DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

EU - Ukraine: Abkommen soll Beziehungen stärken



Das Assoziierungsabkommen soll die Ukraine stärker an die EU binden. Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen sollen gestärkt und die ehemalige Sowjetrepublik allmählich in den internen EU-Markt integriert werden.

Das bereits in Kraft getretene Abkommen enthält auch eine Reformagenda für die Ukraine, die ihre Gesetzgebung an die EU-Normen angleichen soll. Ausserdem sieht es Reformen zur Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vor sowie zum Schutz der Menschenrechte und zur Korruptionsbekämpfung.

Das Abkommen gilt als Auslöser der politischen Krise in der Ukraine im November 2013 und des Konflikts mit Moskau. Nach den pro-europäischen Protesten auf dem Maidan im Zentrum der Hauptstadt Kiew fiel am Ende die Regierung des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Russland hatte gegen die Annäherung der Ukraine an die EU protestiert.

Zum Vertrag gehört ein Freihandelsabkommen. Die Vereinbarung sieht einen fast 100-prozentigen Verzicht beider Seiten auf Zölle vor. Die Ukraine passt dabei ihre Vorschriften an die der EU an, um den Handel zu vereinfachen. Auch die Niederlassung von Unternehmen wird erleichtert und der freie Kapitalverkehr garantiert.

Für Unternehmen aus der EU wird der Zugang zu einem Absatzmarkt mit rund 45 Millionen Konsumenten deutlich einfacher. Durch den Wegfall von Zöllen können sie nach Berechnungen der EU-Kommission zudem jedes Jahr Kosten in dreistelliger Millionenhöhe einsparen.

Moskau befürchtet Nachteile für die heimische Wirtschaft, weil zollfreie Importe aus dem Westen über die Ukraine auch nach Russland gelangen könnten. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

«Wir haben vier Personen erschossen. Alles unter Kontrolle» – das WhatsApp-Protokoll der Türkei-Putschisten

Die Investigativ-Recherche-Website Bellingcat hat das WhatsApp-Protokoll der mutmasslichen Putschistenführer in der Türkei veröffentlicht. Die Unterhaltung gibt einen Einblick in die fieberhaften Stunden des Umsturzversuches – und in die dilettantische Vorgehensweise der Putschisten. 

Es sind kurze, nervöse Mitteilungen, die in der Spätphase des Putschversuchs, in den frühen Morgenstunden des 16. Juli, in der WhatsApp-Gruppe «Yurtta sulh» aufpoppen.

Nach dem letzten Eintrag, geschrieben um halb 4 Uhr morgens, ist klar: Der Umsturzversuch von Teilen des Militärs ist gescheitert, die letzten verbliebenen Putschisten haben sich der Polizei ergeben oder wurden von Zivilisten entwaffnet. Zwar fliegen wenig später noch F-16-Kampfflugzeuge über den zentralen Taksim-Platz. Das …

Artikel lesen
Link zum Artikel