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Gleichberechtigung

FDP Frauen wollen die Männer zu Wort kommen lassen



Die Frauensektion der FDP strebt eine gemeinsame Diskussion von Frauen und Männer zu aktuellen Gesellschaftsthemen an. Dafür denkt die Abteilung gemäss ihrer Generalsekretärin Claudine Esseiva darüber nach, Männern bei den FDP Frauen ein Stimmrecht zu geben.

Die FDP-Frauensektion hat das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne wie die Mutterpartei, so befürworteten etwa die Frauen den Artikel zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, den die FDP ablehnte. Mit 99 Prozent der Ideen der FDP seien aber auch die Frauen einverstanden, sagte Esseiva im Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche».

«Wir müssen überlegen, wie wir die Männer integrieren können.»

Claudine Esseiva, Generalsekretärin FDP Frauen

Gerade bei Fragen, die in Zukunft wichtig werden würden, etwa die Förderung der Frauenerwerbstätigkeit, Teilzeitarbeit für Männer oder Vaterschaftsurlaub, müssten Männer in die Diskussion einbezogen werden. «Wir müssen überlegen, wie wir die Männer integrieren können», sagte sie weiter. Ihnen den Beitritt zur Sektion zu öffnen, sei eine Möglichkeit. Bis Ende Jahr soll eine Lösung gefunden werden.

Heute können Männer Passivmitglieder bei den FDP Frauen werden; sie können mitdiskutieren, haben aber kein Stimmrecht. Bei den Männern gibt es laut Esseiva ein gewisses Interesse zum Mitmachen. Unter den insgesamt rund 5000 Mitgliedern seien allein auf nationaler Ebene 100 Männer.

Die FDP Frauen hatten sich am Samstag zu ihrer Generalversammlung in Brugg AG getroffen. Dabei gab sich die Frauensektion ein neues Leitbild. Sie bekräftigte, innerhalb der FDP eine starke Kraft sein zu wollen, die gesellschaftspolitische Themen vorantreibt. (kad/sda)

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