Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04097643 Thousands of Ukrainians attend a mass rally on Independence Square in downtown of Kiev, Ukraine, 23 February 2014. Protesters took full control of the Yanukovych residence and provided free access of the premises for Ukrainians and the media. Deposed Ukrainian President Viktor Yanukovych and security forces deserted the capital as protesters on 22 February moved to secure state institutions and parliament took steps towards forming a transitional government.  EPA/SERGEY DOLZHENKO

Bild: EPA/EPA

umbruch in der ukraine

Nach dem Machtwechsel in Kiew beginnt die Suche nach einem neuen Regierungschef



In rasendem Tempo krempelt die bisherige Opposition in der Ukraine nach der Machtübernahme die politische Landschaft um. Das gesamte politische System steht auf dem Prüfstand. Am Montag wird nach einer Regierung des «nationalen Vertrauens» gesucht

Nach dem Umsturz in der Ukraine arbeitet die bisherige Opposition im Eiltempo an neuen politischen Strukturen. Erst am Wochenende ist der neue Parlamentschef Alexander Turtschinow zum Interimspräsidenten bestimmt worden. Am Montag steht nun möglicherweise die Entscheidung über einen neuen Regierungschef für eine Übergangszeit und ein «Kabinett des nationalen Vertrauens» an. 

Die erst am Samstag aus der Haft entlassene frühere Regierungschefin Julia Timoschenko steht dafür nicht zur Verfügung. Sie will im Mai für das Amt des Präsidenten der Ukraine kandidieren. 

Russland zieht Botschafter ab

In seiner Ansprache an die Nation versprach Turtschinow am Sonntag einen Westkurs, nachdem sich die blutigen Unruhen in der Ukraine an der Zuwendung des inzwischen abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch zu Moskau entzündet hatten.

«Wir müssen in den Kreis der europäischen Länder zurückkehren.»

Übergangspräsident Alexander Turtschinow

epa04094776 Newly elected Speaker of Parliament Aleksander Turchinov speaks during a session of the Ukrainian Parliament in Kiev, Ukraine, 22 February 2014. An overwhelming majority of lawmakers voted for Alexander Turtshinov, to replace Volodymyr Rybak who has stepped down. Ukraine's parliament elected as its new speaker an ally of Yulia Tymoshenko, the jailed former prime minister and opposition leader. Turtshinov and Tymoshenko co-founded the opposition Fatherland party.  EPA/YURY MAXIMOV

Bild: EPA/EPA

Jedoch sei die Ukraine auch zu einem guten Verhältnis mit Russland bereit - vorausgesetzt, dass Moskau «die europäische Wahl der Ukraine anerkennt und berücksichtigt». Russland berief zunächst seinen Botschafter aus Kiew zu Konsultationen über die Lage nach Moskau zurück. 

IWF steht bereit

Schon am Montag wird die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton in Kiew erwartet. Ashton hatte der Ukraine ebenso finanzielle Hilfen der EU in Aussicht gestellt wie auch der Internationale Währungsfonds (IWF). Der IWF zeigte sich bereit, das fast bankrotte Land zu unterstützen. 

Nötig seien aber legitimierte Gesprächspartner, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde in Sydney beim Treffen der G20-Finanzminister. Übergangspräsident Turtschinow hatte die wirtschaftliche Lage der Ukraine als «katastrophal» beschrieben. (rey/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Corona-Leugner dringen in Berner Schulen ein: «Sie kamen bis ins Lehrerzimmer»

In Bern macht eine Gruppe von Corona-Skeptikern Schulhäuser unsicher, dringt ohne Maske in Lehrerzimmer ein und verteilt Flyer mit Falschinformationen. Hinter der Aktion steckt ein bekannter Berner Verschwörungs-Anhänger. Jetzt greift die Polizei durch.

Corona-Leugner machen inzwischen selbst vor Kindern nicht Halt. In Bern sind seit letzter Woche Covid-Skeptiker in mehrere Schulhäuser eingedrungen und haben Corona-Falschinformationen verbreitet. «Sie haben Flyer an die Schüler verteilt und sind ohne Schutzmaske in das Lehrerzimmer eingedrungen. Das ist total daneben», sagt Giuliano Picciati, Leiter der Schule Munzinger im Berner Mattenhof-Quartier. Nachdem er von Lehrern alarmiert worden sei, habe er die Eindringlinge vom Schulhausplatz …

Artikel lesen
Link zum Artikel