DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Weiterer Todesfall: Mysteriöse Lungenkrankheit breitet sich aus – 5 Punkte dazu

21.01.2020, 07:32

Was ist passiert?

Gesundheitskontrollen am Flughafen in Wuhan.
Gesundheitskontrollen am Flughafen in Wuhan.
Bild: AP

In China hat eine neuartige Lungenkrankheit einem weiteren Patienten das Leben gekostet. Wie die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Metropole Wuhan mitteilte, starb ein 89-Jähriger Mann, der mit dem Coronavirus infiziert war, bereits am Sonntag im Krankenhaus. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Wuhan war das Virus zuerst im Dezember auf einem dortigen Fischmarkt aufgetreten.

Zum ersten Mal gibt es auch in Australien einen Verdacht auf die Erkrankung: Ein Reisender aus Wuhan unter dem Verdacht der Erkrankung isoliert und getestet.

Und das Gesamtbild?

Seit dem Ausbruch der Krankheit sind vier Todesfälle in China bestätigt. Zudem wurde das Virus bei mindestens 15 Krankenhausangestellten in Wuhan nachgewiesen, wo das Virus Ende Dezember ausgebrochen war. Demnach gibt es unter den medizinischen Angestellten einen weiteren Verdachtsfall.

Die Zahl bestätigter Infektionen in China war Anfang der Woche sprunghaft auf über 220 gestiegen. Auch wurden erste Erkrankungen in Thailand, Japan und Südkorea nachgewiesen.

Das Londoner Zentrum für die Analyse globaler Viruserkrankungen schätzt, dass die tatsächliche Zahl der Infizierten schon jetzt deutlich höher liegt als von Peking angegeben: Es hatte am Freitag mitgeteilt, dass es von mehr als 1700 Infizierten ausgehe.

Wie ansteckend ist das Virus?

Am Montag hatten die Behörden erstmals mitgeteilt, dass Pflegepersonal betroffen ist und die Übertragbarkeit des Erregers von Mensch zu Mensch bestätigt. Für Experten ist es ein wichtiger Indikator, ob Ärzte und Pfleger von einer neuen Erkrankung betroffen sind: Infizieren sich viele von ihnen, ist das ein deutlicher Hinweis auf eine leichte Übertragbarkeit.

Was weiss man über das Virus?

So sieht ein Coronavirus unter dem Elektronenmikoskop  aus.
So sieht ein Coronavirus unter dem Elektronenmikoskop aus.
Bild: AP Health Protection Agency

Analysen des Erbguts hatten dem Berliner Virusforscher Christian Drosten zufolge ergeben, dass es sich bei dem Erreger um eine Sars-Variante handelt. Ein Sars-Virus hatte von China ausgehend 2002/2003 eine weltweite Pandemie mit 8000 Infizierten zur Folge, etwa 800 Menschen starben.

Was wird gegen die Ausbreitung unternommen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für Mittwoch ein Krisentreffen in Genf einberufen. Ein Notfallkomitee soll sich mit der Krankheit befassen, wie die WHO am Montag bekanntgab. Die Experten sollen demnach darüber beraten, ob ein internationaler Gesundheitsnotstand ausgerufen wird

Mit der gerade laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag wächst die Gefahr einer Übertragung des Virus. Bei der grössten jährlichen Völkerwanderung sind einige Hundert Millionen Chinesen unterwegs.

Asiatische Nachbarn und mehrere Flughäfen in anderen Ländern weltweit haben wegen der neuen Lungenkrankheit inzwischen Fieberkontrollen bei der Einreise aus Wuhan eingeführt. (sda/reu/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Diese Viren sind Schuld an Gliederschmerzen und Fieber

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die neusten Öffnungsschritte von Deutschland und was sie für die Schweiz bedeuten

Neuinfektionen sind rückläufig, beim Impfen geht es vorwärts: Jetzt kommen Erleichterungen für jene, die geschützt oder genesen sind. Auch für Besucher aus der Schweiz hat das Folgen. Die sechs wichtigsten Fragen und Antworten.

Bereits ab diesem Samstag erhalten Geimpfte und Genesene einen Teil ihrer Grundrechte zurück. Die Bundesregierung hat in dieser Woche im Eilzug eine entsprechende Verordnung durch Parlament und Länderkammer gebracht. Neu gilt: Menschen mit vollem Impfschutz (doppelte Impfung bei Moderna, Biontech, AstraZeneca und Einfachimpfung bei Johnson&Johnson) - dieser wird 14 Tage nach der zweiten Impfung erreicht - müssen vor Betreten von Geschäften, Coiffeuren oder Museen keinen negativen …

Artikel lesen
Link zum Artikel