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Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer schlägt immer höhere Wellen



epa07850304 A handout photo made available by the Turkish Defence Minister press office shows Turkish TGC Oruc Reis frigate escorted to National seismic exploration vessel Oruc Reis which are sails on the Eastern Mediterranean, Turkey, 18 September 2019. National seismic exploration vessel Oruc Reis reached the planned research area in the Eastern Mediterranean by taking iron from Antalya on 17 September.  EPA/TURKISH DEFENCE MINISTER / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Das Forschungsschiff Orcu Reis eskortiert von der türkischen Marine. Bild: EPA

Der Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer verschärft sich weiter: Zahlreiche Schiffe der türkischen Kriegsmarine bewegen sich seit Dienstag in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer südlich der griechischen Inseln Rhodos und Kreta.

Auch viele Schiffe der griechischen Marine sind in der Region unterwegs, wie das griechische Staatsfernsehen berichtete. Griechenland hatte in den vergangenen Monaten die Türkei davor gewarnt, Schiffe zur Suche nach Erdgas in die Region zu entsenden.

Die türkischen Behörden hatten bekanntgegeben, dass das Forschungsschiff Oruc Reis ab Dienstag neue seismische Untersuchungen im östlichen Mittelmeer vornehmen werde. Nach Angaben der Website «marinetraffic.com» war die Oruc Reis am Mittwoch vor dem südtürkischen Antalya unterwegs. Der türkische Sender TRT berichtete, die seismischen Untersuchungen hätten noch nicht begonnen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bereits im Januar angekündigt, «so schnell wie möglich» in einem mit Libyen vereinbarten Gebiet nach Erdgas zu suchen. Das Vorhaben betrifft auch potenziell erdgasreiche Regionen südlich von Kreta, die aus griechischer Sicht zur sogenannten Ausschliesslichen Wirtschaftszone des EU-Landes gehören. Nach türkischer Lesart haben Inseln wie Kreta zwar Hoheitsgewässer, aber keine Ausschliessliche Wirtschaftszone. Ankara führt bereits Bohrungen vor Zypern durch - ohne die Genehmigung der Regierung der Republik Zypern. Die EU-Staaten hatten deshalb einen rechtlichen Rahmen für Sanktionen gegen die Türkei geschaffen. (sda/dpa)

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