probleme bei bestimmten Computerchips, die zu Ausfällen des zentralen Touchscreen-Bildschirms führen, über den diverse Fahrzeugfunktionen eines Tesla bedient werden. Die US-Behörde warnte etwa vor Beeinträchtigungen der Rückfahrkamera oder des Fahrassistenzprogramms.

Betroffen sind rund 158'000 Fahrzeuge der Modellreihen S und X der Baujahre 2012 bis 2018.

(dsc/sda)

(dsc/sda/awp/dpa)

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