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iPhone XS Max mit Schweizer Franken Banknoten

Das iPhone XS Max: Fachleute haben es zerlegt. Bild: watson

Mit diesem simplen «Trick» verdient Apple mit den neuen iPhones ein Vermögen

Branchenkenner haben das teuerste der neuen Apple-Handys zerlegt, um seine Material- und Montagekosten zu bestimmen.



1249 US-Dollar (oder hierzulande sind es 1489 Franken): So viel verlangt Apple für das iPhone XS Max, das Experten zerlegt haben, um seine «inneren Werte» zu bestimmen.

Wobei damit nur die Material- und Montagekosten gemeint sind. Und die belaufen sich angeblich auf 443 US-Dollar, wie die Nachrichteagentur Reuters am Dienstag berichtete.

Die Schätzung stammt von Tech Insights, einem kanadischen Unternehmen, das seit Jahren Elektronikgeräte auseinandernimmt und sein Geld mit Marktanalysen verdient.

Demnach bleiben Apple nach Abzug der Hardware-Kosten bei jedem verkauften iPhone XS Max, das mit 256 Gigabyte (GB) internem Speicher bestückt ist, 806 Dollar. Aber:

Hier ist anzumerken, dass der Hersteller damit weitere beträchtliche Kosten in Milliardenhöhe decken muss, etwa fürs Marketing, für Forschung und Entwicklung und den Vertrieb.

Beim Display gespart

Die Tech-Insights-Spezialisten schlüsseln in ihrem Bericht genau auf, wie sich die Hardware-Kosten beim iPhone XS Max gemäss ihrer Einschätzung zusammensetzen:

Bild

grafik: techinsights

Zum Vergleich: Die Material- und Montagekosten für Apples letztjähriges Topmodell, das iPhone X (mit 64 GB Speicher), beliefen sich gemäss Tech Insights auf gut 395 Dollar.

Den grössten Kostenpunkt macht das OLED-Display aus. Doch da kann Apple im Vergleich zum Vorjahr Geld sparen, obwohl das iPhone XS Max einen deutlich grösseren Bildschirm hat. Das 6,5-Zoll-Display des XS Max koste Apple gut 80 Dollar, verglichen mit gut 77 Dollar für das 5,8 Zoll grosse Display des iPhone X, das Apple nicht mehr im Angebot führt.

Apple sei es offenbar gelungen, «einige Komponenten» im Zusammenhang mit der Druck-Steuerung 3D Touch wegzulassen. Die entfernten Teile summierten sich auf 10 Dollar.

Mehr Speicher, mehr Profit

Einen satten Profit streicht Apple beim iPhone XS und XS Max dank der neu grösstmöglichen Speicherausstattung von 512 GB ein, wie Bloomberg am Dienstag berichtete.

Laut Schätzungen mache Apple damit rund 218 Dollar mehr Gewinn als mit den iPhones, die lediglich 64 GB Speicher bieten. Apple verlange einen Zuschlag von 350 Dollar für die 512 GB-Modelle, aber bei den Kosten für den zusätzlichen Speicherplatz betrage der Preissprung lediglich 132 Dollar.

«Das iPhone verwendet Nand-Flash-Speicher (SSD genannt, Anmerkung der Red.), um Fotos, Videoclips und die meiste seiner Software zu speichern. Der Marktpreis dieser Komponente ist nach Angaben von InSpectrum Tech etwa halb so hoch wie vor einem Jahr. Aber Apple gibt die Einsparungen nicht an die Verbraucher weiter.»

quelle: bloomberg.com

Neue iPhone-Modelle mit mehr Speicherplatz seien für Apple ein einfacher Weg, die Rentabilität seiner Geräte zu steigern, kommentierte 9to5Mac. Und dies sei eine Taktik, die das Unternehmen seit vielen Jahren verfolge. Mit den 2018er-iPhones sei es «diesen Weg noch weiter gegangen».

Transparenzbox

Apple stellt dem watson-Redaktor ein iPhone XS Max als langfristige Leihgabe zur Verfügung. Sein Review zum neuen Flaggschiff folgt zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem er das Gerät im Alltag testen konnte.

Wer sich für den ausführlichen Zerlegungs-Bericht («Teardown») zum iPhone XS Max von Tech Insights interessiert, inklusive Fotos, wird hier fündig.

(via 9to5Mac)

Die Fakten zu den 2018er-iPhones

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