DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Luigi Monte receives the COVID-19 vaccine at the Don Orione rest home in Rome, Saturday, Jan. 2, 2021. Elderly at Don Orione rest home received the COVID-19 vaccine Saturday in Rome, in a second round of vaccinations following those for health workers last week. (AP Photo/Alessandra Tarantino)

Erprobung eines Wirkstoffs gegen Covid-19: Der Pharmakonzern AstraZeneca entwickelt neben einem Impfstoff auch ein Corona-Medikament. Bild: keystone

AstraZeneca: Kommt bald ein neues Corona-Medikament mit Sofortwirkung?

Corona-Impfungen haben einen Haken: Sie schützen nicht sofort. Doch ein neues Antikörper-Medikament des Pharmakonzerns AstraZeneca könnte sofort gegen Covid-19 immun machen. Forscher hoffen auf eine baldige Zulassung.

Nicole Sagener / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Bei AstraZeneca dürften die meisten Menschen an den Corona-Impfstoff denken, den der britisch-schwedische Pharmakonzern mit der Universität Oxford entwickelt – und der inzwischen schon in mehreren Staaten zugelassen wurde. Doch AstraZeneca forscht noch an einem weiteren Hoffnungsträger gegen das Coronavirus SARS-CoV-2.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Dabei handelt es sich um ein Medikament, das sofort nach dem Verabreichen eine Covid-19-Erkrankung bei Menschen verhindern soll, die dem Coronavirus ausgesetzt waren. Der Wirkstoff mit dem Namen AZD7442 könnte Experten zufolge eine wichtige Ergänzung zu den zugelassenen Impfstoffen bedeuten und in der Corona-Pandemie helfen, vielen Menschen das Leben zu retten. 

AstraZeneca-Medikament gegen Corona: Gute Ergänzung zur Impfung?

Denn auch wenn Impfungen einen wichtigen Beitrag zum Beenden der Corona-Pandemie leisten können, haben sie doch einen Haken: In der Regel entfalten sie erst nach mehreren Wochen ihre Wirkung und der Schutz setzt somit erst verzögert ein. Insbesondere, wenn wie etwa beim Biontech -Wirkstoff für den vollen Schutz zwei Impfungen nötig sind, besteht für einige Zeit weiter das Risiko einer schweren Erkrankung. Das vom University College London Hospitals NHS Foundation Trust (UCLH) und AstraZeneca  entwickelte Corona-Medikament hingegen würde sofort immunisieren.

Das Prinzip hinter dem Präparat: AZD7442 nutzt eine Kombination aus zwei langlebigen Antikörpern, die genesenen Covid-19-Patienten entnommen und im Labor hergestellt wurden. Wer SARS-CoV-2  direkt ausgesetzt war, könnte durch den Wirkstoff davor bewahrt werden, an Covid-19 zu erkranken.

«Spannende Ergänzung» im Kampf gegen das Virus

«Wenn wir nachweisen können, dass diese Behandlung funktioniert und verhindert, dass Menschen, die dem Virus ausgesetzt sind, weiter an COVID-19 erkranken, wäre das eine spannende Ergänzung des Arsenals an Waffen, die zur Bekämpfung dieses schrecklichen Virus entwickelt werden», wird die Virologin Dr. Catherine Houlihan vom University College London Hospitals NHS Trust (UCLH), die eine Studie namens Storm Chaser (deutsch: Sturmjäger) zum Medikament AZD7442 leitet, in der britischen Zeitung «The Guardian» zitiert. 

AstraZeneca hatte Ende Au­gust mit Unterstützung der US-Regierung mit der Erprobung an  Freiwilligen begonnen. Mitte Oktober startete die dritte und entscheidende Studienphase III an mehr als 1'100 Probanden. In dieser letzten Phase soll der Wirkstoff auf Wirksamkeit und Sicherheit abgeklopft werden.

Erprobung auch an Menschen mit geschwächtem Immunsystem

Die beteiligten Forscher hoffen auf eine Notfallzulassung bereits im Frühjahr, sollte sich das Medikament in der Studie als wirksam und sicher erweisen. Laut dem «Guardian» könnten damit beispielsweise Pflegeheimbewohner oder Patienten in Krankenhäusern behandelt werden.

Das Londoner UCLH untersucht zudem in einer weiteren Studie der Phase III, ob das potenzielle Corona-Medikament auch bei Betroffenen mit geschwächtem Immunsystem angewendet werden könnte, die etwa wegen Krebs oder einer anderen abwehrschwächenden Erkrankung nicht geimpft werden können. 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So wird in Luzern geimpft

1 / 45
So wird in Luzern geimpft
quelle: keystone / urs flueeler
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Ösi-Kanzler Kurz stellt Corona-Verschwörungstheoretiker in den Senkel

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Die Schweiz hatte recht»: Warum die strengen Regeln in Deutschland nicht effektiver sind

Deutschland hat weit schärfere Massnahmen als die Schweiz. Doch das Infektionsgeschehen ist gleich hoch. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Über die Bilder aus der Schweiz staunt man in Deutschland nicht schlecht: Menschen, die zusammen im Strassencafé oder in grossen Gruppen im Park sitzen. Derweil versinkt Deutschland allmählich in einer Coronadepression: Seit November sind fast überall im Land Cafés, Kinos, Theater dicht, Sport war über Monate grösstenteils nur alleine oder zu zweit erlaubt.

Schulen waren wochenlang in etlichen Bundesländern dicht oder im Wechselunterricht im Betrieb. Und der Einzelhandel darf nur dort getestete …

Artikel lesen
Link zum Artikel