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Ex-Krankenschwester von Premier Johnson kündigt aus Protest



Eine der Krankenschwestern, die sich vergangenes Jahr um den an Covid-19 erkrankten Premierminister Boris Johnson kümmerte, hat aus Protest gegen die Gesundheitspolitik der britischen Regierung gekündigt.

«Wir bekommen weder den Respekt noch die Bezahlung, die wir verdienen. Ich habe es einfach satt», sagte Jenny McGee in einer Fernsehdokumentation, die am kommenden Montag auf Channel 4 ausgestrahlt wird. «Deshalb habe ich meine Kündigung eingereicht.»

epa08529614 A handout photo made available by n10 Downing street shows Britain's Prime Minister Boris Johnson (C) talking to the two nurses that cared for him while he was in Intensive Care with Covid-19 at St Thomas Hospital, Director of Infection and consultant Nick Price (L) and Ward Sister Jenny McGee (R), as the NHS celebrates the 72nd anniversary in n10 Downing street in London, Britain, 05 July 2020.  EPA/PIPPA FOWLES/ DOWNING STREET HANDOUT This image is for Editorial use purposes only. The Image can not be used for advertising or commercial use. The Image can not be altered in any form. Credit should read Pippa Fowles/n10 Downing street. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Jenny McGee mit Boris Johnson am 5. Juli 2020 an einer Gartenparty. Bild: keystone

In den Reihen der britischen Krankenschwestern und -pfleger regt sich heftiger Protest, da die Regierung lediglich eine Lohnerhöhung von einem Prozent angeboten hat. Dies kommt angesichts der Inflationsentwicklung einer Gehaltskürzung gleich. Die Regierung verweist hingegen darauf, dass die Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde NHS anders als andere Bereiche des öffentlichen Dienstes von einer Lohnnullrunde ausgenommen worden seien.

Der Regierungschef war im vergangenen März nach einer Coronavirus-Infektion schwer erkrankt und musste zwischenzeitlich auf die Intensivstation eines Londoner Spitals verlegt werden. McGee war eine von zwei Intensivkrankenschwestern, die ihn dort rund um die Uhr behandelten. Johnson sagte später, er sei nur dank der Pflege der Schwestern durchgekommen.

Die gebürtige Neuseeländerin berichtete in der Dokumentation auch von ihren Eindrücken während der Pflege des Premierministers. Es sei «surreal» gewesen, ihn in ihrem Krankenhaus zu sehen. «Ich erinnere mich, dass ich ihn sah und dachte, dass er sehr, sehr krank aussieht. Er hatte wirklich eine andere Farbe», berichtete die Krankenschwester. McGee will laut einer Mitteilung vom Dienstag künftig als Krankenschwester in der Karibik arbeiten, hofft aber, irgendwann nach Grossbritannien zurückzukehren. (meg/sda/afp)

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