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Oppositionspolitiker Bobi Wine in Uganda auf Kaution frei



FILE - In this Thursday, May 2, 2019 file photo, Ugandan pop star singer and political opposition activist Bobi Wine, whose real name is Kyagulanyi Ssentamu, greets his followers as he arrives home after being released from prison on bail in Kampala, Uganda. Protests have broken out in Uganda's capital, Kampala, after police arrested Bobi Wine who is seeking the presidency in next year's election, with Wine's supporters blocking roads and burning tires, prompting police to fire tear gas and rubber bullets to disperse the protesters. (AP Photo/Ronald Kabuubi, File)
Bobi Wine,Kyagulanyi Ssentamu

Bobi Wine. Bild: keystone

Ugandas beliebter Popstar und Oppositionspolitiker Bobi Wine ist nach seiner Festnahme auf Kaution freigekommen. Dies habe ein Gericht in Iganga im Osten des Landes entschieden, twitterte Joel Ssenyonyi, der Sprecher von Wines Partei, der National Unity Platform (NUP).

Ihm wird dem Gericht zufolge vorgeworfen, bei einer Wahlveranstaltung Corona-Regelungen gebrochen zu haben. Die Festnahme von Wine sei ein Zeichen für die «wachsende Repression gegen Oppositionspolitiker» im Vorfeld der Wahlen im Januar 2021, kritisierte Human Rights Watch.

Der Künstler mit dem bürgerlichen Namen Robert Kyagulanyi war am Mittwoch inmitten des Wahlkampfes für die Präsidentenwahl festgenommen worden. Nach seiner Festnahme kam es in der Hauptstadt Kampala und anderen Orten zu gewalttätigen Demonstrationen. Sicherheitskräfte setzten unter anderem scharfe Munition und Tränengas gegen die Proteste ein. Der Polizei zufolge starben bei den Demonstrationen in Kampala mindestens 28 Menschen, 577 Menschen wurden festgenommen.

Wine will bei der Wahl im Januar den Langzeit-Präsidenten Yoweri Museveni herausfordern. Der Musiker und Parlamentsabgeordnete gilt als prominenter Kritiker Musevenis und spricht die Frustrationen vieler junger Ugander an. Der seit 1986 amtierende Museveni galt zwar lange als Hoffnungsträger in dem ostafrikanischen Land, die junge Generation kritisiert heute aber die Korruption und ineffektive Regierungsführung und fordert Veränderungen.

Eigentlich hätte Museveni nach seiner laufenden fünften Amtszeit nicht wieder kandidieren dürfen. Doch das Parlament hatte 2017 – trotz scharfer Kritik von Oppositionellen – mit einer Verfassungsänderung die Altersbegrenzung von 75 Jahren für Staatschefs abgeschafft. (aeg/sda/dpa)

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