DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epaselect epa06906910 A rooster, decoration of a burned house is seen during a forest fire in Mati a northeast suburb of Athens, Greece, 23 July 2018. After the wildfire in Kineta a second wildfire broke out in the Penteli Mountain. Two major forest fires were raging out of control on either side of the Greek capital Monday, burning houses, prompting residents to flee and turning the sky over Athens a hazy orange from the smoke.  EPA/YANNIS KOLESIDIS

Die Waldbrände in Griechenland vom 23. Juli forderten über 90 Menschenleben. Bild: EPA/ANA-MPA

Good-News

Nach Waldbränden: Ägyptischer Fischer rettet 23 Griechen und vier Hunde



Die Waldbrände in Griechenland Ende Juli trieb die Bewohner der verschiedenen Inseln aus ihren Häusern. Viele suchten im Meer Schutz vor den Flammen. Doch auch dort waren viele vor der Hitze und den Feuern nicht sicher. Die Opferzahlen der verheerenden Bränden im Raum Athen sind in den letzten Tagen auf 90 angestiegen.

Dass diese Zahl noch sehr viel höher hätte ausfallen können, zeigt ein neuer Bericht der arabischen Zeitung «Al Jazeera». Dort erzählt ein ägyptischer Fischer, wie er mit seinem Chef den griechischen Inselbewohnern in einem Fischerboot zu Hilfe kam.

«Wir hörten, 150 Menschen seien zwischen den Feuern und dem Meer gefangen», sagt Mahmoud al-Sayed Mousa zur Zeitung. Der 46-jährige Fischer und sein Chef fuhren zur letzten gemeldeten Position der Geflohenen. Mousa filmte die ganze Aktion mit seinem Handy.

epa06906630 Smoke rise over an avenue during a forest fire in Neo Voutsa, a northeast suburb of Athens, Greece, 23 July 2018. After the wildfire in Kineta a second wildfire broke out in the Penteli Mountain. Two major forest fires were raging out of control on either side of the Greek capital Monday, burning houses, prompting residents to flee and turning the sky over Athens a hazy orange from the smoke.  EPA/ALEXANDROS VLACHOS

Eine Rauchwand vor Athen. Bild: EPA/EPA

«Man konnte kaum die Hand vor Augen sehen und auch das Atmen fiel schwer», so Mousa. Die beiden Fischer hörten Menschen schreien, konnten aber keine Personen im Wasser ausmachen, weil der Rauch so dick war. Also warf Mousa ein Seil ins Wasser.

Wenn jemand danach griff, holte Mousa das Seil ein und half dem Geretteten an Bord. Nach einigen Stunden kehrten die beiden Fischer mit 23 Menschen und vier Hunden zurück in den Hafen, schätzt Mousa.

A woman sprays water outside her house that was damaged in the wildfires near the village of Neos Voutzas near Athens, Tuesday, July 24, 2018. Greece sought international help through the European Union as fires on either side of Athens left lines of cars torched, charred farms and forests, and sent hundreds of people racing to beaches to be evacuated by navy vessels, yachts and fishing boats.(AP Photo/Yorgos Karahalis)

Die Feuer hinterliessen gewaltige Schäden. Bild: AP/AP

«In der Vergangenheit wurden ägyptische Fischer immer wieder Opfer von rassistischer Gewalt, angestachelt durch die griechische Rechtsaussen-Partei Goldene Morgenröte», so Mousa. «Aber Menschlichkeit unterscheidet nicht zwischen Nationalitäten und es gibt keinen Unterschied zwischen Griechen und Ägyptern.» (leo)

Griechenland – Die Flammen sind ausser Kontrolle

Video: watson

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Ein Paar in Brasilien pflanzte 20 Jahre lang Bäume – und lebt jetzt in einem Wald

Es ist eines der grössten Aufforstungsprojekte der Welt: Das Ehepaar Salgado pflanzte in 20 Jahren einen 68 Millionen Quadratmeter grossen Wald. Sie haben bewiesen, dass der Klimawandel nicht nur gestoppt, sondern auch rückgängig gemacht werden kann.

Anfang der 90er-Jahre wurde der brasilianische Fotografjournalist Sebastiao Ribeiro Salgado nach Ruanda geschickt, um über den schrecklichen Völkermord zu berichten. Das vor Ort Erlebte traumatisierte ihn schwer. 1994 kehrte Salgado in seine Heimat zurück. Er hoffte zu Hause in Minas Gerais, wo er von einem üppigen Wald umgeben aufgewachsen war, Ruhe und Erholung zu finden.

Statt des Waldes aber fand er kilometerweit staubiges und karges Land vor. In wenigen Jahren fand in seiner Heimatstadt …

Artikel lesen
Link zum Artikel