DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

350'000 Menschen in Äthiopien laut UNO akut vom Hungertod bedroht



FILE - In this Saturday, May 8, 2021, file photo, a woman waits to receive foodstuffs such as wheat, yellow split peas and vegetable oil at a food distribution operated by the Relief Society of Tigray in the town of Agula, in the Tigray region of northern Ethiopia. The U.N. humanitarian chief warned Friday, June 4, 2021, that famine is imminent in Ethiopia's embattled Tigray region and the country's north and there is a risk that hundreds of thousands of people or more will die. (AP Photo/Ben Curtis, File)

Hungersnot in Äthiopien. Bild: keystone

Angesichts Hunderttausender vom Hungertod bedrohter Menschen in Äthiopien haben mehrere UN-Agenturen Alarm geschlagen.

Einem jüngsten Bericht der Vereinten Nationen zufolge leben mehr als 350'000 Menschen in der nördlichen Region Tigray in «katastrophalen Zuständen» – die höchste Stufe (5) einer internen Kategorisierung zur Nahrungsmittel-Unsicherheit. Dies sei die grösste Zahl an Betroffenen in einem einzelnen Land seit einem Jahrzehnt, teilten die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, das Welternährungsprogramm und das Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag mit.

Zudem befinden sich demnach zwei Millionen Menschen in der Notfallstufe 4 «und könnten ohne dringende Massnahmen schnell den Hungertod sterben». Die UN-Agenturen machten klar, dass sie bereit stünden, um den Hunger in Äthiopien zu bekämpfen und die humanitäre Hilfe aufzustocken – allerdings müsse dafür der Zugang ins umkämpfte Tigray gewährleistet sein.

Die amerikanische UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield sagte am Donnerstag in New York: «In bestimmten Gebieten ist eine Hungersnot möglicherweise schon im Gange, die das Leben von Hunderttausenden bedroht. Es ist unanständig.»

Hintergrund ist ein Konflikt, der im November eskaliert war. Die äthiopische Regierung hatte eine Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) begonnen, die bis dahin in der gleichnamigen Region an der Macht war. Hintergrund waren jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung. Die Kämpfe im Norden Äthiopiens verwandelten sich bald in einen komplexen Konflikt, in den auch das Nachbarland Eritrea verwickelt ist. Der andauernde Konflikt hat bereits Hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben und grosse Zerstörung angerichtet. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Zahlen und Fakten zum Hunger

1 / 12
Zahlen und Fakten zum Hunger
quelle: x02850 / jorge dan lopez
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Seit dem Ausbruch des Krieges weiss ich nicht, wo meine Familie ist»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Gaëtan Haas – der Transfer, der alles erklärt

Der SC Bern steckt in der tiefsten sportlichen Krise seit dem Wiederaufstieg von 1986. Der EHC Biel etabliert sich in der Spitzengruppe unseres Hockeys. Der Transfer von Gaëtan Haas erklärt uns, warum Biel auf Kosten von Bern die neue Nummer 1 im Bernbiet geworden ist.

Kennen Sie Biels Manager? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Er heisst Daniel Villard. Kennen Sie den SCB-Manager? Ja klar, Marc Lüthi! Daniel Villard führt das Unternehmen seit 2003 und ist damit nach Marc Lüthi (seit 1998 SCB-Zampano) der zweitdienstälteste Manager der Liga.

Aber Daniel Villard ist nicht zu kantonaler, ja nationaler Prominenz aufgestiegen wie Marc Lüthi. Das mag zwar auch damit zusammenhängen, dass der SCB eine stärkere Ausstrahlung hat als Biel. Aber entscheidend ist etwas …

Artikel lesen
Link zum Artikel