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Gesellschaft & Politik
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Ukrainian navy ships bob by the shore on a stormy, turbulent sea pass in Odessa's embankment, Ukraine, Sunday, Aug. 24, 2014. In another symbolic move, Poroshenko traveled south to the predominantly Russian-speaking port city of Odessa to give a second speech on Sunday. Ukraine lost much of its coastline when the Black Sea peninsula of Crimea was annexed by Russia in March, and the loyalty of local authorities in Odessa to Kiev has been a top priority for the new government. (AP Photo/Sergei Poliakov)

Schiffe der ukrainischen Navy im August 2014 in der Nähe der Stadt Odessa.  Bild: Sergei Poliakov/AP/KEYSTONE

Ukraine

US-Marine hält mit Ukrainern Manöver im Schwarzen Meer ab



Gegen den Protest Russlands beginnen die USA und die Ukraine an diesem Montag im Schwarzen Meer ein gemeinsames See-Manöver. Ziel der dreitägigen Übung Sea Breeze 2014 sei das Gewährleisten der maritimen Sicherheit in einem Krisengebiet, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit.

An der Übung nehmen auch Kanada, Rumänien, Spanien und die Türkei teil. Russland hatte Manöver nahe dem Krisengebiet Ostukraine als «völlig unpassend» kritisiert. Die Führung in Moskau verlegte den russischen Lenkwaffenkreuzer «Moskwa» (Moskau) ins Mittelmeer.

Die nach monatelangen Kämpfen am Freitag vereinbarte Feuerpause in der Ostukraine erwies sich trotz aller Friedensbeteuerungen der Konfliktparteien am Wochenende als brüchig. Bei Granatenbeschuss kam in der Hafenstadt Mariupol eine Frau ums Leben. Auch in Donezk soll es Todesopfer gegeben haben.

Unklar war zunächst, wer für den Beschuss verantwortlich war. Ein ukrainischer Militärsprecher sagte, in der Region Lugansk sei ein Konvoi mit russischer Militärausrüstung, darunter T-72-Panzer und Luftabwehrraketen vom Typ Strela und Witias, gesichtet worden.

Sonderstatus angestrebt

Die prorussischen Separatisten wollen eine Abspaltung von der Zentralmacht auf dem Verhandlungsweg durchsetzen. Die Aufständischen würden sich «in sieben bis acht Tagen» in Minsk mit Vertretern der Ukraine, Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) treffen, sagte Separatistenführer Alexander Sachartschenko dem Moskauer Radiosender Kommersant-FM.

Thema in der weissrussischen Hauptstadt soll dann eine Unabhängigkeit der selbsternannten «Volksrepubliken» Donezk und Lugansk sein. «Und wenn dieser nicht akzeptiert wird, wird das Protokoll der Vereinbarung (von Minsk) keinen Wert mehr haben.» 

Er wolle dem Abkommen ein Element hinzufügen, sagte Sachartschenko: «Die sofortige Anerkennung unserer Unabhängigkeit. Wenn wir unabhängig sind, wird Russland unser wichtigster Partner sein.» Die ukrainische Regierung lehnt eine Abspaltung ab.

Homes burn after being hit by a shell in Donetsk, eastern Ukraine, Sunday, Sept. 7, 2014. Strong explosions were heard early Sunday on the outskirts of the main rebel-held city in eastern Ukraine near the airport, raising new fears that a cease-fire signed two days ago is on the verge of collapse. Blasts powerful enough to be heard in downtown Donetsk came from the area near the airport, which has been under the control of government troops since May and has come under unremitting attacks from pro-Russia separatist rebels since then. (AP Photo/Sergei Grits)

In Donezk kam es auch am Sonntag zum Austausch von Artilleriefeuer.  Bild: Sergei Grits/AP/KEYSTONE

Der Separatistenführer Pawel Gubarew sagte, die Aufständischen hätten ihren Plan eines eigenständigen Staates Noworossija (Neurussland) in der Ostukraine nicht aufgegeben. Er forderte offizielle Volksabstimmungen in den Regionen über einen Verbleib im ukrainischen Staatsverband. «Das ist der einzige realistische Friedensplan. Wir kämpfen um ein Noworossija von Lugansk bis Odessa», sagte Gubarew.

Verwirrung um Waffenlieferung

Die ukrainische Regierung sorgte derweil mit Äusserungen zu Waffenlieferungen einzelner NATO-Staaten für Verwirrung. Die USA sowie Frankreich, Italien, Polen und Norwegen hätten der prowestlichen Führung jetzt eine solche Unterstützung für ihren Kampf gegen die Separatisten versprochen, sagte der ukrainische Präsidentenberater Juri Luzenko. Die USA, Norwegen und auch Polen wiesen die Angaben umgehend zurück.

Russland reagierte mit Besorgnis. Der einflussreiche Aussenpolitiker Alexej Puschkow forderte die NATO mit Nachdruck zur Klarstellung auf, wozu die Waffen geliefert und gegen wen sie eingesetzt werden sollen. (trs/sda/dpa/afp)

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