DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Eine unglaubliche Geschichte: Grossmutter findet vor 39 Jahren geraubte Enkelin wieder

Nach 39-jähriger Suche hat eine der Gründerinnen der argentinischen Menschenrechtsgruppe Grossmütter der Plaza de Mayo ihre von den Militärs geraubte Enkelin wiedergefunden. Grossmutter Maria «Chicha» Mariani ist mittlerweile 92-jährig und fast blind.



Mariani und ihre Enkelin Clara Anahi seien endlich wieder vereint, teilte die von Mariani ins Leben gerufene Stiftung Anahi am Donnerstag mit. Clara Anahi Mariani war am 24. November 1976 als drei Monate altes Baby von einem Polizisten verschleppt worden, nachdem Sicherheitskräfte ihre Mutter bei einer Razzia in deren Haus getötet hatten.

Ihr Fall wurde auch international durch eine Reihe offener Briefe bekannt, die die Grossmutter an ihre vermisste Enkelin schrieb. In einem der Briefe schrieb sie: «Sie haben mich immer wieder davon zu überzeugen versucht, dass du mit deiner Mutter zusammen getötet wurdest, aber ich wusste, dass du noch lebst».

Während der Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983 wurden etwa 500 Babys ihren Müttern geraubt. Viele dieser Frauen kamen schwanger in die Junta-Gefängnisse und gebaren hinter Gittern. Die Babys wurden regimetreuen Familien zur «Adoption» zugewiesen, die leiblichen Eltern wurden getötet.

Unzählige der Kinder wuchsen im Glauben auf, sie lebten bei ihren leiblichen Eltern. Clara Anahi ist das 120. gestohlene Baby, dessen wahre Identität nun ausfindig gemacht werden konnte. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Nahost-Experte: «Eine dritte Intifada ist nicht auszuschliessen»

Die Situation zwischen Israelis und Palästinensern eskaliert erneut. Nahost-Experte Hans-Lukas Kieser sagt im Interview, wie Ministerpräsident Netanjahu von den jüngsten Ereignissen profitiert und was jetzt eine dritte Intifada verhindern kann.

Eine Verkettung von Ereignissen führte dazu, dass der Konflikt zwischen Israel und palästinensischen Gebieten wieder aufgeflammt ist. Können Sie einen Überblick geben, wie es dazu kam?Hans-Lukas Kieser: In den vergangenen Wochen hatte die israelische Polizei in der Altstadt von Jerusalem diverse Plätze abgesperrt, auf denen sich muslimische Anwohner während des Ramadans normalerweise treffen. Das führte dazu, dass die Muslime ihren Ramadan nicht so feiern konnten, wie sie es …

Artikel lesen
Link zum Artikel